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Lyrik & Dramen

Die Blumen des Bösen

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Über das Buch

„Die Blumen des Bösen“ ist der wohl am weitesten verbreitete und einflussreichste moderne Gedichtband überhaupt. Mit Baudelaires revolutionären Gedichten beginnt die literarische Moderne in Europa. Als Baudelaires einziger Gedichtband 1857 erschien, war das Echo gewaltig. Vor allem bei der Staatsanwaltschaft. Baudelaire wurde wegen Gotteslästerung sowie Beleidigung der guten Sitten und der öffentlichen Moral (wie auch Flaubert kurz zuvor wegen Madame Bovary) angeklagt, Dichter und Verleger erhielten hohe Geldstrafen. Sechs Gedichte kamen auf den Index und mussten in der nächsten Auflage entfernt werden (offiziell aufgehoben wurde dieses Urteil erst 1949). Flammende Zustimmung kam dagegen vom Schriftstellerkollegen Victor Hugo: „Ihre Blumen des Bösen strahlen und funkeln wie Sterne. Machen Sie weiter so. Ich rufe Ihrem energischen Geist mit aller Kraft ein Bravo zu.“ Auch das zeitgenössische Lesepublikum staunte über den radikal neuen Ton, den Baudelaire anschlug. Hier besang kein Schöngeist mit edlen Versen romantische Gefühle, hier lenkte ein genauer Beobachter seinen Blick auf eine Gesellschaft im dramatischen Wandel, auf das Kranke, die Unterwelt, die Ausgestoßenen und auf die Nachtseiten der menschlichen Natur. Die kunstvollen Gedichte der „Blumen des Bösen“ wurden innerhalb kürzester Zeit zu einem wahren Bestseller und sind längst eines der am weitesten verbreiteten und einflussreichsten Lyrikbücher überhaupt - in Frankreich, und wenig später auch im übrigen Europa. 140 Übersetzer haben sich allein in Deutschland an einer gelungenen Übertragung versucht. Für viele haben Baudelaires Verse in der Fassung von Stefan George aus dem Jahr 1901 ihre würdigste deutsche Entsprechung gefunden.

Editionen (27)

ISBN9783861509363
VerlagZweitausendeins
Erscheinungsdatum17.02.15
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

43 Bewertungen

9 Rezensionen

3,6

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  • missesther
    missesther

    84 Follower

    3,0

    Schwermütig. Finster. Tief. Nicht leicht zugänglich.

    Ich bin zwar ein Lyrik-Fan, die Blumen des Bösen sind jedoch eine echte Herausforderung. Das mag allerdings auch an der Übersetzung liegen, die schon in die Jahre gekommen ist. Die Schönheit und Kunstfertigkeit sind deutlich zu erkennen, andererseits verstehe ich auch gut, warum dieses Werk damals wie heute polarisiert. Manchmal tief und manchmal platt. Manchmal mutig und manchmal kurzsichtig. Manchmal schön und manchmal abstoßend. Manchmal beeindruckend manchmal misslungen.

    17. Feb. 2026

  • eden
    eden

    15 Follower

    3,0

    Tod der ArmenEs ist der Tod, der Trost und Leben schenkt;Er ist das Ziel, das einzig Hoffnung macht,Ein Elixier, das uns berauschend tränkt,Und Mut gibt, durchzuhalten bis zur Nacht,Durch Sturm und Schnee ist er das schwache Licht,Für uns am dunklen Horizont entzündet;Ist jene Bleibe, die das Buch verspricht,wo man zur Rast ein Mahl und Schlummer findet,Ein Engel, dessen Finger lockend zeigenDen Schlaf und Träume, die uns übersteigen;Armen und Nackten er ein Bett bereitet;Der Götter Ruhm, der Speicher, der nie leer,Der Armen Beutel, Heimat von jeher,Das Tor, das uns zu fremden Himmeln leitet!________________________________________La Mort des PauvresC'est la Mort qui console, hélas! et qui fait vivre;C'est le but de la vie - et c'est le seul espoirQui, comme un élixir, nous monte et nous enivre,Et nous donne le coeur de marcher jusqu'au soir;A travers la tempête, et la neige, et le givre,C'est la clarté vibrante à notre horizon noirC'est l'auberge fameuse inscrite sur le livre,Où l'on pourra manger, et dormir, et s'asseoir;C'est un Ange qui tient dans ses doigts magnétiquesLe sommeil et le don des rêves extatiques,Et qui refait le lit des gens pauvres et nus;C'est la gloire des Dieux, c'est le grenier mystique,C'est la bourse du pauvre et sa patrie antique,C'est le portique ouvert sur les Cieux inconnus!

    9. Mai 2026

  • bastiliest
    bastiliest

    60 Follower

    4,0

    Es war sehr interessant die Gedichte sind teilweise sehr düster aber schön sind sie eigentlich alle

    20. Dez. 2024

3 von 9 Rezensionen

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