Der neue historische Roman der Spiegel-Bestseller-Autorin Tanja Kinkel führt zurück in das neunzehnte Jahrhundert und verbindet märchenhaftes Setting und historische Spannung mit einer grausamen Mordserie: Aus Grimms Märchen werden Grimms Morde: Die Mätresse des hessischen Kurfürsten wird bestialisch ermordet, und die einzigen von der Polizei vorgefundenen Hinweise führen zu den Brüdern Grimm und zu den Schwestern von Droste zu Hülshoff. Nur die Zusammenarbeit der ungleichen Geschwisterpaare kann die Wahrheit über Morde und Märchen an den Tag bringen. In einer Zeit, wo die Errungenschaften der Freiheitskriege verloren gehen, Zensur und Überwachung in deutschen Fürstentümern wieder Einzug halten, müssen die vier sich den Verwicklungen der Vergangenheit stellen, um die Rätsel der Gegenwart zu lösen.
Das Buch liegt schon länger im Regal und vom Klapptext her klang es eigentlich ganz gut. Jedoch bin ich einfach nicht wirklich in die Geschichte rein gekommen.schon der Anfang hat mich überhaupt nicht gefesselt. Und mit all den Personen bin ich auch nicht warm geworden. Darum habe ich das ganze nach einigen Kapiteln abgebrochen . vielleicht versuche ich es später noch einmal..
27. Jan. 2026
2,5
Das Buch liegt schon länger im Regal und vom Klapptext her klang es eigentlich ganz gut. Jedoch bin ich einfach nicht wirklich in die Geschichte rein gekommen.schon der Anfang hat mich überhaupt nicht gefesselt. Und mit all den Personen bin ich auch nicht warm geworden. Darum habe ich das ganze nach einigen Kapiteln abgebrochen . vielleicht versuche ich es später noch einmal..
Hat mich sehr gut unterhalten. Die Grimm Brüder sind sehr sympathisch und auf ihre mürrische Art auch sehr clever. Transportieren sehr interessante Gedankengänge.
Vieles nach wahrer Begebenheit! Lesenswert und informativ.
24. Sept. 2024
4,0
Hat mich sehr gut unterhalten. Die Grimm Brüder sind sehr sympathisch und auf ihre mürrische Art auch sehr clever. Transportieren sehr interessante Gedankengänge.
Vieles nach wahrer Begebenheit! Lesenswert und informativ.
Kassel 1821: Die ehemalige Mätresse des alten Kurfürsten wird grausam ermordet aufgefunden. Der Mord hat eine Besonderheit: Die alte Dame wurde auf eine ungewöhnliche Weise (mit heißem Wachs) ermordet. Nicht nur, dass diese Vorgehensweise in einem von den Gebrüdern Grimm veröffentlichtem Märchen angewandt wird, bei der Ermordeten wird außerdem ein Zettel mit einem Zitat aus diesem Märchen gefunden. Jacob und Wilhelm Grimm geraten unter Verdacht. Als im Münsterland die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und ihre Schwester Jenny davon erfahren, beschließen Sie, nach Kassel zu fahren, um die Grimms zu unterstützen. Denn ausgerechnet dieses Märchen haben die Schwestern zur Sammlung beigetragen.
Ich freue mich immer über neue Bücher von Tanja Kinkel, denn sie versteht es wie kaum eine andere, aus allen möglichen historischen Stoffen einen lesenswerten und zur weiterführenden Lektüre anregenden Roman zu machen. Bei „Grimms Morde“ war ich erstmals ein wenig skeptisch, gleich vier historische Figuren in der Hauptrolle und dann auch noch verbunden mit einem Kriminalfall? Positiver war ich gestimmt, nachdem ich Kinkel in einem Interview über das Buch reden hörte. Die Beziehung zwischen den Gebrüdern Grimm und den Droste-Hülshoff-Schwestern bestand tatsächlich, die beiden haben mehrere Märchen zur Sammlung beigesteuert, und zwischen Jenny und Wilhelm bestanden wohl sogar zarte Bande, sie haben sich lange geschrieben, ein Paar konnten sie aufgrund ihres unterschiedlichen Standes freilich nicht werden. Außerdem: Auch einer der Morde ist ebenfalls historisch.
Liest man das Buch, stellt sich bald heraus, dass der Kriminalfall zwar durchaus spannend ist und konsequent verfolgt wird, doch dass das Highlight des Buchs tatsächlich die Beziehungen der beiden Geschwisterpaare untereinander und der Schlagabtausch zwischen ihnen ist, insbesondere zwischen Annette und dem eingefleischten Junggesellen Jacob. Die Dialoge bieten den meisten Spaß an dem Buch. Annette muss ihre übliche Schlagfertigkeit nach einem Vorfall, über den wir zunächst nichts Genaueres erfahren, erst wieder zurückgewinnen, der geistreiche Austausch mit den Brüdern bietet ihr hierzu die perfekte Gelegenheit. Die Beziehung zwischen den Schwestern erinnerte mich wiederholt an die zwischen Jane und Elizabeth Bennet in Pride and Prejudice. Überhaupt haben die Begegnungen zwischen den Geschwistern etwas Austeneskes. Die Unmöglichkeit einer Beziehung zwischen Jenny und Wilhelm wird behandelt, doch die interessantere Gegenüberstellung ist auch in dieser Hinsicht die zwischen Annette und Jacob, nur angedeutet, aber wahrnehmbar knistert es zwischen den beiden und man stellt sich vor, was die beiden für ein fulminantes Paar gebildet hätten.
Erwähnenswert ist ferner, dass Tanja Kinkel es schafft, die Sprache des Buchs angemessen an seine Zeitsetzung anzupassen, vor allem in den Dialogen kommt sie zur Anwendung, jedoch keineswegs in dem Maße, dass die Lesbarkeit des Buchs beeinträchtigt wird. Die alten Ausdrücke haben ihre ganz eigene Bedeutung, etwa die Verwendung der Anrede „Er“ statt „Sie“ im Imperativ, womit der Sprecher ausdrücken kann, dass er über seinem Gegenüber steht. Dies kann durchaus auch für Belustigung sorgen, ist der Satz „Sprech Er mir nun von der Freifrau“ nicht nett?
Fazit: Sie hat es wieder getan. Es ist für mich nicht ihr bestes Buch, aber ich will jetzt ins Münsterland die Burg Hülshoff besichtigen und Moorspaziergänge im Nebel machen. Außerdem hat das Buch mich dazu gebracht, endlich mit meiner Lektüre der Gesamtausgabe von Annette von Droste-Hülshoff fortzufahren (und irgendwann womöglich auch mit der Gesamtausgabe von Grimms Märchen in der ursprünglichen Fassung).
Ein weiteres lesenswertes Buch der Königin des deutschen historischen Romans.
28. Sept. 2022
4,0
Kassel 1821: Die ehemalige Mätresse des alten Kurfürsten wird grausam ermordet aufgefunden. Der Mord hat eine Besonderheit: Die alte Dame wurde auf eine ungewöhnliche Weise (mit heißem Wachs) ermordet. Nicht nur, dass diese Vorgehensweise in einem von den Gebrüdern Grimm veröffentlichtem Märchen angewandt wird, bei der Ermordeten wird außerdem ein Zettel mit einem Zitat aus diesem Märchen gefunden. Jacob und Wilhelm Grimm geraten unter Verdacht. Als im Münsterland die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und ihre Schwester Jenny davon erfahren, beschließen Sie, nach Kassel zu fahren, um die Grimms zu unterstützen. Denn ausgerechnet dieses Märchen haben die Schwestern zur Sammlung beigetragen.
Ich freue mich immer über neue Bücher von Tanja Kinkel, denn sie versteht es wie kaum eine andere, aus allen möglichen historischen Stoffen einen lesenswerten und zur weiterführenden Lektüre anregenden Roman zu machen. Bei „Grimms Morde“ war ich erstmals ein wenig skeptisch, gleich vier historische Figuren in der Hauptrolle und dann auch noch verbunden mit einem Kriminalfall? Positiver war ich gestimmt, nachdem ich Kinkel in einem Interview über das Buch reden hörte. Die Beziehung zwischen den Gebrüdern Grimm und den Droste-Hülshoff-Schwestern bestand tatsächlich, die beiden haben mehrere Märchen zur Sammlung beigesteuert, und zwischen Jenny und Wilhelm bestanden wohl sogar zarte Bande, sie haben sich lange geschrieben, ein Paar konnten sie aufgrund ihres unterschiedlichen Standes freilich nicht werden. Außerdem: Auch einer der Morde ist ebenfalls historisch.
Liest man das Buch, stellt sich bald heraus, dass der Kriminalfall zwar durchaus spannend ist und konsequent verfolgt wird, doch dass das Highlight des Buchs tatsächlich die Beziehungen der beiden Geschwisterpaare untereinander und der Schlagabtausch zwischen ihnen ist, insbesondere zwischen Annette und dem eingefleischten Junggesellen Jacob. Die Dialoge bieten den meisten Spaß an dem Buch. Annette muss ihre übliche Schlagfertigkeit nach einem Vorfall, über den wir zunächst nichts Genaueres erfahren, erst wieder zurückgewinnen, der geistreiche Austausch mit den Brüdern bietet ihr hierzu die perfekte Gelegenheit. Die Beziehung zwischen den Schwestern erinnerte mich wiederholt an die zwischen Jane und Elizabeth Bennet in Pride and Prejudice. Überhaupt haben die Begegnungen zwischen den Geschwistern etwas Austeneskes. Die Unmöglichkeit einer Beziehung zwischen Jenny und Wilhelm wird behandelt, doch die interessantere Gegenüberstellung ist auch in dieser Hinsicht die zwischen Annette und Jacob, nur angedeutet, aber wahrnehmbar knistert es zwischen den beiden und man stellt sich vor, was die beiden für ein fulminantes Paar gebildet hätten.
Erwähnenswert ist ferner, dass Tanja Kinkel es schafft, die Sprache des Buchs angemessen an seine Zeitsetzung anzupassen, vor allem in den Dialogen kommt sie zur Anwendung, jedoch keineswegs in dem Maße, dass die Lesbarkeit des Buchs beeinträchtigt wird. Die alten Ausdrücke haben ihre ganz eigene Bedeutung, etwa die Verwendung der Anrede „Er“ statt „Sie“ im Imperativ, womit der Sprecher ausdrücken kann, dass er über seinem Gegenüber steht. Dies kann durchaus auch für Belustigung sorgen, ist der Satz „Sprech Er mir nun von der Freifrau“ nicht nett?
Fazit: Sie hat es wieder getan. Es ist für mich nicht ihr bestes Buch, aber ich will jetzt ins Münsterland die Burg Hülshoff besichtigen und Moorspaziergänge im Nebel machen. Außerdem hat das Buch mich dazu gebracht, endlich mit meiner Lektüre der Gesamtausgabe von Annette von Droste-Hülshoff fortzufahren (und irgendwann womöglich auch mit der Gesamtausgabe von Grimms Märchen in der ursprünglichen Fassung).
Ein weiteres lesenswertes Buch der Königin des deutschen historischen Romans.
28. Sept. 2022
3 von 10 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Tanja Kinkel
Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, gewann bereits mit 18 Jahren ihre ersten Literaturpreise. Sie studierte in München Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaft und promovierte über Aspekte von Feuchtwangers Auseinandersetzung mit dem Thema Macht. 1992 gründete sie die Kinderhilfsorganisation "Brot und Bücher e.V", um sich so aktiv für eine humanere Welt einzusetzen (mehr Informationen: www.brotundbuecher.de). Tanja Kinkels Romane wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt; sie spannen den Bogen von der Gründung Roms bis zum Amerika des 21. Jahrhunderts. Zu ihren bekanntesten Werken gehören "Die Löwin von Aquitanien" (1991), "Die Puppenspieler" (1993), "Mondlaub" (1995), "Die Schatten von La Rochelle" (1996), "Die Söhne der Wölfin" (2000), "Götterdämmerung" (2003), „Venuswurf“ (2006), „Säulen der Ewigkeit“ (2008) und "Im Schatten der Königin" (2010), "Das Spiel der Nachtigall" (2011), "Verführung" (2013) und "Manduchai - Die letzte Kriegerkönigin" (2014).