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Romane

Die toten Seelen

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Über das Buch

Nikolai W. Gogol: Die toten Seelen oder Tschitschikows Abenteuer Erster Teil entstanden 1835¿1841, Erstdruck: Moskau 1842. Zweiter unvollendeter Teil entstanden 1842¿1852, Erstdruck als Fragment: Moskau 1855. Hier nach der Übers. v. Alexander Eliasberg, Köln / Berlin: Kiepenheuer und Witsch, 1965. Vollständige Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2015. Textgrundlage ist die Ausgabe: Gogol, Nikolai: Die Toten Seelen oder Tschitschikows Abenteuer. Übers. v. Alexander Eliasberg, Köln, Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1965. Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Ilya Repin, Der verängstigte Bauer, 1877. Gesetzt aus Minion Pro, 11 pt.

Editionen (36)

ISBN9783843074599
VerlagHenricus - Edition Deutsche Klassik GmbH, Berlin
Erscheinungsdatum26.06.15
Seitenzahl368

Rezensionen & Bewertungen

56 Bewertungen

17 Rezensionen

3,6

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  • steffel85
    steffel85

    109 Follower

    3,5

    Puh – dieses Buch war für mich keine leichte Lektüre. 😥 Meine Ausgabe war extrem klein gedruckt, die Sprache zunächst sperrig und die vielen russischen Namen haben mich mehr als einmal aus dem Lesefluss geworfen. Der Einstieg fiel mir entsprechend schwer. Mit der Zeit habe ich mich jedoch an Gogols Stil gewöhnt – und dann begann ich, das Buch wirklich zu mögen. Vor allem der feine, oft bissige Sarkasmus hat mich überzeugt. Gogol zeichnet seine Figuren überspitzt, aber klug, und hält der Gesellschaft seiner Zeit einen gnadenlosen Spiegel vor. 👍 Besonders spannend fand ich den Einblick in das Leben im damaligen Russland: die Bürokratie, die Besitzverhältnisse, die Denkweisen. Gerade dieser historische und gesellschaftskritische Aspekt macht den Roman auch heute noch interessant. Schade ist, dass der zweite Teil unvollendet blieb – man spürt, dass hier noch mehr geplant war. Die toten Seelen ist kein Wohlfühlbuch, aber ein lohnender Klassiker für alle, die sich auf Sprache, Zeitgeist und satirische Beobachtungen einlassen können.

    10. Feb. 2026

  • wortschatzkiste
    wortschatzkiste

    217 Follower

    1,0

    Leider habe ich keinen richtigen Zugang zu dieser Geschichte gefunden. Wie so oft bei russischer Literatur habe ich Schwierigkeiten gehabt, den Überblick über die vielen Namen und Spitznamen zu behalten. Die Geschehnisse sind mir zu oft abgedriftet. Andere russische Klassiker konnte ich deutlich mehr genießen.

    5. Juni 2025

  • karandi
    karandi

    245 Follower

    3,5

    Botschaft ist gut aber gute Sprachkenntnisse sind von Vorteil

    Die Botschaft des Buches ist zwar tadellos, und es übt deutliche Kritik an der Gesellschaft – nicht nur an der damaligen, sondern auch über Ländergrenzen hinweg auf andere Gesellschaften übertragbar. Dennoch muss man sagen: Wer nicht über gute Deutschkenntnisse verfügt, insbesondere im Hinblick auf die Sprache des 19. oder frühen 20. Jahrhunderts, wird mit diesem Buch Schwierigkeiten haben. Man greift beim Lesen vermutlich häufiger zum Duden als zum eigentlichen Text. Es ist definitiv eine der anspruchsvollsten Lektüren, die ich bisher gelesen habe. Noch schwieriger fand ich persönlich nur „Gefährliche Liebschaften“ – wobei das vielleicht auch an der Ausgabe lag, die ich hatte. Zur Geschichte selbst lässt sich sagen, dass sie außerordentlich ausgeklügelt ist: Ein Möchtegern-Unternehmer kommt in eine Stadt und versucht, sich im wahrsten Sinne des Wortes an Toten zu bereichern – er geht für seinen Erfolg sprichwörtlich über Leichen. Sein Plan besteht darin, tote Bauern zu erwerben, um sich als Großgrundbesitzer auszugeben und so große Kredite aufnehmen zu können, mit denen er sich ein Imperium aufbauen will. Am Ende scheitert dieses Vorhaben jedoch, und er verlässt die Stadt überstürzt. Das Buch enthält zahlreiche starke Figuren, die jeweils durch besonders ausgeprägte, oft niederträchtige Charaktereigenschaften auffallen. Dennoch bleibe ich bei meinem anfänglichen Urteil: Wer keine Lust hat, häufig Wörter nachzuschlagen oder sich generell mit älterem Sprachgebrauch schwer tut, dem würde ich dieses Buch nicht unbedingt empfehlen. Es gibt deutlich zugänglichere Werke – etwa die Petersburger Novellen von Gogol, die in einer moderneren Sprache verfasst sind und ebenfalls eindrucksvolle Botschaften vermitteln.

    6. Apr. 2026

3 von 17 Rezensionen

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