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"Sie erreicht den Zentralbereich und bleibt stehen. Der Schuh steht dort in den Schatten, ein heller Punkt auf der weiten, dunklen Metallfläche. Wie ein einsames Ruderboot auf dem weiten Ozean oder eine Rettungskapsel die immer tiefer ins Schwarze das Alls entschwindet, anstatt nach Hause zu fliegen. Unbehagen durchströmt Ophelia, als sie weitergeht, um den Schuh zu holen. Das Gefühl beobachtet zu werden, beschert ihr eine Gänsehaut. Sie glaubt nicht an Geister, nur an Traumata aus der Vergangenheit. Dass Menschen aus Angst und um den weiteren Schmerz zu vermeiden Dinge tun, mit denen sie genauso ungewollt wie unbewusst in einen Teufelskreis geraten. Aber echte Geister, die aus dem Grab klettern, um Rache an den Lebenden zu nehmen? Nein, niemals. Und doch...Die heruntergedimmte Deckenbeleuchtung flackert, als könnte der Generator nicht mal den drastisch reduzierten Strombedarf decken. Mach dich nicht lächerlich. Hier gibt es keine Geister. Es ist nicht mal jemand hier gestorben."
Wieder ein Buch von S.A. Barnes, dass mir gut gefallen hat. Es kommt zwar nicht an Dead Silence heran, ist aber spannend erzählt. Ophelia Bray trägt ein schweres Erbe. Ihre Familie betreibt ein weltweit führendes Unternehmen, dass neben ein paar wenigen anderen, die politischen Geschicke der Menschen leiten. Dabei schrecken sie nicht vor Korruption, Vertuschung, Betrug oder gar Mord zurück. Ophelia, die den desaströsen Machtspiele ihrer Familie den Rücken gekehrt hat, versucht als Psychologin, die Verbrechen ihrer Verwandten, wieder gut zu machen. Dabei geht sie bis ans Äußerste und wird Teil der Crew vom Raumschiff Resilience, um die Mitglieder psychologische Unterstützung bei der Erkunden des Planeten Lyria 929-C zu bieten. Denn der lange Kälteschlaf und die Isolation auf engsten Raum, lässt die menschliche Psyche krank werden. Auf dem Planeten wurden Überreste einer außerirdischen Spezies entdeckt und sollen näher untersucht werden. Schnell wird klar, dass auf dem Planeten Seltsames vorgeht oder ist es etwa jemand aus der Crew, dessen psychische Probleme zu Brutalität und Mord führen? Schnell spitzt sich die Lage zu und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt... Während der ganzen Handlung hatte ich das Gefühl von Beklemmung, Paranoia und ständigen Stress, denn kaum ist die Crew gelandet, verbreitet die eisige Atmosphäre des Planeten und die unheimliche Raumstation diese Gefühle und dazu kommt sehr schnell das sich rapide veränderte Verhalten einzelner Crewmitglieder. SPOILER ALERT Die Crew findet nichts vor, wie erwartet, die Station scheint absichtlich beschädigt und verwüstet zu sein. Überall findet Ophelia Relikte der vorherigen Missionsmitglieder und fragt sich warum diese, zurück gelassen wurden. Da sie selber traumatische Erlebnisse auf einer vergleichbar eingerichteten Raumstation als Kind erfahren hat, wird sie zunehmend getriggert und bekommt Flashbacks. Hinzu kommt, dass die Crew ihr nicht vertraut. Das ganze macht das Lesen echt spannend, weil ich nie wusste was als nächstes passiert. Was ist echt und was Einbildung, warum verhalten sich einzelne Mitglieder der Crew zunehmend seltsam und was sind das für außerirdische Gebäude, die sie untersuchen sollen? Das Ende kam für mich etwas zu schnell und hat mich nicht ganz zufrieden gestellt, aber ansonsten war es ein spannendes Erlebnis auf Lyria 929-C. "Es braucht Mut, sich der Dunkelheit in sich zu stellen, seinen schlimmsten Ängsten." Ich werde bei der Autorin auf jeden Fall am Ball bleiben.
13. Jan. 2026
"Sie erreicht den Zentralbereich und bleibt stehen. Der Schuh steht dort in den Schatten, ein heller Punkt auf der weiten, dunklen Metallfläche. Wie ein einsames Ruderboot auf dem weiten Ozean oder eine Rettungskapsel die immer tiefer ins Schwarze das Alls entschwindet, anstatt nach Hause zu fliegen. Unbehagen durchströmt Ophelia, als sie weitergeht, um den Schuh zu holen. Das Gefühl beobachtet zu werden, beschert ihr eine Gänsehaut. Sie glaubt nicht an Geister, nur an Traumata aus der Vergangenheit. Dass Menschen aus Angst und um den weiteren Schmerz zu vermeiden Dinge tun, mit denen sie genauso ungewollt wie unbewusst in einen Teufelskreis geraten. Aber echte Geister, die aus dem Grab klettern, um Rache an den Lebenden zu nehmen? Nein, niemals. Und doch...Die heruntergedimmte Deckenbeleuchtung flackert, als könnte der Generator nicht mal den drastisch reduzierten Strombedarf decken. Mach dich nicht lächerlich. Hier gibt es keine Geister. Es ist nicht mal jemand hier gestorben."
Wieder ein Buch von S.A. Barnes, dass mir gut gefallen hat. Es kommt zwar nicht an Dead Silence heran, ist aber spannend erzählt. Ophelia Bray trägt ein schweres Erbe. Ihre Familie betreibt ein weltweit führendes Unternehmen, dass neben ein paar wenigen anderen, die politischen Geschicke der Menschen leiten. Dabei schrecken sie nicht vor Korruption, Vertuschung, Betrug oder gar Mord zurück. Ophelia, die den desaströsen Machtspiele ihrer Familie den Rücken gekehrt hat, versucht als Psychologin, die Verbrechen ihrer Verwandten, wieder gut zu machen. Dabei geht sie bis ans Äußerste und wird Teil der Crew vom Raumschiff Resilience, um die Mitglieder psychologische Unterstützung bei der Erkunden des Planeten Lyria 929-C zu bieten. Denn der lange Kälteschlaf und die Isolation auf engsten Raum, lässt die menschliche Psyche krank werden. Auf dem Planeten wurden Überreste einer außerirdischen Spezies entdeckt und sollen näher untersucht werden. Schnell wird klar, dass auf dem Planeten Seltsames vorgeht oder ist es etwa jemand aus der Crew, dessen psychische Probleme zu Brutalität und Mord führen? Schnell spitzt sich die Lage zu und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt... Während der ganzen Handlung hatte ich das Gefühl von Beklemmung, Paranoia und ständigen Stress, denn kaum ist die Crew gelandet, verbreitet die eisige Atmosphäre des Planeten und die unheimliche Raumstation diese Gefühle und dazu kommt sehr schnell das sich rapide veränderte Verhalten einzelner Crewmitglieder. SPOILER ALERT Die Crew findet nichts vor, wie erwartet, die Station scheint absichtlich beschädigt und verwüstet zu sein. Überall findet Ophelia Relikte der vorherigen Missionsmitglieder und fragt sich warum diese, zurück gelassen wurden. Da sie selber traumatische Erlebnisse auf einer vergleichbar eingerichteten Raumstation als Kind erfahren hat, wird sie zunehmend getriggert und bekommt Flashbacks. Hinzu kommt, dass die Crew ihr nicht vertraut. Das ganze macht das Lesen echt spannend, weil ich nie wusste was als nächstes passiert. Was ist echt und was Einbildung, warum verhalten sich einzelne Mitglieder der Crew zunehmend seltsam und was sind das für außerirdische Gebäude, die sie untersuchen sollen? Das Ende kam für mich etwas zu schnell und hat mich nicht ganz zufrieden gestellt, aber ansonsten war es ein spannendes Erlebnis auf Lyria 929-C. "Es braucht Mut, sich der Dunkelheit in sich zu stellen, seinen schlimmsten Ängsten." Ich werde bei der Autorin auf jeden Fall am Ball bleiben.
13. Jan. 2026







