
156 Follower
Ich mag Murakami, aber hier hatte ich manchmal Schwierigkeiten den Faden nicht zu verlieren.
25. Apr. 2025
Ich mag Murakami, aber hier hatte ich manchmal Schwierigkeiten den Faden nicht zu verlieren.
25. Apr. 2025
Blick ins Buch
Was als wilde Jagd endet, beginnt ganz einfach: mit einem Brief, in dem das Foto eines Schafes steckt. Er ist adressiert an einen müden Endzwanziger, der als Mitinhaber einer Tokioter Werbeagentur in einem Nebel aus Zigaretten und Alkohol lebt: Nur ein Abenteuer kann einen Ausweg aus seiner Langeweile bieten – die Wilde Schafsjagd beginnt. Haruki Murakamis Bestseller um ein Schaf mit übernatürlichen Kräften, ein Teilzeit-Callgirl mit den schönsten Ohren der Welt und einen Kriegsverbrecher mit Gehirntumor ist ein meisterhafter Detektivroman, in dem Realität und Fantasie zu einem virtuosen Abenteuer verschmelzen.
Zusammen mit Wenn der Wind singt und Pinball 1973 bildet dieser Roman Murakamis "Trilogie der Ratte" - gelesen von David Nathan.
146 Bewertungen
16 Rezensionen
3,9
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25. Apr. 2025
25. Apr. 2025

244 Follower
Meiner Meinung nach ist wilde Schafjagd, eins von Murakami schwierigeren Büchern in Bezug darauf zu verstehen, was man eigentlich liest. Es hat auch einen stark philosophischen Charakter. Ein namenloser Hauptakteur wird beauftragt ein ganz besonderes Schaf zu finden und dafür hat er nur ein Bild. Er muss anhand vom Hintergrund den Standort feststellen und auf dem Weg dieses Schaf zu finden gerät er in eine Konfrontation mit sich selbst und trifft auf eine Art Schafmann, halb Mensch halb Schaf, was einen äußerst symbolischen Charakter hat, den es im Buch zu entschlüsseln gilt. Murakami lässt hier außerordentlich viel offen und gibt dem Leser sehr viel Raum zu Eigener Interpretation, was die ganze Sache noch spannender macht. Wilde Schafsjagd ist auf jeden Fall kein Buch, was man einfach nur überlesen sollte, sondern eines, was man wirklich versuchen sollte, aufzunehmen.
28. März 2026
Meiner Meinung nach ist wilde Schafjagd, eins von Murakami schwierigeren Büchern in Bezug darauf zu verstehen, was man eigentlich liest. Es hat auch einen stark philosophischen Charakter. Ein namenloser Hauptakteur wird beauftragt ein ganz besonderes Schaf zu finden und dafür hat er nur ein Bild. Er muss anhand vom Hintergrund den Standort feststellen und auf dem Weg dieses Schaf zu finden gerät er in eine Konfrontation mit sich selbst und trifft auf eine Art Schafmann, halb Mensch halb Schaf, was einen äußerst symbolischen Charakter hat, den es im Buch zu entschlüsseln gilt. Murakami lässt hier außerordentlich viel offen und gibt dem Leser sehr viel Raum zu Eigener Interpretation, was die ganze Sache noch spannender macht. Wilde Schafsjagd ist auf jeden Fall kein Buch, was man einfach nur überlesen sollte, sondern eines, was man wirklich versuchen sollte, aufzunehmen.
28. März 2026

50 Follower
Innerhalb der Ratte-Trilogie fühlt sich Wilde Schafsjagd ganz klar wie der Punkt an, an dem Murakami endgültig zu seinem „echten“ Stil gefunden hat. Die typische melancholische, entrückte Atmosphäre, dieses seltsame Gleichgewicht aus Alltäglichkeit und Absurdität — hier wirkt alles zum ersten Mal komplett ausgereift. Genau das hat mir extrem gut gefallen. Den halben Stern Abzug gibt’s für die phasenweise Längen: Murakami verliert sich stellenweise sehr in ausgeschmückten Passagen, die zwar atmosphärisch sind, aber den Erzählfluss etwas ausbremsen. Und ein vielleicht ungewöhnlicher Vergleich: Manche Dialoge haben mich ein bisschen an moderne Tarantino-Filme erinnert — nicht wegen Tempo oder Gewalt, sondern wegen dieser eigenartig beiläufigen Gespräche, die oft erst nebensächlich wirken, dabei aber enorm viel Stimmung, Charakter und unterschwellige Spannung transportieren. Als Abschluss der Ratte-Trilogie hat sich das Buch für mich aber absolut gelohnt — gerade weil man hier nicht nur eine Geschichte beendet, sondern auch miterlebt, wie aus dem frühen Murakami endgültig der Autor wird, den man heute mit seinem Namen verbindet. Umso schöner, dass mit Tanz mit dem Schafsmann quasi noch eine Fortsetzung wartet — auf die ich mich nach diesem Buch jetzt umso mehr freue.

19. Mai 2026
Innerhalb der Ratte-Trilogie fühlt sich Wilde Schafsjagd ganz klar wie der Punkt an, an dem Murakami endgültig zu seinem „echten“ Stil gefunden hat. Die typische melancholische, entrückte Atmosphäre, dieses seltsame Gleichgewicht aus Alltäglichkeit und Absurdität — hier wirkt alles zum ersten Mal komplett ausgereift. Genau das hat mir extrem gut gefallen. Den halben Stern Abzug gibt’s für die phasenweise Längen: Murakami verliert sich stellenweise sehr in ausgeschmückten Passagen, die zwar atmosphärisch sind, aber den Erzählfluss etwas ausbremsen. Und ein vielleicht ungewöhnlicher Vergleich: Manche Dialoge haben mich ein bisschen an moderne Tarantino-Filme erinnert — nicht wegen Tempo oder Gewalt, sondern wegen dieser eigenartig beiläufigen Gespräche, die oft erst nebensächlich wirken, dabei aber enorm viel Stimmung, Charakter und unterschwellige Spannung transportieren. Als Abschluss der Ratte-Trilogie hat sich das Buch für mich aber absolut gelohnt — gerade weil man hier nicht nur eine Geschichte beendet, sondern auch miterlebt, wie aus dem frühen Murakami endgültig der Autor wird, den man heute mit seinem Namen verbindet. Umso schöner, dass mit Tanz mit dem Schafsmann quasi noch eine Fortsetzung wartet — auf die ich mich nach diesem Buch jetzt umso mehr freue.
19. Mai 2026

3 von 16 Rezensionen
Autorin / Autor
Haruki Murakami, 1949 in Kyoto geboren, lebte über längere Zeit in den USA und in Europa und ist der gefeierte und mit höchsten Literaturpreisen ausgezeichnete Autor zahlreicher Romane und Erzählungen. Sein Roman »Gefährliche Geliebte« entzweite das Literarische Quartett, mit »Mister Aufziehvogel« schrieb er das Kultbuch seiner Generation und »Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki« brachen in Japan alle Verkaufsrekorde. Auch in Deutschland standen die Titel an der Spitze der Bestsellerliste.
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