Blick ins Buch

Romane

Kleiner Mann – was nun?

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Über das Buch

Der Weltbestseller erstmals so, wie Fallada ihn schrieb. Zu brisant, um so gedruckt zu werden: Von der Urfassung des Romans, der Hans Fallada am Vorabend der Machtergreifung der Nazis zum international gefeierten Erfolgsautor machte, wurde ein Viertel noch nie veröffentlicht. Der Verkäufer Johannes Pinneberg und seine Freundin Lämmchen erwarten ein Kind. Kurz entschlossen heiratet das Paar, auch wenn das Geld immer knapper wird. Trotz Weltwirtschaftskrise und erstarkender Nazis nimmt Lämmchen beherzt das Leben ihres verzweifelnden Mannes in die Hand. In dieser rekonstruierten Urfassung führt ihr gemeinsamer Weg noch tiefer ins zeitgenössische Berlin, ins Nachtleben und in die von den „Roaring Twenties“ geprägten Subkulturen. Die politischen Probleme der damaligen Zeit werden so plastisch wie in wenigen anderen Texten. Jetzt mit Charlie Chaplin, Robinson Crusoe, Goethe, Wilhelm Busch und dem Prinzen von Wales. "Man hat das große Glück, ein Buch, das man glaubte schon zu kennen, noch mal lesen zu können, als wäre es neu.“ Volker Weidermann, Literarisches Quartett -- "Das Buch ist konkreter geworden und wirkt nun deutlich authentischer in seiner Zeit verankert: Der kleine Mann hört jetzt von Charlie Chaplin. Er träumt von Robinson Crusoe." Marc Reichwein, Literarische Welt -- “Dass das Original jetzt zu lesen ist, ist großartig.” Julia Encke, FAS -- "Jetzt erscheint Falladas Roman in der Version, wie der Autor sie geschrieben hat vor dem 'Zurechtschustern', vor den Konzessionen." Volker Weidermann, Der Spiegel -- "Eine Sensation." Jan Ehlert, NDR --

Editionen (43)

ISBN9783841211026
VerlagAufbau Digital
Erscheinungsdatum17.06.16
Seitenzahl448

Rezensionen & Bewertungen

119 Bewertungen

15 Rezensionen

4,0

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  • andrea030
    andrea030

    52 Follower

    4,0

    Der Roman Kleiner Mann – was nun? von Hans Fallada, erschienen 1932, zeichnet ein eindrucksvolles Bild des Lebens in der späten Weimarer Republik. Im Mittelpunkt steht ein junges Ehepaar, das sich in einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit und sozialer Spannungen buchstäblich um sein tägliches Brot bemühen muss. Besonders eindrücklich wird geschildert, wie knapp sowohl Geld als auch Wohnraum sind und wie sehr die ständige Suche nach Arbeit das Leben bestimmt. Die Existenzängste und die wachsende Verzweiflung der Figuren wirken dabei erschreckend authentisch – und sind in vieler Hinsicht auch heute noch nachvollziehbar. Sehr spannend fand ich zudem die Darstellung von Berlin als Schauplatz der Handlung. Es verleiht dem Roman eine besondere Lebendigkeit, wenn man Orte wiedererkennt oder sich die beschriebenen Straßen vorstellen kann. Auch die Berliner Mundart jener Zeit trägt stark zur Atmosphäre bei und macht das Lesen zusätzlich interessant. Fallada gelingt es, die Sorgen um Arbeit, das Ernähren der Familie und die Frage „Wie geht es weiter?“ auf eine sehr menschliche und berührende Weise darzustellen. Gerade diese existenziellen Themen verleihen dem Roman eine zeitlose Relevanz. Für mich ist das Buch absolut empfehlenswert. Es ist bereits das zweite Werk, das ich von Fallada gelesen habe – neben Jeder stirbt für sich allein, das ich ebenfalls sehr empfehlen kann. Beide Romane zeigen eindrucksvoll, wie nah Fallada an den Lebensrealitäten seiner Figuren schreibt.

    18. März 2026

  • dinaisy
    dinaisy

    215 Follower

    3,5

    Und, was nun?

    Der Angestellte Pinneberg heiratet aus Liebe und Not sein „Lämmchen“ Emma. Und von da an nimmt das Schicksal seinen Lauf. Er verliert seine Anstellung, das Geld wird knapp, auch in Berlin läuft es nicht besser. Das Buch greift zeitgenössische Fragen auf, macht deutlich, wie schwierig es war Arbeit zu dieser Zeit zu finden (und zu behalten). Dabei ist es hochaktuell. Es werden Fragen zur klassischen Aufgabenverteilung von Frau und Mann, zur Quotenregelung bei Verkäufen, Doppelmoral, Einsamkeit und Arbeitslosigkeit verhandelt. Der Blick ist schonungslos und doch immer zärtlich mit Blick auf das Jungchen und seine Familie. Die Not und gleichzeitige Selbstverständlichkeit, mit der Pinnebergs ihren Murkel über mehrere Stunden allein gelassen haben, konnte ich jedoch nur schwer ertragen. 👔🍂💶🪜

    30. Dez. 2025

  • anni232
    anni232

    60 Follower

    4,5

    13.02.2025 Eine kleine, große Liebesgeschichte, die mich an meine Großeltern erinnert hat. Eine Geschichte über das Leben.

    Das Buch wurde in meinem Mädels-Buchclub vorgeschlagen. Der Klappentext überzeugte mich nicht wirklich, aber da ich das Hörbuch bei Spotify entdeckte, hörte ich trotzdem rein. Während die Geschichte von "Lämmchen" (Emma) und ihrem "Jungen" (Johannes) anfangs als verhaltene Liebesgeschichte beginnt (er fragt sich, ob sie für andere genauso schön ist wie für ihn oder ob es doch nicht das richtige ist- aber hey, wir waren ja alle mal jung und uns war wichtig was andere dachten und über uns sagten), erleben wir mit wie die Beiden als Ehepaar die Hürden des Lebens gemeinsam meistern. Und aus einer kleinen wird eine bezaubernde große Liebesgeschichte. Obwohl die Beiden nur "alltägliche Probleme" der damaligen Zeit bewältigen. Eine schöne Geschichte, die ich weiterempfehlen würde. Ganz besonders empfehlenswert ist das Hörbuch, gelesen von Frank Arnold, dessen Stimmfarbe mich einige Male sehr an Christoph Waltz erinnerte. Mitbringsel für den Buchclub: Erbsensuppe 😂

    14. Feb. 2025

3 von 15 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Hans Fallada

RUDOLF DITZEN alias HANS FALLADA (1893–1947), zwischen 1915 und 1925 Rendant auf Rittergütern, Hofinspektor, Buchhalter, zwischen 1928 und 1931 Adressenschreiber, Annoncensammler, Verlagsangestellter, 1920 Roman-Debüt mit "Der junge Goedeschal“. Der vielfach übersetzte Roman "Kleiner Mann – was nun?" (1932) machte Fallada weltberühmt. Sein letztes Buch, „Jeder stirbt für sich allein“ (1947), avancierte rund sechzig Jahre nach Erscheinen zum internationalen Bestseller. Weitere Werke u. a.: »Bauern, Bonzen und Bomben« (1931), »Wer einmal aus dem Blechnapf frißt« (1934), »Wolf unter Wölfen« (1937), »Der eiserne Gustav« (1938).

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