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Why We Matter

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Über das Buch

Wie Erkennen Wir Unsere Privilegien? Wie Können Weiße Die Realität Von Schwarzen Sehen? Männliche Muslime Die Von Weißen Frauen? Und Weiße Frauen Die Von Männlichen Muslimen? Die Aktivistin Und Politologin Emilia Roig Zeigt – Auch Anhand Der Geschichte Ihrer Eigenen Familie, In Der Wie Unter Einem Brennglas Rassismus Und Black Pride, Antisemitismus Und Ausschwitz, Homophobie Und Queerness, Patriarchat Und Feminismus Aufeinanderprallen –, Wie Sich Rassismus Im Alltag Mit Anderen Arten Der Diskriminierung überschneidet. Ob Auf Der Straße, An Der Uni Oder Im Gerichtssaal: Roig Schafft Ein Neues Bewusstsein Dafür, Wie Zustände, Die Wir Für „normal“ Halten – Die Bevorzugung Der Ehe, Des Männlichen Körpers In Der Medizin Oder Den Kanon Klassischer Kultur – Historisch Gewachsen Sind. Und Dass Unsere Welt Eine Ganz Andere Sein Könnte. „emilia Roig Deckt Die Muster Der Unterdrückung Auf Und Leitet Zu Radikaler Solidarität An. Sie Zeigt – Auch Anhand Der Geschichte Ihrer Eigenen Familie –, Wie Rassismus Und Black Pride, Antisemitismus Und Ausschwitz, Homofeindlichkeit Und Queerness, Patriarchat Und Feminismus Aufeinanderprallen. Radikal Und Behutsam Zugleich. Dieses Buch Ist Ein Heilsames, Inspirierendes Geschenk. Kübra Gümüsay Die Antwort Auf Viele Fragen Unserer Unsicheren Zeit Heißt: Gleichberechtigung Aller. Und Dieses Großartige Buch Ist Ein Schritt Auf Dem Weg Dahin. Sibylle Berg „dieses Buch Wird Verändern, Wie Sie Die Welt Wahrnehmen Und Sie Verstehen Lassen, Was Gerechtigkeit Wirklich Bedeutet.“ Teresa Bücker

Editionen (3)

ISBN9783841226990
VerlagAufbau Digital
Erscheinungsdatum31.12.21
Seitenzahl397

Rezensionen & Bewertungen

208 Bewertungen

36 Rezensionen

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  • 5,0

    Must Read! Absolute Pflichtlektüre!

    WHY WE MATTER – Das Ende der Unterdrückung Autorin: Emilia Roig Verlag: Aufbau Seitenzahl: 397 ET der gebundenen Ausgabe: 15.02.2021 Worum geht´s? Emilia Roig möchte mit ihrem Buch Unterdrückung sichtbar machen und „die Tür zur Vielseitigkeit unserer Existenz öffnen“. Dazu hinterfragt sie zunächst, was eigentlich als Normalität verstanden wird und wie man sie dekonstruieren kann. Dann widmet sie sich exemplarisch in jedem Kapitel jeweils einem Lebensbereich, in dem strukturelle rassistische Unterdrückung besonders sichtbar wird. Diese sind: das eigene Zuhause, unser Bildungssystem, die Medien, die Exekutive, Arbeit, das Gesundheitssystem, die Straße und der Körper von Frauen. Zum Schluss gibt sie eine Idee davon, wie Unterdrückung überwunden werden könnte. Sie gibt eine Definition des Patriarchats und erklärt, wie strukturelle Diskriminierung funktioniert. Dabei verwendet sie einen konsequent intersektionalen Ansatz, denn alle Formen von Diskriminierung und Ungleichheit verstärken sich gegenseitig und müssen gemeinsam bekämpft werden. Sie gibt dabei sehr viel von sich selbst preis und erzählt beispielhaft von ihren eigenen Erfahrungen in den o.g. Kategorien. So kann es auch in einer Familie von Schwarzen durchaus Rassismus geben, ebenso wie Sexismus oder Querfeindlichkeit. Wie war´s? Dieses Buch ist zu Recht für sehr viele privilegierte Menschen wie mich ein Eye-Opener, Aufklärung und Hilfestellung, ein Nachschlagewerk, eine Einladung und ein faszinierendes Plädoyer für mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Dabei schreibt Emilia Roig nicht nur gut lesbar, sondern spannend und gleichzeitig sehr versöhnlich. Sie benennt Unrecht, aber klagt nicht an. Roig erzählt autobiografisch und untermauert die Erfahrungen durch wissenschaftliche Erkenntnisse und belegbare Zahlen, Quellen und Fakten. Sie entlarvt unsere eindimensionale Sicht auf die Realität im Allgemeinen und macht an speziellen Beispielen die Komplexität der Probleme sichtbar, u.a. Sexarbeit, White Privilege oder die Norm „Gesund“. Fazit: „Die Frage ist: Bist du bereit, die Welt aus einer Perspektive zu sehen, die nicht die deine ist? Bist du bereit, wirkliche Empathie für Menschen zu empfinden, die als minderwertiger als du konstruiert wurden?“ Wenn du diese Frage mit Ja beantworten kannst, dann ist dieses Buch wie eine Kür. Wenn du dich nicht mit deinen Privilegien auseinandersetzen möchtest und am liebsten hättest, dass alles so bleibt, wie es ist, dann ist dieses Buch Pflichtlektüre. Ich habe es inzwischen bereits dreimal gelesen und lerne immer noch hinzu. Als weiße heterosexuelle Cis-Frau aus der Mittelschicht erlebe ich Unterdrückung nur auf einer Achse – Sexismus. Und ich stehe noch immer ganz am Anfang meiner Reise, dem Prozess, unser kapitalistisches, koloniales und patriarchales Gedanken- und Wertesystem zu verlernen. Und mir fehlt immer noch die Vorstellungskraft für eine postkapitalistische Welt ohne Hierarchien. Doch die Tatsache, dass „Schweigen Gewalt ist“, lässt mich nicht mehr los und ich möchte lernen, Unbequemlichkeit auszuhalten, Fragilität zu überwinden und mein Ego zu dezentrieren.

    8. Apr. 2026

  • matilda.billerby
    matilda.billerby

    104 Follower

    3,5

    Intersektionalität, Machtstrukturen und gesellschaftliche Veränderung

    In „Why We Matter - Das Ende der Unterdrückung“ von Emilia Roig widmet sich die Autorin der Analyse verschiedener Unterdrückungsformen und deren Zusammenhängen. Das Buch verfolgt einen klar intersektionalen Ansatz und versucht aufzuzeigen, wie Rassismus, Sexismus, Klassismus und andere Machtverhältnisse ineinandergreifen. In vielen Passagen gelingt Roig dabei ein zugänglicher Einstieg in komplexe gesellschaftliche Themen, insbesondere in Fragen von Machtstrukturen und Kapitalismuskritik. Gerade für Leser:innen, die sich erstmals mit intersektionalen Perspektiven beschäftigen, bietet das Buch einen guten Überblick. Inhaltlich ist das Buch breit angelegt und behandelt eine Vielzahl unterschiedlicher Themenfelder. Roig verknüpft unterschiedliche Formen von Diskriminierung miteinander und zeigt, wie sie sich gegenseitig verstärken. Viele Themen werden aber auch nur angerissen, ohne dass sie ausführlicher vertieft werden. Kritisch sehe ich das Kapitel zur Sexarbeit. Roig betont hier vor allem die Möglichkeit, Sexarbeit als bewusste und selbstbestimmte Entscheidung zu verstehen. Aus meiner Sicht greift diese Perspektive jedoch zu kurz. Strukturelle Zwänge und ausbeuterische Bedingungen, unter denen viele Frauen* in die Sexarbeit geraten, bleiben weitgehend ausgeblendet. Die grundlegende Frage nach ökonomischem Druck, also der Notwendigkeit von Lohnarbeit, um den eigenen Lebensunterhalt zu sichern, wird kaum thematisiert. Solange Menschen auf Einkommen angewiesen sind, um zu überleben, erscheint mir die Vorstellung vollständig freier Entscheidungen innerhalb solcher Strukturen problematisch. Auch die Idee, Sex innerhalb der Sexarbeit als potenziell revolutionären Akt zu deuten, weil er sich der Familie und der privaten Sphäre entzieht, überzeugt mich nicht. Dabei wird aus meiner Sicht das ökonomische System, das diese Form der Arbeit überhaupt hervorbringt, zu wenig berücksichtigt. Zwar ist Roigs Hinweis wichtig, dass eine Kriminalisierung von Sexarbeiter:innen keine Lösung darstellt und Betroffenen dadurch häufig eher geschadet wird. Ebenso stimmt es, dass nicht alle Frauen* in der Sexarbeit ausschließlich als Opfer betrachtet werden können. Dennoch bleibt die Analyse für mich zu undifferenziert, da die strukturellen Ursachen, insbesondere ökonomische Zwänge, kaum thematisiert werden. Eng damit verbunden ist auch die Frage nach gesellschaftlichen Erwartungen an Sexualität. Warum überhaupt ein Anspruch auf Sex besteht, sei es innerhalb von Beziehungen oder als Dienstleistung, wird im Buch nicht thematisiert. Irritiert hat mich außerdem das letzte Kapitel des Buches. Während zuvor stark betont wird, dass Unterdrückungssysteme kollektiv und strukturell funktionieren und daher auch kollektive Lösungen benötigen, verschiebt sich der Fokus hier stärker auf individuelle und teilweise spirituelle Ansätze. Dieser Perspektivwechsel passt aus meiner Sicht nicht ganz zum vorherigen analytischen Rahmen des Buches. Eine abschließende Bestandsaufnahme der zuvor diskutierten Strukturen hätte hier möglicherweise überzeugender gewirkt als der eher esoterisch wirkende Ton des Schlusskapitels. Mit einer Bewertung von 3,5/5 ist „Why We Matter - Das Ende der Unterdrückung“ ein Buch mit wichtigen Impulsen, das jedoch in einzelnen Themenbereichen mehr Differenzierung und analytische Tiefe hätte vertragen können.

    5. März 2026

3 von 36 Rezensionen

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