Blick ins Buch

Romane

Da wo sonst das Gehirn ist

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Über das Buch

Auf der Suche nach dem, was man Familie nennt: ein schwindelerregend komischer Roman von Sebastian Stuertz

Hamburg, Sommer 2019. Alina ist neu an ihrer Schule und gleich der coole Nerd, denn sie hat eine eigene App programmiert: ein Mini-Social-Network nur für die 13. Klasse. Hätte ein perfekter Einstieg sein können – wäre ihre Mutter nicht gleich nach dem ersten Elternabend mit Herrn Carstensen im Bett gelandet, dem Vater des idiotischen Klassensprechers Corvin. Noch blöder, dass Alina und ihre Mutter kurz darauf aus ihrer WG fliegen. Bei Dad ist kein Platz, der hat noch drei andere Kinder und keine Lust, sich auch noch um Alina zu kümmern.

Also muss sie mit Mama bei den Carstensens einziehen, was vollkommener Irrsinn ist: Corvin sammelt Spinnen und Riesentausendfüßler, seine Schwester Nina ist eine berühmte Bloggerin und Vater Urs hütet ein dunkles Geheimnis, das bald schon alles auf den Kopf stellen wird ...

Ungekürzte Lesung mit Leonie Landa, Johannes Steck
8h 46min

Editionen (3)

ISBN9783844546521
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum05.09.22

Rezensionen & Bewertungen

40 Bewertungen

5 Rezensionen

3,9

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  • didey
    didey

    14 Follower

    5,0

    sehr unterhaltsam 😄

    … und zugleich crazy! 😵‍💫 definitiv aber eine Leseempfehlung!

    13. Juli 2025

  • literaturentochter
    literaturentochter

    203 Follower

    5,0

    Die Siebzehnjährige Alina Beinert musste kurz vor dem Abi nochmals die Schule wechseln und hat für die Zeit während des letzten Schuljahres ein ganz konkretes Motto: „Unsichtbar durchs letzte Jahr“ (S. 24). Ob das klappen wird? Spoiler: Natürlich nicht! Auf 352 Seiten erlebt Alina in ihrem nahen Umfeld, bestehend aus Patchworkfamilie, Freundeskreis und Arbeitskontakten eine ganze Menge. Und diese ganze Menge ist so abwechslungsreich wie die Jugend selbst. Stuertz schreibt authentisch über die Lebens- und Gefühlswelt einer neugierigen Jugendlichen, die nicht nur eine gleichaltrige Leserschaft abholen kann, sondern auch mich. Was mir an dem Buch besonders gefällt ist die Dichte der Ereignisse und die Entwicklung der Protagonistin. Eng an eng reihen sich die Erlebnisse von Alina, sie ist immer auf Achse und trotzdem findet der Autor Raum für traurige Momente und das Erleben von Schmerz und Enttäuschung. Dabei kommt der Humor niemals zu kurz. Wie auch in den anderen Werken „Das eiserne Herz des Charlie Berg“ und „Ruslan aus Marzahn“ kommt es bei „Da wo sonst das Gehirn ist“ zu irre witzigen und skurrilen Momenten, wie sie einfach nur Stuertz beschreiben kann. Ein herausragendes Buch, welches mir sehr viel Lesespaß bereitet hat und über das ich auch im Nachgang noch sehr schmunzeln musste.

    13. Nov. 2022

  • buechermuddi
    buechermuddi

    66 Follower

    4,0

    Alina, 17, Computer-Nerd ist die Neue in ihrer Klasse und lebt mit ihrer Mutter, die Clownin ist, in einer WG zur Untermiete. Während Alina in der Schule eine anonyme social-media App als Projektarbeit entwickelt, die langsam aber sicher aus dem Ruder läuft, hat ihr Privatleben die Spur längst verlassen. Weil sie aus der WG fliegen und ihre Mutter sich mit dem schrägen Vater des Klassen-Opfers zusammentut, muss Alina jetzt ebenfalls dort einziehen und kann ihr Pech kaum fassen. Dieses Buch ist so cool, so krank und so abgedreht, dass es sich nur schwer in ein paar Worten zusammenfassen lässt. Mir hat sehr gut gefallen, dass Alina in einer Jugendsprache schreibt, die an keiner Stelle übertrieben, merkwürdig oder unpassend klingt. Der Perspektivwechsel in der Mitte hat mich sehr begeistert, weil es so krass anders ist als der erste Teil. So roh und hart, dass einem das Lachen teilweise im Hals stecken bleibt. Das Ende kommt mit einem Knall, der es in sich hat - ich fand es anders, aber ganz großartig!

    28. Jan. 2024

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Sebastian Stuertz

Sebastian Stuertz, geboren 1974 und aufgewachsen am Steinhuder Meer, war jahrelang Musiker mit überschaubarem Erfolg, bevor er sich dem Schreiben widmete. Er animiert Grafiken für Film und TV und arbeitet als Dozent für Motion Design. Seit Beginn des Jahrtausends lebt er mit seiner Familie in Hamburg. Sein Debütroman von 2020, »Das eiserne Herz des Charlie Berg«, wurde mit dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet und war Finalist beim Klaus-Michael Kühne-Preis. 2021 erschien die Audio-Miniserie »Ruslan aus Marzahn«, nominiert für den Deutschen Hörbuchpreis.

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