Blick ins Buch

Romane

Die schwedischen Gummistiefel

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Über das Buch

Henning Mankells letzter Roman: Zeit des Abschieds

In jener Herbstnacht wecken Fredrik Welin lodernde Flammen. Nichts von seinem alten, abgelegenen Haus auf der Schäreninsel, nichts von seinem bisherigen Leben ist zu retten. Die Polizei mutmaßt Brandstiftung. Und plötzlich sieht sich Welin nicht nur mit dem Verdacht des Versicherungsbetrugs konfrontiert, er muss sich auch der Frage stellen, ob es mit beinahe siebzig Jahren überhaupt noch möglich ist, neu anzufangen. Oder ist bereits die Zeit des Abschieds angebrochen?

Gelesen von "Tatort"-Kommissar Axel Milberg, der deutschen Stimme von Henning Mankell.

(1 mp3-CD, Laufzeit: 10h 31)

Editionen (6)

ISBN9783844523492
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum22.08.16

Rezensionen & Bewertungen

27 Bewertungen

8 Rezensionen

3,4

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  • hansdampf
    hansdampf

    199 Follower

    4,0

    Inselroman Dies ist das letzte Buch, das der Autor Henning Mankell schrieb, eine Fortsetzung des Bandes "Die italienischen Schuhe" . Gleich auf den ersten Seiten brennt das Haus des zurückgezogen im Ruhestand lebenden Arztes ab, er kann sich mit Mühe und Not retten. Ihm bleibt nur ein Paar ungleiche Gummistiefel. In der Folge schlägt er sich mit seiner spätpubertierenden 40-jährigen Tochter und mit einer ungleichen Liebe herum. Die Beschreibung der ursprünglichen Landschaft und der knorrigen Charaktere sind schon wie im Vorgängerband wunderbar. Man kann sich die Einsamkeit auf den Schäreninseln, wenn rundum das Meer zufriert, sehr gut vorstellen. Viel passiert nicht. Ein lesenswerter Abgesang

    14. Apr. 2026

  • marita
    marita

    87 Follower

    3,0

    Endzeit

    Der 2. Teil der Serie erzählt vom Chirurgen a.D., der ein einsames Leben auf einer Insel lebt. Plötzlich steht er fast vor dem Nichts, als sein Haus bis auf die Grundmauern niederbrennt. Auch seine Tochter steckt plötzlich h in Schwierigkeiten. Kann er den wenigen Menschen in seiner Umgebung noch trauen ?

    24. Apr. 2025

  • maya39
    maya39

    44 Follower

    4,0

    Ein siebzigjähriger einsamer Mann, durch eine Katastrophe gezwungen von vorne anzufangen und die Eigentümlichkeiten von Menschen, ihren Beziehungen und der Angst vor dem Tod.

    In diesem, für sich alleinstehenden Folgeroman von "Die italienischen Schuhe" wird der Arzt Fredrik Wellin in seinen fortgeschrittenen Jahren vom Leben abermals herausgefordert. Alle seine Besitztümer werden vom Feuer verschlungen. Niedergeschlagen, hoffnungslos und vor dem Nichts stehend sieht er sich gezwungen den Tatsachen ins Auge zu sehen und sich ein neues Leben aufzubauen. Die wenigen Freunde die er draussen auf seiner einsamen Schäre seine eigenen nennt, sind alle mindestens so eigentümlich wie der Proragonist selber. Immer wieder überraschen sie mit liebenswürdigen, aber auch stoischen und eigentümlichen Charakterzügen. Manche Konservation im Buch mutete daher doch als etwas zu seltsam an, was mich ab und zu störte. Ohne Scheu führt uns der Autor, vorallem anhand des Hauptprotagonisten, die Menschlichkeit in uns allen vor Augen; von kleinen Unzulänglichkeiten bis hin zu unerhörten, bösartigen Gedanken, aber auch Wohlwollen und das Bedürfnis nach Austausch, Freundschaft und Anerkennung. Und wenn auch für mich die Erzählungen Wellins ab und an etwas uninteressant dahinplätscherten, fühlte, litt und freute ich mich mit dem alten Mann ehrlich und wahrhaftig mit. Wie ein Phönix aus der Asche schien Fredrik am Schluss des Buches aus sich selbst heraus gewachsen zu sein. Die Auflösung darüber, warum sein Haus niederbrannte, und dadurch das Ereignis, das der Geschichte einen Rahmen gibt, klärt sich erst ganz am Ende des Buches. Somit hielt sich bis zuletzt die Spannung. Insgesamt jedoch hatte mir der vorangehende Roman "die italienischen Schuhe" etwas besser gefallen.

    21. Apr. 2025

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Henning Mankell

HENNING MANKELL wurde 1948 in Stockholm geboren und wuchs im schwedischen Härjedalen auf. Schon im Alter von 17 Jahren ging er an das Riks Theater und arbeitete bereits ab 1968 als Regisseur und Autor. Mit einer Reise nach Afrika erfüllte er sich 1972 einen Kindheitswunsch. Die Faszination für dieses Land ließ Henning Mankell auch in seiner schwedischen Heimat nicht mehr los. Seit 1990 widmete er sich den Fällen des Kommissar Wallander, die mittlerweile in 15 Sprachen übersetzt wurden und auch in Fernsehen und Kino weltweit erfolgreich sind. Der vielbeschäftigte Schriftsteller, Drehbuchautor und Intendant leitete seit 1996 das Teatro Avenida in Maputo. 2015 verstarb Henning Mankell im Alter von 67 Jahren.

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