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Der Tod des Iwan Iljitsch

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Über das Buch

Iwan Iljitsch lebt ein unbeschwertes Leben, das „das einfachste und gewöhnlichste und daher schrecklichste“ ist. Wie jeder, den er kennt, verbringt er sein Leben damit, die soziale Leiter zu erklimmen. Durch harte Arbeit wird er zum Richter ernannt. Als er eines Tages zuhause Vorhänge aufhängt, fällt er unglücklich und verletzt sich an der Seite. Bald ist der Schmerz so stark, dass er gezwungen ist, seine Arbeit einzustellen und den Rest seiner Tage im Bett zu verbringen. Hier wird er mit seiner Sterblichkeit konfrontiert. Während des langen und schmerzhaften Prozesses des Sterbens bleibt Ivan bei dem Gedanken, dass er sein Leiden nicht verdient hat, weil er richtig gelebt hat. Hätte er nicht ein gutes Leben gelebt, könnte es einen Grund für seinen Schmerz geben; aber er hat ihn, also müssen Schmerz und Tod willkürlich und sinnlos sein. Ivan beginnt sich zu fragen, ob er tatsächlich ein gutes Leben geführt hat.

Editionen (13)

ISBN9783863523824
VerlagHierax Medien
Erscheinungsdatum30.06.20

Rezensionen & Bewertungen

254 Bewertungen

34 Rezensionen

3,9

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  • _martin_kopp_
    _martin_kopp_

    285 Follower

    4,0

    Depressiver Inhalt wunderbar verpackt.

    Leo Tolstoi, inspiriert durch die dunkle Zeit seiner Sinneskrise nach „Krieg und Frieden“, stellt die Frage nach dem Lebenssinn und was ein anständiges, lebenswertes Leben ist. Der Protagonist Iwan ist ein durchschnittlicher Mensch, mit einer durchschnittlichen Karriere und einer durchschnittlichen Familie. Die Menschen in seinem Umfeld behandelt er nur selten gut. Dieser Mensch erkrankt schwer und auf seinem Leidensweg steigert er sich seelisch in die ewige Frage nach dem Sinn und die immer im Kreis gehende Reflexion seines Lebens. Er grübelt und grübelt und grü…. bis er stirbt. Thats the whole point. Und es ist harter Tobak. Denn die ewigen Gedanken, ob es denn der Blinddarm oder die Niere ist, ob er sterben wird oder genesen, zieht einen ziemlich runter und man bekommt ein Bild davon, wie sich wohl Hypochonder fühlen. Sprachlich klar, teils ironisch und doch sehr elegant, behandelt Tolstoi die Angst vor dem Tod mit grossen Worten. Lesenswert und ein guter Einstieg in die russische Literatur.

    Depressiver Inhalt wunderbar verpackt.

    5. Feb. 2026

  • steffialy
    steffialy

    24 Follower

    5,0

    Hart und sehr emotional!

    Das war mein erstes Buch von Tolstoi. Ein sehr kurzes, aber dafür sehr emotionales und intensives Buch. Es wird aus der Perspektive eines Sterbenden erzählt. Eine Perspektive die man viel zu selten hört und die viel Schmerz bereithält. Das Buch wechselt wirklich schnell von einem positiven Gefühl zu den Todesängsten. Vielleicht auch bedingt durch die Kürze - macht die Geschichte somit aber noch intensiver. Sollte man also definitiv gelesen haben!

    6. Feb. 2026

  • heibi
    heibi

    191 Follower

    5,0

    Für mich ein sehr guter, sehr kurzer Klassiker. Der Text beruht auf einer wahren Bekanntschaft Tolstois und zwar kannte er den Staatsanwalt Iwan Iljitsch Metschnikow. Dieser starb im Alter von 45 Jahren. Und durch Tolstois Schwägerin erfuhr er von den Gedanken und Gesprächen, die dessen Witwe mit dem Todgeweihten hatte. Dies inspirierte ihn zu dieser Novelle. Diese ist auch heute noch sehr aktuell. Was bleibt am Ende, wenn man ein unaufgeregtes, anständiges Leben führte? Wenn man letztlich erkennt, dass man gesellschaftliche Erwartungen und Pflichten erfüllte, aber sich selbst dabei verloren hat….. Welche Gedanken treibt den Sterbenden um? Wie nimmt er seine Umgebung und seine Umgebung ihn wahr? Mich regt dieses Buch ungemein zum Nachdenken an, da man zwischen Alltag und Pflichterfüllung leider oftmals die wirklich wichtigen Gedanken beiseite schiebt…..

    29. Dez. 2024

3 von 34 Rezensionen

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