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Romane

Der Garten über dem Meer

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Über das Buch

"Das ist mir lange nicht passiert: Ich blätterte die letzte Seite um und fing gleich mit der ersten wieder an." Roger Willemsen Sechs Sommer lang beobachtet der Gärtner eines Herrenhauses über dem Meer das Kommen und Gehen seiner wohlhabenden, jungverheirateten Besitzer Francesc und Rosamaria. Sie empfangen ihre Clique aus Barcelona, fahren Wasserski, feiern ausgelassene Partys und leben einen von ihren Bediensteten beneideten Sommernachtstraum. Doch dem Gärtner entgehen die feinen Risse nicht, die das scheinbare Idyll bei jedem Besuch deutlicher zeichnen. Mercè Rodoreda, geboren 1908 in Barcelona, gilt als die bedeutendste katalanische Schriftstellerin des 20. Jahrhunderts. Mit 20 veröffentlichte sie erste Kurzgeschichten; die Jahre des Spanischen Bürgerkriegs verbrachte sie im Exil in Frankreich und in der Schweiz, wo sie u.a. ihr Hauptwerk "Auf der Plaça del Diamant" verfasste, das in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurde. Mercè Rodoreda starb 1983 in Girona.

Editionen (4)

ISBN9783864844966
VerlagTacheles!
Erscheinungsdatum15.12.17

Rezensionen & Bewertungen

56 Bewertungen

9 Rezensionen

3,7

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  • lemontree
    lemontree

    99 Follower

    3,0

    Irgendwie bin ich mit dem Schreibstil der Autorin nicht warm geworden. Geschrieben aus der Sicht des Gärtners fehlt mir vieles vom Hintergrund der Protagonisten. Anderen mag das gefallen, mir nicht.

    1. Jan. 2025

  • beajayy
    beajayy

    433 Follower

    3,5

    Rodoredas “Der Garten über dem Meer” ist ein atmosphärischer, aber langsam erzählter Roman über verborgene Geheimnisse eines Sommerhauses. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten fesselt die Geschichte durch ihre subtile Spannung und die neutrale Perspektive des Gärtner-Erzählers.

    Mercè Rodoreda, eine der bedeutendsten katalanischen Autorinnen, entführt in ihrem Roman “Der Garten über dem Meer” in die schillernde Welt der 1920er Jahre an der spanischen Küste. Eine Geschichte voller Geheimnisse. Die Handlung dreht sich um ein junges, wohlhabendes Ehepaar, Rosamaria und Francesc, die eine Villa mit einem wunderschönen Garten am Meer erwerben. Ihre Geschichte wird aus der Perspektive des namenlosen Gärtners erzählt, der als stiller Beobachter fungiert. Als ich “Der Garten über dem Meer” von Mercè Rodoreda aufschlug, war ich voller Erwartungen. Der Titel versprach eine idyllische Geschichte, doch schon nach wenigen Seiten fand ich mich zunächst in einer Erzählung wieder, die sich als durchaus herausfordernd erwies. Ehrlich gesagt, fiel mir der Einstieg in den Roman recht schwer. Die neutrale Erzählweise des Gärtners schuf eine gewisse Distanz, die es mir anfangs erschwerte, mich mit den Charakteren zu identifizieren. Ich fühlte mich oft wie ein Außenstehender, der durch ein Fenster in das Leben der Protagonisten blickt, ohne wirklich Teil davon zu sein. An manchen Stellen empfand ich das Buch als langatmig. Die detaillierten Beschreibungen des Gartens und die scheinbar belanglosen Alltagsszenen forderten meine Geduld heraus. Ich ertappte mich dabei, wie ich Seiten überflog, in der Hoffnung, auf spannendere Passagen zu stoßen. Trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten entwickelte die Geschichte nach und nach einen subtilen Sog. Im Laufe der Geschichte entfaltet sich ein Netz aus komplexen Beziehungen und verborgenen Wahrheiten. Die Ehe von Rosamaria und Francesc wird auf die Probe gestellt, während die Vergangenheit in Form von Eugeni, Rosamarias Jugendliebe, wieder auftaucht. Diese Verstrickungen erzeugen eine subtile Spannung, die mich trotz gelegentlicher Längen weiterlesen ließ. Was mich trotz aller Herausforderungen fesselte, war die Atmosphäre, die Rodoreda erschuf. Die Beschreibungen des Meeres und des Gartens waren so lebendig, dass ich die salzige Luft fast riechen und die Sommerhitze spüren konnte. Ein Zitat, das diese Stimmung einfängt: “Das Meer war ruhig, fast bewegungslos, und spiegelte den Himmel wider wie ein riesiger, blauer Spiegel”. Rückblickend bin ich froh, durchgehalten zu haben. “Der Garten über dem Meer” ist kein Roman, den man nebenbei liest. Er fordert Geduld und Aufmerksamkeit. Die langsame Enthüllung der Charaktere und ihrer Geheimnisse hat mich letztendlich belohnt. Obwohl ich nicht behaupten kann, dass es ein einfaches oder durchweg unterhaltsames Leseerlebnis war, hat mich das Buch zum Nachdenken angeregt. Es hat mir gezeigt, dass manchmal die subtilen, unausgesprochenen Dinge die wichtigsten sind. “Der Garten über dem Meer” ist kein leichter Roman, aber einer, der zum Nachdenken anregt. Rodoredas Stil ist zurückhaltend und andeutend, was des Öfteren zu Langatmigkeit führt, aber auch Raum für eigene Interpretationen lässt. Die Geschichte entfaltet sich langsam, gewinnt aber an Tiefe, je weiter man liest. Obwohl ich anfangs Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte einzutauchen, entwickelte sich im Laufe des Romans ein gewisser Sog. Die neutrale Erzählweise des Gärtners mag zwar eine emotionale Distanz schaffen, erlaubt aber auch einen unvoreingenommenen Blick auf die Geschehnisse. Für Leser, die bereit sind, sich auf einen anspruchsvollen, atmosphärischen Roman einzulassen, kann ich “Der Garten über dem Meer” empfehlen. Es ist ein Buch, das seine Schönheit langsam entfaltet und einen noch lange nach dem Lesen beschäftigt.

    15. Okt. 2024

  • chulia
    chulia

    385 Follower

    3,5

    muss es im sommerurlaub nochmal lesen, bevorzugt am meer! dann checke ich die character vielleicht auch bisschen mehr 💫

    muss es im sommerurlaub nochmal lesen, bevorzugt am meer! dann checke ich die character vielleicht auch bisschen mehr 💫

    24. März 2024

3 von 9 Rezensionen

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