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Romane

Tote Seelen

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Über das Buch

Klassiker der Weltliteratur

Ein wegen Korruption entlassener Zolleinnehmer reist durch die russische Provinz. Geschickt führt er sich in die gehobene Gesellschaft ein und macht einigen Gutsbesitzern ein unkonventionelles Angebot: Er kauft ihnen verstorbene Leibeigene – tote Seelen – ab, die in der Steuerbürokratie noch als Lebende gelten und »zu Geld gemacht« werden können. Nikolai Gogols Roman ist von erstaunlicher Aktualität – es geht um Geschäftemacherei, Willkür, Betrug und die Bestechlichkeit des Menschen. Geändert haben sich nur die Methoden.

Editionen (36)

ISBN9783423142632
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.12.13
Seitenzahl640

Rezensionen & Bewertungen

56 Bewertungen

17 Rezensionen

3,6

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  • steffel85
    steffel85

    109 Follower

    3,5

    Puh – dieses Buch war für mich keine leichte Lektüre. 😥 Meine Ausgabe war extrem klein gedruckt, die Sprache zunächst sperrig und die vielen russischen Namen haben mich mehr als einmal aus dem Lesefluss geworfen. Der Einstieg fiel mir entsprechend schwer. Mit der Zeit habe ich mich jedoch an Gogols Stil gewöhnt – und dann begann ich, das Buch wirklich zu mögen. Vor allem der feine, oft bissige Sarkasmus hat mich überzeugt. Gogol zeichnet seine Figuren überspitzt, aber klug, und hält der Gesellschaft seiner Zeit einen gnadenlosen Spiegel vor. 👍 Besonders spannend fand ich den Einblick in das Leben im damaligen Russland: die Bürokratie, die Besitzverhältnisse, die Denkweisen. Gerade dieser historische und gesellschaftskritische Aspekt macht den Roman auch heute noch interessant. Schade ist, dass der zweite Teil unvollendet blieb – man spürt, dass hier noch mehr geplant war. Die toten Seelen ist kein Wohlfühlbuch, aber ein lohnender Klassiker für alle, die sich auf Sprache, Zeitgeist und satirische Beobachtungen einlassen können.

    10. Feb. 2026

  • wortschatzkiste
    wortschatzkiste

    218 Follower

    1,0

    Leider habe ich keinen richtigen Zugang zu dieser Geschichte gefunden. Wie so oft bei russischer Literatur habe ich Schwierigkeiten gehabt, den Überblick über die vielen Namen und Spitznamen zu behalten. Die Geschehnisse sind mir zu oft abgedriftet. Andere russische Klassiker konnte ich deutlich mehr genießen.

    5. Juni 2025

  • karandi
    karandi

    245 Follower

    3,5

    Botschaft ist gut aber gute Sprachkenntnisse sind von Vorteil

    Die Botschaft des Buches ist zwar tadellos, und es übt deutliche Kritik an der Gesellschaft – nicht nur an der damaligen, sondern auch über Ländergrenzen hinweg auf andere Gesellschaften übertragbar. Dennoch muss man sagen: Wer nicht über gute Deutschkenntnisse verfügt, insbesondere im Hinblick auf die Sprache des 19. oder frühen 20. Jahrhunderts, wird mit diesem Buch Schwierigkeiten haben. Man greift beim Lesen vermutlich häufiger zum Duden als zum eigentlichen Text. Es ist definitiv eine der anspruchsvollsten Lektüren, die ich bisher gelesen habe. Noch schwieriger fand ich persönlich nur „Gefährliche Liebschaften“ – wobei das vielleicht auch an der Ausgabe lag, die ich hatte. Zur Geschichte selbst lässt sich sagen, dass sie außerordentlich ausgeklügelt ist: Ein Möchtegern-Unternehmer kommt in eine Stadt und versucht, sich im wahrsten Sinne des Wortes an Toten zu bereichern – er geht für seinen Erfolg sprichwörtlich über Leichen. Sein Plan besteht darin, tote Bauern zu erwerben, um sich als Großgrundbesitzer auszugeben und so große Kredite aufnehmen zu können, mit denen er sich ein Imperium aufbauen will. Am Ende scheitert dieses Vorhaben jedoch, und er verlässt die Stadt überstürzt. Das Buch enthält zahlreiche starke Figuren, die jeweils durch besonders ausgeprägte, oft niederträchtige Charaktereigenschaften auffallen. Dennoch bleibe ich bei meinem anfänglichen Urteil: Wer keine Lust hat, häufig Wörter nachzuschlagen oder sich generell mit älterem Sprachgebrauch schwer tut, dem würde ich dieses Buch nicht unbedingt empfehlen. Es gibt deutlich zugänglichere Werke – etwa die Petersburger Novellen von Gogol, die in einer moderneren Sprache verfasst sind und ebenfalls eindrucksvolle Botschaften vermitteln.

    6. Apr. 2026

3 von 17 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Nikolai Gogol

Nikolai W. Gogol wurde am 1. April 1809 in Welyki Sorotschynzi als Sohn eines ukrainischen Gutsbesitzers geboren. Nach dem Studium versuchte er sich kurze Zeit im Staatsdienst, danach als Geschichtslehrer an einer höheren Mädchenschule. Ab 1828 lebte er in St. Petersburg, wo er 1831 den großen Dichter Alexander Puschkin kennenlernte, der sein Freund und Förderer wurde und ihm auch eine Professorenstelle an der Universität verschaffte. Zwischen 1836 und 1848 folgten zahlreiche Reisen, die bis nach Rom und nach Palästina führten, überschattet von zunehmenden psychotischen Anfällen. Gogol starb am 4. März 1852 in Moskau. Bis heute gilt er als Meister der Groteske und Satire, als Sprachvirtuose, der die russische Literatur zwischen Romantik und Realismus im 19. Jahrhundert prägte. Zur Weltliteratur zählen seine Werke: Die ‚Petersburger Novellen‘, die Komödie ‚Der Revisior‘ und sein Roman ‚Tote Seelen‘.

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