Blick ins Buch

Romane

Der Junge aus dem Meer

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Über das Buch

Bewegend und kraftvoll erzählt Garrett Carr die Geschichte eines Jungen, der versucht, seinen Platz in der Welt zu finden, und die einer Familie und Gemeinschaft, die gemeinsam den Widrigkeiten des Lebens trotzen. Ein Hörbuch, das Hoffnung macht.

In einer kleinen Gemeinde an der Westküste Irlands wird 1973 ein Baby am Strand gefunden. Ambrose, der Fischer, und seine Frau Christine adoptieren den Jungen, der fortan den Namen Brendan Bonner trägt. Alle sind fasziniert von diesem Kind, dessen Herkunft ein Rätsel ist und Brendon, der für viele ein Rätsel bleibt, gibt dem vom Sturm der Zeitläufte gebeutelten Dorf die Hoffnung an ein gutes Leben zurück.

Zwanzig Jahre folgen wir dem Leben der Familie, das geprägt ist von Fürsorge und Schweigen, von der Rivalität der Brüder, von finanziellen Sorgen, aber auch dem Glück, von einer Gemeinschaft getragen zu werden.

Editionen (3)

ISBN9783839821589
VerlagArgon
Erscheinungsdatum28.03.25

Rezensionen & Bewertungen

85 Bewertungen

24 Rezensionen

3,8

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  • theagri
    theagri

    778 Follower

    4,5

    Mit schönen, anschaulich gewählten Worten nimmt Garrett Carr uns mit ans Meer in das irische Fischerdorf. Er erzählt so plastisch, daß sogar das Ausbringen einer Fischerboje ein spannendes Erlebnis wird. Und so verfolgt man gebannt wie für das Findelkind gesorgt wird, denn ein Kind muss auf jeden Fall vor dem Waisenhaus bewahrt bleiben, und wir begleiten das Baby beim Heranwachsen, die Entwicklungen in den Familien, Freundschaften und bei der Fischerei. Die Charaktere und deren Entwicklung kann man sich so gut vorstellen. Erzählt werden die Ereignisse durch die Dorfbewohner in Wir-Form, das hat mir sehr gefallen. Klatsch und Tratsch einbegriffen, fein beobachtet und geschildert, fühlt man sich, als gehöre man dazu. Die Entwicklungen im Dorf und im Leben des "Findelkindes" sind spannend und interessant, erfährt man so doch viel über die Situation der irischen Fischer in den 1970/80er Jahren und ihrer moralisch, ideologischen Einstellungen. Als nach ca. 20 Jahren die Geschichte endet, möchte man gern noch eine Zeit auf der rauhen, irischen Insel verweilen. Ein Buch das auf ruhige Weise tiefe Gefühle der Protagonisten glaubhaft erzählt, dessen Charaktere glaubhaft weiterentwickelt werden und dabei mit knappen Worten Szenen schildert, als wäre man dabei. Natürlich gibt es ein paar Kleinigkeiten, die für mich nicht ganz rund waren, aber alles in allem hatte ich sehr viel Lesegenuss und parallele Hörfreude.

    28. Juni 2025

  • antjeliest
    antjeliest

    193 Follower

    3,0

    Schönes Setting, wenig Charakterentwicklung

    In den 70er Jahren wird an der westirischen Küste ein Baby am Strand gefunden und zunächst in der Dorfgemeinschaft herumgereicht, bis es von dem Fischer Ambrose und seiner Frau Christine adoptiert wird. Sie nennen den Jungen Brandon und ziehen ihn fortan gemeinsam mit dem wenig älteren Sohn groß. Erzählt wird in der“Wir“- Form, wodurch alle Vorkommnisse und Charakterbeschreibungen eine allgemein gültige Weisheit implizieren, die sich nicht verändert und vor allem ganz sicher für diesen Menschenschlag an der Westküste Irlands und speziell in dieser Dorfgemeinschaft gültig ist. Für mich war es irritierend und lästig dieses „wir verhalten uns so…“, „wir waren nicht die Sorte Menschen, die…“,…durch das ganze Buch mitzutragen, denn obwohl dieses Stilmittel gut eine in sich geschlossene Gemeinschaft beschreibt, lässt es andererseits keine Entwicklung der individuellen Charaktere zu und das fehlt mir persönlich hier. Zudem wiederholen sich dieselben Konflikte immer wieder, wodurch das Buch zwischendurch Längen hat. Trotz allem ein gelungenes Setting und gute Beschreibung der kleinen irischen Fischergemeinde in dieser Zeit und somit kann es für alle Leser, die sich an den vorgehend beschriebenen Kritikpunkten nicht stören oder sie sogar befürworten, ein wunderbarer, ruhiger Roman sein.

    31. Juli 2025

  • hamburger.lesemaus
    hamburger.lesemaus

    400 Follower

    5,0

    DER JUNGE AUS DEM MEER Garrett Carr "Ach, da bin ich wieder!" Bis eben war ich noch an der irischen Küste, wo mir die salzige Seeluft um die Nase wehte. Ich durfte auf kleinen Schiffskuttern und riesigen Trawlern mitfahren, habe gefischt und dem Seemannsgarn der Crew gelauscht. Habt ihr das Buch schon gelesen? Es erzählt die Geschichte eines Jungen, der 1973 als Baby in einer Tonne am Strand gefunden wurde. Anfangs kümmerte sich das ganze Fischerdorf abwechselnd um den Säugling, bis er schließlich bei dem Fischer Ambrose und seiner Frau Christine ein Zuhause fand. Ihr eigener Sohn Declan war damals erst zwei Jahre alt – und rebellierte von Anfang an gegen das neue Familienmitglied. Doch das Ehepaar schloss Brandon ins Herz und liebte ihn wie einen eigenen Sohn. Das Leben der Fischer in Dublin ist hart: Fangquoten, schwindende Fischbestände und hohe Kredite bestimmen ihren Alltag. Garrett Carr hat das Leben dieser irischen Fischerfamilie meisterhaft eingefangen. Sein Roman ist atmosphärisch dicht und hat mir den rauen Seegang beinahe bis ins Wohnzimmer gebracht. Ich habe das Buch in nur zweieinhalb Tagen verschlungen – nur einmal konnte mich ein gutes Fischfilet vom Lesen abhalten. Was noch passiert? Am besten lasst ihr euch einfach selbst nach Dublin treiben – ich bin nur traurig, dass meine Zeit dort schon vorbei ist. Große Leseempfehlung 5/5

    13. Apr. 2025

3 von 24 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Garrett Carr

Garrett Carr wurde in Donegal geboren und lebt heute mit seiner Familie in Belfast. Er lehrt Kreatives Schreiben an der Queen's University. Sein Buch The Rule of the Land: Walking Ireland's Border war ein BBC Radio 4 Book of the Week. Der Junge aus dem Meer ist sein Debütroman für Erwachsene und erscheint in 12 Ländern.

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