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Frau Shibatas geniale Idee

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Über das Buch

Frau Shibata ist vierunddreißig und arbeitet als Angestellte in einer Firma in Tokyo, in der Männer das Sagen haben. Ständig wird sie herumgeschubst, schlecht behandelt und soll Kaffee kochen. Doch dann hat sie eine geniale Idee: Sie behauptet, schwanger zu sein – und plötzlich wird sie rücksichtsvoll behandelt. Doch wie weit lässt sich dieses Spiel treiben? Frau Shibata geht aufs Ganze, stopft sich die Kleidung aus und ‚erlebt‘ die gesamte Schwangerschaft. Bis schließlich unausweichlich der Moment der Wahrheit naht.

Editionen (3)

ISBN9783869746722
Verlagsteinbach sprechende bücher
Erscheinungsdatum10.12.21

Rezensionen & Bewertungen

179 Bewertungen

31 Rezensionen

3,7

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  • carmen86
    carmen86

    107 Follower

    4,5

    Feministische Rebellion japanische Art 4,75 ⭐️

    Welchen Wert hat eine Frau in der Gesellschaft und welchen Wert hat eine Mutter? Und wer jetzt denkt, eine Mutter hat mehr Wert, den kann dieses Buch nicht bestätigen. Eine (werdende) Mutter wird anders allein gelassen, aber, alleingelassen bleibt… vor der Mutterschaft zuständig fürs Kaffee kochen, ab der Schwangerschaft zuständig für das werdende Kind… unverändertes Attribut beider Tätigkeiten; allein! Die Männer sind mit der „echten“ Arbeit beschäftigt…. (Ganz wichtig: wir reden von gesellschaftlichen Klischees, da gibt es ganz viele männliche Ausnahmen davon, es gilt nicht für jedes männliche Individuum). Ich denke hier hat sich in der traditionellen japanischen Gesellschaft (die für mich in einigen Punkten sehr der Deutschen ähnelt) weibliche Wut aufgestaut. Und diese muss raus, sollte laut werden, damit sich was ändern kann. Das könnte dieses Buch bewirken wollen. Der Wechsel ins eher Surreale stört mich nicht. Es geht mE nicht darum die Geschichte Schritt für Schritt realistisch nachzuvollziehen. Es geht um die Kernaussage, um den (imaginären) Kinderwunsch oder Wunsch von Frauen sichtbar zu sein, als „ernst“ genommen zu werden. Vielleicht geht das am Besten über die klassische Mutterrolle… ob echt oder eingebildet ist egal, denn die Gesellschaft reagiert auf „ihre Vorstellung“ einer (werdenden) Mutter unabhängig von der Realität der Einzelperson. Ps: eine Bitte an die Leseer des Buches: warum steht als Schlagwort „Selbstmord“ bei diesem Buch? Ich versteh es nicht?!

    11. Mai 2026

  • 3,5

    Die Story klingt klasse, ein Frau gibt vor schwanger zu sein, um nicht mehr das Mädchen für alles in der Firma sein zu müssen.. doch am Ende war ich verwirrt und hab das Gefühl unterwegs falsch abgebogen zu sein..

    24. Jan. 2026

  • shizu_reads
    shizu_reads

    120 Follower

    4,0

    Frau Shibata hat die Nase voll, immer alles für ihre Kollegen zu tun, was diese eigentlich selbst erledigen könnten – wie beispielsweise ihre Kaffeetassen aufzuräumen. Spontan kommt ihr über die Lippen, sie sei schwanger. Klingt unterhaltsam? Ist es auch. Denn durch ihre Lüge entdeckt Frau Shibata so manchen schönen Aspekt des Lebens. Mir hat es Spaß gemacht, Frau Shibata dabei zu begleiten, wie sie ein neues Lebensgefühl entdeckt: Bewegung, frische Lebensmittel, selbst kochen etc. Gelöst von manchem Zwang wird ihr Leben dadurch auf den Kopf gestellt. Langweilig wird es dabei allerdings nie, denn natürlich ist nun jeder neugierig auf das Baby. Dabei werden so manche Grenzen überschritten und sie gerät in Situationen, die unglaublich und zugleich unwirklich erscheinen. So stellte sich mir zunehmend die Frage: Glaubt sie es mittlerweile selbst? Und wie weit will sie damit noch gehen? Kurzum: Es ist äußerst unterhaltsam. Auch sprachlich liest sich das Buch sehr gut – Stil und Sprache sind flüssig, die Kapitel kurz und übersichtlich. Wer japanische Literatur mag, sollte zugreifen – und wer Abstruses schätzt, erst recht.

    29. Jan. 2026

3 von 31 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Emi Yagi

Emi Yagi wurde 1988 geboren und Frau Shibatas geniale Idee ist ihr erster Roman. Sie hat bereits vor der Veröffentlichung in Japan den wichtigen Dazai Osamu Prize mit dem Titel gewonnen.

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