Blick ins Buch

Horror

Der König in Gelb

3,8(47)
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Über das Buch

Das Original, bekannt aus der TV-Serie True Detective und die Vorlage zu H. P. Lovecrafts Necronomicon. Der König in Gelb erzählt von einem furchtbaren Buch, das jedem, der darin liest, Wahnsinn und Tod bringt. Bemerkt man die Gefahr, ist es längst schon zu spät. Inhalt: Cassildas Lied - Der Wiederhersteller des guten Rufes - Die Maske - Am Hofe des Drachen - Das Gelbe Zeichen - Die Jungfer d'Ys - Das Paradies der Propheten - Die Straße der Vier Winde - Nachwort von Michael Nagula: Robert W. Chambers: Fantast zwischen Poesie und Dekadenz & Die Bücher des Robert W. Chambers H. P. Lovecraft: 'Chambers erklomm beachtliche Gipfel des kosmischen Grauens'. E. F. Bleiler: 'Das wichtigste Buch in der amerikanischen Literatur des Unheimlichen zwischen Poe und den Modernen.' Ein gelungenes Werk in der Manier von H. P. Lovecraft. Die Gestalt des Königs in Gelb ist im Cthulhu-Mythos als Avatar von Hastur bekannt. Sein Erscheinen wird durch das Gelbe Zeichen angekündigt. Diese Ausgabe enthält alle unheimlichen Geschichten des Originals sowie ein ausführliches Nachwort zu Leben und Werk Robert W. Chambers (1865 ? 1933).

Editionen (3)

ISBN9783865523334
VerlagFesta Verlag
Erscheinungsdatum17.07.14
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

47 Bewertungen

8 Rezensionen

3,8

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  • mateicee
    mateicee

    322 Follower

    4,0

    Der König in Gelb von Robert W. Chambers hat mich vor allem mit seinen horrorlastigeren Geschichten beeindruckt. Diese frühen Erzählungen erzeugen eine wunderbar subtile, schleichende Unheimlichkeit, die nicht auf plumpe Schockmomente setzt, sondern sich wie ein kalter Nebel um einen legt. Manche Szenen bleiben weniger wegen konkreter Ereignisse im Kopf, sondern wegen des unangenehmen Grundgefühls, das Chambers meisterhaft erzeugt. Die späteren Geschichten haben mich dagegen weniger abgeholt. Sie schlagen einen romantisch-fantastischen Ton an, der zwar schön geschrieben ist, aber für meinen Geschmack nicht die gleiche Intensität wie der unheimliche Auftakt besitzt. Wer vor allem Horror sucht, wird hier etwas aus dem Lesefluss gerissen. Als Fan von H. P. Lovecraft war es aber etwas ganz Besonderes, hier quasi den „Ursprung“ von Hastur und der mythologischen Begriffe wie Carcosa und das Gelbe Zeichen zu erleben. Es fühlt sich an, als würde man in der Ahnenreihe eines Mythos zurückblättern und plötzlich entdecken, wie viel Lovecraft später übernommen und weiterentwickelt hat. Chambers’ Schreibstil ist insgesamt überraschend gut verständlich, atmosphärisch und für ein Werk von 1895 angenehm flüssig zu lesen. Was mir allerdings gefehlt hat, ist mehr Background zum König selbst. Ich verstehe die Idee, dass der König mehr Konzept als Figur sein soll – ein Symbol für Verfall, Wahnsinn oder das Unaussprechliche. Dennoch war mir das manchmal zu vage, fast so, als hätte Chambers bewusst jede greifbare Information verweigert. Ein wenig mehr Kontur hätte den Mythos für mich noch stärker gemacht. Fazit: Ein Werk, das vor allem durch seine ersten Geschichten glänzt und auf subtile Weise unter die Haut geht. Trotz einiger weniger überzeugender Episoden ist Der König in Gelb ein faszinierender Klassiker, der besonders für Fans kosmischen Horrors einen Blick wert ist – schon allein, um die Wurzeln eines Mythos kennenzulernen, der die Weird Fiction bis heute prägt.

    19. Nov. 2025

  • mitch_fr
    mitch_fr

    30 Follower

    4,0

    Klassiker der Gruselliteratur - zwischen Beirce, Poe und Lovecraft!

    👑 „Along the shore the cloud waves break, The twin suns sink behind the lake, The shadows lengthen In Carcosa. Strange is the night where black stars rise, And strange moons circle through the skies, But stranger still is Lost Carcosa. Songs that the Hyades shall sing, Where flap the tatters of the King, Must die unheard in Dim Carcosa. Song of my soul, my voice is dead, Die thou, unsung, as tears unshed Shall dry and die in Lost Carcosa.“ - Cassilda's Song in The King in Yellow, Act 1, Scene 2 Chambers relevantestes Werk „Der König in Gelb“ begründete seinen schriftstellerischen Erfolg und verschaffte ihm eine lange Karriere. Gleichzeitig blieb diese Kurzgeschichtensammlung einer der wenigen Ausflüge des Autors in die Phantastische Literatur. Schade, denn er versteht sich hervorragend darauf, atmosphärisch dichte Schauergeschichten zu erzählen, die das Lebenswerk eines H.P. Lovecraft inspirierten, der immer wieder Elemente und Begriffe aus Chambers Mythologie aufgriff und sie erweiterte. In diesem Zusammenhang fand ich das detaillierte Nachwort in meiner Ausgabe äußerst aufschlussreich, da es Chambers Texte sowohl historisch als auch literaturhistorisch hervorragend einordnet und darüberhinaus einen spannenden Einblick in das Leben und das Werk eines „arbeitenden Schriftstellers“ gibt, der ganz anders als man erwarten würde, vor allem immer gerade das schrieb, was die Massen lesen wollten. So setzte er seine erzählerische Gabe gekonnt ein, um sich ein gutes Leben zu ermöglichen, erschuf jedoch wenig, was heute noch von literarischem Belang ist und geriet so beinahe in Vergessenheit. Lovecraft über Chambers: »Durchaus genuin, wenn auch nicht frei von der typischen manierierten Überspanntheit der 90er-Jahre des vorigen Jahrhunderts, ist die Art des Horrors, der wir im Frühwerk von Robert W. Chambers begegnen, einem Autor, welcher sich inzwischen mit Schöpfungen von ganz anderer Beschaffenheit einen Namen gemacht hat. Der König in Gelb, eine Reihe lose miteinander verbundener Short Stories, die als gemeinsamen Hintergrund ein monströses und verbotenes Buch haben, dessen Lektüre Entsetzen, Wahnsinn und gespenstische Tragödien hervorruft, erreicht […] beachtliche Höhen kosmischer Angst.« […] »Man kann nicht umhin, zu bedauern, dass er in diesem Bereich, in dem er so leicht ein anerkannter Meister hätte werden können, nicht weitergemacht hat.«

    26. Mai 2026

  • blaine_der_mono
    blaine_der_mono

    16 Follower

    4,0

    Der (fast) vergessene Autor!

    Robert W. Chambers hat über 70 Bücher geschrieben. Leider hat nur "Der König in Gelb" die Zeit überdauert und ist heute noch bekannt. Die Kurzgeschichten haben mir bis auf "Das Paradies der Propheten" sehr gut gefallen. Bei Chambers mutet die Handlung anfangs oft belanglos an, wird immer interessanter und erst am Ende offenbart sich das Grauen. Kurz aber heftig. In "Die Jungfer d'Ys" waren mir zu viele französische Begriffe enthalten. Teilweise ganze Strophen(S.133), die nicht übersetzt wurden und von mir dadurch einfach nur ausgelassen werden konnten. Unbedingt zur Lektüre gehört das ca. 20 Seiten starke Essay am Ende des Buches. Welche Autoren auf Chambers Bezug nahmen und seine Figuren und Begriffe aus dem König in Gelb später in weiteren Geschichten auftreten ließen, ist schon beachtlich. Fans von Lovecraft, Bierce und Co. sollten sich diese Sammlung für schmale 12,80 € nicht entgehen lassen. 4 Sterne

    28. März 2025

3 von 8 Rezensionen

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