Blick ins Buch

Romane

Die Kapuzinergruft

3,0(11)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Joseph Roth, einer der bedeutendsten Schriftsteller der klassischen Moderne erzählt in seinen großen Österreichromanen Der Radetzkymarsch und Die Kapuzinergruft anhand der Familiengeschichte des Geschlechts der Trotta vom Schicksal und Untergang der Habsburger Monarchie und vom Leben während und nach dem Ersten Weltkrieg und dem Anschluss Österreichs an das Nationalsozialistische Deutschland. Anders als im Radetzkymarsch steht im vorliegenden Roman der orientierungslose und in den Tag hinein lebende Spross der Familie mit dem sprechenden Namen Franz Ferdinand Trotta im Zentrum der Handlung. Er sucht und findet sein Schicksal in der Kapuzinergruft dem Symbol der darniederliegenden Epoche. Über eine Zeitspanne von 25 Jahren hinweg, breitet sich so ein eindrucksvolles und melancholisches Panorama und subtiles psychologisches Profil einer Epoche und einer Gesellschaft im Niedergang aus.

Editionen (32)

ISBN9783843804011
Verlagmarix Verlag ein Imprint von Verlagshaus Römerweg
Erscheinungsdatum20.02.14
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

11 Bewertungen

3 Rezensionen

3,0

Tippen zum Filtern

  • bilsenkraut
    bilsenkraut

    49 Follower

    2,0

    2,5 Sterne Das Buch war bezüglich österreichischer Geschichte interessant. Die ist bei mir bisher immer zu kurz gekommen. Was die Habsburger Monarchie für den Vielvölkerstaat bedeutet hat, welche unterschiedlichen Völkergruppen dazu gehört haben, all das hatte ich wahrscheinlich irgendwann mal in der Schule grob gelernt (wobei meiner Erinnerung zufolge, ziemlich wenig österreichische Geschichte in der Schule vorkam, da nahm die Geschichte Frankreichs deutlich mehr Raum ein, was aber auch daran liegen mag, dass ich ursprünglich aus dem Saarland komme was nun mal Grenzgebiet ist), aber mittlerweile längst vergessen. Mit der Charakterisierung der Personen konnte ich mich nicht so ganz anfreunden. Die Mutter bleibt am ehersten würdevoll, weil sie scheinbar an alten Traditionen festhält, während die Ehefrau nicht sehr charmant dargestellt wird, weil sie wegläuft und sie ihren eigenen Weg gehen möchte. Aber auch der Erzähler selbst kommt nicht unbedingt gut weg. Mir hat sich hier vieles einfach nicht ganz erschlossen, vielleicht sollte ich erstmal den Radetzkymarsch lesen und mich etwas mehr mit der Geschichte Österreichs befassen. Insgesamt kein schlechtes Buch, nur für mich hat es (noch) nicht so ganz funktioniert.

    21. Jan. 2023

  • leika12
    leika12

    11 Follower

    2,0

    Es ist ein sehr deprimierender und hoffnungsloser Roman, der sich mit der Zeit vor, während und nach dem ersten Weltkrieg beschäftigt. Wie beim Radetzkymarsch auch, fand ich die ewig langen Sätze anstrengend zu lesen und es passierte nicht selten, dass ich Sätze mir mehrmals durchlesen musste. Insgesamt war die Kapuzinergruft etwas schlechter als der Radetzkymarsch.

    26. Apr. 2025

  • 4,0

    Für mich das Roth-Highlight. Ein melancholisch-kakanophiler Leckerbissen, in dem Joseph Roth auch gleich die Antwort auf die Frage nach dem Untergang der k.u.k. Monarchie mitliefert: Die Monarchie räumte den Slawen zuwenig Rechte ein, gleichzeitig besiegelten die Deutschtümler mit ihrer "Wacht am Rhein" (ab Linz westwärts) statt dem "Gott Erhalte" endgültig den Untergang. Österreich war nie eine Nation, Österreich war die erste und bisher einzige Übernation. Etwa Pole zu sein UND Österreicher war kein Widerspruch. Die Deutschen Nationalisten tragen die Hauptursache am Untergang dieser EU-Vorgängerversion und sie bekämpfen sie heute noch. Man braucht sich nur die Wahlplakate der sozialen Heimatpartei anzuschauen.

    9. Apr. 2025

Autorin / Autor

Über Joseph Roth

Joseph Roth wurde 1894 in Brody, Ostgalizien geboren, begann ein Germanistikstudium in Lemberg und Wien, ging 1916 zum Militär und wurde nach Kriegsende Journalist. 1922 heiratete er Friederike Reichler und ging als Feuilletonkorrespondent der „Frankfurter Zeitung“ nach Paris. Friederike erkrankte an Schizophrenie und wurde 1929 in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Der Schicksalsschlag warf Joseph Roth aus der Bahn und belastete ihn schwer. Im Januar 1933 emigrierte er nach Paris, wo er am 27.Mai 1939 einer Lungenentzündung erlag.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick