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Der Tod des Iwan Iljitsch

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Über das Buch

Auf dem Sterbebett schaut der schwerkranke Richter Iwan Iljitsch zurück auf sein Leben – mit bitteren Erkenntnissen: Sein Beruf bedeutet ihm nichts, seine Frau und er haben sich auseinandergelebt, all die Vergnügungen mit seinen Freunden erscheinen ihm im Nachhinein als vertane Zeit. Kurz: Er wünschte, er hätte anders gelebt. Isoliert von seiner Familie leidet Iwan psychische und physische Qualen, denen seine Ärzte völlig hilflos gegenüberstehen. Tolstois Erzählung über den Todeskampf eines desillusionierten Mannes wird vorgetragen von Gert Westphal, dessen Erzählkunst die große Intimität und Sprachgewalt des Textes noch intensiviert. Ungekürzte Lesung mit Gert Westphal 1 mp3-CD | ca. 2 h 20 min

Editionen (13)

ISBN9783742400406
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum10.03.17

Rezensionen & Bewertungen

254 Bewertungen

34 Rezensionen

3,9

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  • _martin_kopp_
    _martin_kopp_

    285 Follower

    4,0

    Depressiver Inhalt wunderbar verpackt.

    Leo Tolstoi, inspiriert durch die dunkle Zeit seiner Sinneskrise nach „Krieg und Frieden“, stellt die Frage nach dem Lebenssinn und was ein anständiges, lebenswertes Leben ist. Der Protagonist Iwan ist ein durchschnittlicher Mensch, mit einer durchschnittlichen Karriere und einer durchschnittlichen Familie. Die Menschen in seinem Umfeld behandelt er nur selten gut. Dieser Mensch erkrankt schwer und auf seinem Leidensweg steigert er sich seelisch in die ewige Frage nach dem Sinn und die immer im Kreis gehende Reflexion seines Lebens. Er grübelt und grübelt und grü…. bis er stirbt. Thats the whole point. Und es ist harter Tobak. Denn die ewigen Gedanken, ob es denn der Blinddarm oder die Niere ist, ob er sterben wird oder genesen, zieht einen ziemlich runter und man bekommt ein Bild davon, wie sich wohl Hypochonder fühlen. Sprachlich klar, teils ironisch und doch sehr elegant, behandelt Tolstoi die Angst vor dem Tod mit grossen Worten. Lesenswert und ein guter Einstieg in die russische Literatur.

    Depressiver Inhalt wunderbar verpackt.

    5. Feb. 2026

  • steffialy
    steffialy

    24 Follower

    5,0

    Hart und sehr emotional!

    Das war mein erstes Buch von Tolstoi. Ein sehr kurzes, aber dafür sehr emotionales und intensives Buch. Es wird aus der Perspektive eines Sterbenden erzählt. Eine Perspektive die man viel zu selten hört und die viel Schmerz bereithält. Das Buch wechselt wirklich schnell von einem positiven Gefühl zu den Todesängsten. Vielleicht auch bedingt durch die Kürze - macht die Geschichte somit aber noch intensiver. Sollte man also definitiv gelesen haben!

    6. Feb. 2026

  • heibi
    heibi

    191 Follower

    5,0

    Für mich ein sehr guter, sehr kurzer Klassiker. Der Text beruht auf einer wahren Bekanntschaft Tolstois und zwar kannte er den Staatsanwalt Iwan Iljitsch Metschnikow. Dieser starb im Alter von 45 Jahren. Und durch Tolstois Schwägerin erfuhr er von den Gedanken und Gesprächen, die dessen Witwe mit dem Todgeweihten hatte. Dies inspirierte ihn zu dieser Novelle. Diese ist auch heute noch sehr aktuell. Was bleibt am Ende, wenn man ein unaufgeregtes, anständiges Leben führte? Wenn man letztlich erkennt, dass man gesellschaftliche Erwartungen und Pflichten erfüllte, aber sich selbst dabei verloren hat….. Welche Gedanken treibt den Sterbenden um? Wie nimmt er seine Umgebung und seine Umgebung ihn wahr? Mich regt dieses Buch ungemein zum Nachdenken an, da man zwischen Alltag und Pflichterfüllung leider oftmals die wirklich wichtigen Gedanken beiseite schiebt…..

    29. Dez. 2024

3 von 34 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Leo Tolstoi

Leo Tolstoi, geboren 1828, entstammt einem russischen Adelsgeschlecht. Ab 1851 leistete er seinen Militärdienst als Teil der zaristischen Armee im Kaukasuskrieg. Bereits durch seine danach veröffentlichten Kriegsberichte erlangte er Bekanntheit als Schriftsteller. Seine Hauptwerke »Krieg und Frieden« und »Anna Karenina« entstanden in den 60er- und 70er-Jahren des 19. Jahrhunderts. 1910 starb Tolstoi infolge einer Lungenentzündung.

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