Blick ins Buch

Wilde Schafsjagd

3,9(146)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Editionen (6)

ISBN9783518392386
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum14.05.04

Rezensionen & Bewertungen

146 Bewertungen

16 Rezensionen

3,9

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  • julia_bhrmnn
    julia_bhrmnn

    156 Follower

    3,0

    Ich mag Murakami, aber hier hatte ich manchmal Schwierigkeiten den Faden nicht zu verlieren.

    25. Apr. 2025

  • karandi
    karandi

    244 Follower

    5,0

    Hier muss man zwischen den Zeilen lesen.

    Meiner Meinung nach ist wilde Schafjagd, eins von Murakami schwierigeren Büchern in Bezug darauf zu verstehen, was man eigentlich liest. Es hat auch einen stark philosophischen Charakter. Ein namenloser Hauptakteur wird beauftragt ein ganz besonderes Schaf zu finden und dafür hat er nur ein Bild. Er muss anhand vom Hintergrund den Standort feststellen und auf dem Weg dieses Schaf zu finden gerät er in eine Konfrontation mit sich selbst und trifft auf eine Art Schafmann, halb Mensch halb Schaf, was einen äußerst symbolischen Charakter hat, den es im Buch zu entschlüsseln gilt. Murakami lässt hier außerordentlich viel offen und gibt dem Leser sehr viel Raum zu Eigener Interpretation, was die ganze Sache noch spannender macht. Wilde Schafsjagd ist auf jeden Fall kein Buch, was man einfach nur überlesen sollte, sondern eines, was man wirklich versuchen sollte, aufzunehmen.

    28. März 2026

  • ropex
    ropex

    50 Follower

    4,5

    Schöner Abschluss der Ratte-Trilogie, in der Murakami zu seinem eigenen Stil findet

    Innerhalb der Ratte-Trilogie fühlt sich Wilde Schafsjagd ganz klar wie der Punkt an, an dem Murakami endgültig zu seinem „echten“ Stil gefunden hat. Die typische melancholische, entrückte Atmosphäre, dieses seltsame Gleichgewicht aus Alltäglichkeit und Absurdität — hier wirkt alles zum ersten Mal komplett ausgereift. Genau das hat mir extrem gut gefallen. Den halben Stern Abzug gibt’s für die phasenweise Längen: Murakami verliert sich stellenweise sehr in ausgeschmückten Passagen, die zwar atmosphärisch sind, aber den Erzählfluss etwas ausbremsen. Und ein vielleicht ungewöhnlicher Vergleich: Manche Dialoge haben mich ein bisschen an moderne Tarantino-Filme erinnert — nicht wegen Tempo oder Gewalt, sondern wegen dieser eigenartig beiläufigen Gespräche, die oft erst nebensächlich wirken, dabei aber enorm viel Stimmung, Charakter und unterschwellige Spannung transportieren. Als Abschluss der Ratte-Trilogie hat sich das Buch für mich aber absolut gelohnt — gerade weil man hier nicht nur eine Geschichte beendet, sondern auch miterlebt, wie aus dem frühen Murakami endgültig der Autor wird, den man heute mit seinem Namen verbindet. Umso schöner, dass mit Tanz mit dem Schafsmann quasi noch eine Fortsetzung wartet — auf die ich mich nach diesem Buch jetzt umso mehr freue.

    Schöner Abschluss der Ratte-Trilogie, in der Murakami zu seinem eigenen Stil findet

    19. Mai 2026

3 von 16 Rezensionen

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