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Sperrig, eigenwillig und genial
Bei keinem anderen Buch lagen für mich Faszination und Verwirrung so nah beeinander. William Gibson ist der Begründer des Cyberpunk Genres. Die düstere, dystopische Atmosphäre ist dicht und detailliert beschrieben. Ich konnte wunderbar in diese Welt eintauchen. Das Buch ist von 1984. Wie als würde man eine Zeitkapsel öffnen, zeigt sich bei allen Beschreibungen wie sich damals die Zukunft vorgestellt wurde und welche Marken die Vorherrschaft in welchem Bereich haben würden. So gibt es im Orbit eine paradisische Station für Touristen und gleichzeitig existieren noch Münztelefone. 😊 Die Story ist dagegen verwirrend. Oftmals saß ich mit Fragezeichen vor dem Buch und wusste überhaupt nicht wo die Geschichte mit mir hin will. Immer wird man zu Beginn der Kapitel in eine Szene geworfen und kann sich erst drei, vier Absätze später einen Reim darauf machen. Dennoch mochte ich es. Nach all den einfachen, eindimensionalen Geschichten, die es inzwischen gibt, hat mich Neuromancer mit den mehreren Interpretationsebenen angenehm gefordert. Manches wird nur angedeutet und das finde ich gut so. Fazit: Wer kurzweiliges Sci-Fi sucht, ist hier falsch. Wer sich jedoch auf eine verwirrende Story einlassen kann, wird mit faszinierenden Denkanstößen und einem rundum gelungenen Worldbuilding belohnt. Traut euch!
24. Aug. 2025
Sperrig, eigenwillig und genial
Bei keinem anderen Buch lagen für mich Faszination und Verwirrung so nah beeinander. William Gibson ist der Begründer des Cyberpunk Genres. Die düstere, dystopische Atmosphäre ist dicht und detailliert beschrieben. Ich konnte wunderbar in diese Welt eintauchen. Das Buch ist von 1984. Wie als würde man eine Zeitkapsel öffnen, zeigt sich bei allen Beschreibungen wie sich damals die Zukunft vorgestellt wurde und welche Marken die Vorherrschaft in welchem Bereich haben würden. So gibt es im Orbit eine paradisische Station für Touristen und gleichzeitig existieren noch Münztelefone. 😊 Die Story ist dagegen verwirrend. Oftmals saß ich mit Fragezeichen vor dem Buch und wusste überhaupt nicht wo die Geschichte mit mir hin will. Immer wird man zu Beginn der Kapitel in eine Szene geworfen und kann sich erst drei, vier Absätze später einen Reim darauf machen. Dennoch mochte ich es. Nach all den einfachen, eindimensionalen Geschichten, die es inzwischen gibt, hat mich Neuromancer mit den mehreren Interpretationsebenen angenehm gefordert. Manches wird nur angedeutet und das finde ich gut so. Fazit: Wer kurzweiliges Sci-Fi sucht, ist hier falsch. Wer sich jedoch auf eine verwirrende Story einlassen kann, wird mit faszinierenden Denkanstößen und einem rundum gelungenen Worldbuilding belohnt. Traut euch!
24. Aug. 2025






