Blick ins Buch

Romane

Kapuzinergruft

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Über das Buch

»Joseph Roth – einer der besten deutschen Erzähler. Andere hatten im Leben größeren Ruhm. Sein Ruhm wird länger dauern.« Hermann Kesten »Jede Seite, jede Zeile ist wie die Strophe eines Gedichts, gehämmert mit dem genauesten Bewusstsein für Rhythmus und Melodik.« Stefan Zweig

Editionen (32)

ISBN9783462300437
VerlagE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum21.09.09
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

11 Bewertungen

3 Rezensionen

3,0

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  • bilsenkraut
    bilsenkraut

    49 Follower

    2,0

    2,5 Sterne Das Buch war bezüglich österreichischer Geschichte interessant. Die ist bei mir bisher immer zu kurz gekommen. Was die Habsburger Monarchie für den Vielvölkerstaat bedeutet hat, welche unterschiedlichen Völkergruppen dazu gehört haben, all das hatte ich wahrscheinlich irgendwann mal in der Schule grob gelernt (wobei meiner Erinnerung zufolge, ziemlich wenig österreichische Geschichte in der Schule vorkam, da nahm die Geschichte Frankreichs deutlich mehr Raum ein, was aber auch daran liegen mag, dass ich ursprünglich aus dem Saarland komme was nun mal Grenzgebiet ist), aber mittlerweile längst vergessen. Mit der Charakterisierung der Personen konnte ich mich nicht so ganz anfreunden. Die Mutter bleibt am ehersten würdevoll, weil sie scheinbar an alten Traditionen festhält, während die Ehefrau nicht sehr charmant dargestellt wird, weil sie wegläuft und sie ihren eigenen Weg gehen möchte. Aber auch der Erzähler selbst kommt nicht unbedingt gut weg. Mir hat sich hier vieles einfach nicht ganz erschlossen, vielleicht sollte ich erstmal den Radetzkymarsch lesen und mich etwas mehr mit der Geschichte Österreichs befassen. Insgesamt kein schlechtes Buch, nur für mich hat es (noch) nicht so ganz funktioniert.

    21. Jan. 2023

  • leika12
    leika12

    11 Follower

    2,0

    Es ist ein sehr deprimierender und hoffnungsloser Roman, der sich mit der Zeit vor, während und nach dem ersten Weltkrieg beschäftigt. Wie beim Radetzkymarsch auch, fand ich die ewig langen Sätze anstrengend zu lesen und es passierte nicht selten, dass ich Sätze mir mehrmals durchlesen musste. Insgesamt war die Kapuzinergruft etwas schlechter als der Radetzkymarsch.

    26. Apr. 2025

  • 4,0

    Für mich das Roth-Highlight. Ein melancholisch-kakanophiler Leckerbissen, in dem Joseph Roth auch gleich die Antwort auf die Frage nach dem Untergang der k.u.k. Monarchie mitliefert: Die Monarchie räumte den Slawen zuwenig Rechte ein, gleichzeitig besiegelten die Deutschtümler mit ihrer "Wacht am Rhein" (ab Linz westwärts) statt dem "Gott Erhalte" endgültig den Untergang. Österreich war nie eine Nation, Österreich war die erste und bisher einzige Übernation. Etwa Pole zu sein UND Österreicher war kein Widerspruch. Die Deutschen Nationalisten tragen die Hauptursache am Untergang dieser EU-Vorgängerversion und sie bekämpfen sie heute noch. Man braucht sich nur die Wahlplakate der sozialen Heimatpartei anzuschauen.

    9. Apr. 2025

Autorin / Autor

Über Joseph Roth

Joseph Roth wurde am 2. September 1894 als Sohn jüdischer Eltern in Brody (Ostgalizien) geboren, studierte Literaturwissenschaften in Wien und Lemberg und nahm als Soldat am Ersten Weltkrieg teil. Ab 1916 veröffentlichte er Erzählungen und Romane, lebte ab 1918 als Journalist in Wien, dann Berlin, und war von 1923–1932 Korrespondent der Frankfurter Zeitung. Anfang der 1930er Jahre erlangte er mit den Romanen Hiob und Radetzkymarsch Weltruhm. 1933 emigrierte Roth nach Frankreich. Er starb am 27. Mai 1939, verarmt und alkoholkrank, im Pariser Exil und im Alter von nur 45 Jahren.

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