
246 Follower
Es geht um Digitales Mobbing und Misogynie auf Social Media.
22. Dez. 2025
Es geht um Digitales Mobbing und Misogynie auf Social Media.
22. Dez. 2025
Blick ins Buch
»Weißt du eigentlich von der Affäre deines prächtigen Ehemannes?«
Vier Jahre nach dem Tod ihres Mannes lebt Ruth allein in dem Haus auf dem Land, wo die Familie einst glücklich war. Die Kinder haben längst ihr eigenes Leben, während Ruth das Alleinsein zu schätzen lernt. Bis sie eines Tages eine anonyme Messenger-Nachricht bekommt – von einer Person, die mehr über ihre Vergangenheit zu wissen scheint als Ruth selbst. Was zunächst wie eine lästige Lappalie wirkt, entwickelt sich bald zu einer gefährlichen Machtprobe, denn die Nachrichten werden immer bedrohlicher und bald sind auch Ruths Freunde und Kinder betroffen.
Doris Knecht schreibt über eine Frau, die plötzlich zur Verfolgten wird, und erweist sich einmal mehr als virtuose Skeptikerin zwischenmenschlicher Beziehungen.
Vera Teltz interpretiert als Sprecherin u. a. die Werke von Hannah Kent und Mechtild Borrmann. Gekonnt arbeitet sie Stimmungen und feine Nuancen heraus – die ideale Besetzung für Doris Knechts doppelbödigen Stoff.
194 Bewertungen
39 Rezensionen
4,0
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22. Dez. 2025
22. Dez. 2025

103 Follower
Auf dieses Buch muss man sich einlassen. Der Stil ist nicht ganz leicht. Die Sätze sind oft lang, verschachtelt, aneinandergereiht. Nebensätze werden als Hauptsätze geschrieben. Dadurch liest sich das Buch nicht besonders flüssig, gleichzeitig wird man dadurch gezwungen, genau zu lesen. Und das lohnt sich. Das Thema ist wirklich fesselnd. Ruth hat vor wenigen Jahren ihren Mann verloren und bekommt auf einmal komische Nachrichten, in denen sie beschimpft und diffamiert wird. Sie versucht den Urheber, dieser Nachrichten zu finden und kommt dabei immer wieder in einen Zwiespalt: Wie tief soll sie in diese Nachrichten eintauchen? Kann sie sie einfach ignorieren? Wie geht sie in ihrem Freundeskreis damit um? Gleichzeitig behandelt die Autorin die Trauer von Ruth, die gleichzeitig Wut ist, da ihr Mann ihr fremdgegangen ist. Sie hadert mit der Trauer ihres jüngeren Sohnes, macht sich Gedanken um ihre Stieftochter, die schwanger ist und nicht sagen will von wem und sie hat eine On/Off Beziehung, die ihr meist mehr Kraft raubt als gibt. Gleichzeitig wird deutlich, wie tief Worte treffen und das ganze Leben einer Person oder sogar ihres ganzen Bekannten-/ Freundeskreises beeinflussen können. Ein tolles Buch, dass die Beziehungen der einzelnen Charaktere gut darstellt. Es passiert gar nicht so viel und doch wieder eine Menge!
13. Apr. 2026
Auf dieses Buch muss man sich einlassen. Der Stil ist nicht ganz leicht. Die Sätze sind oft lang, verschachtelt, aneinandergereiht. Nebensätze werden als Hauptsätze geschrieben. Dadurch liest sich das Buch nicht besonders flüssig, gleichzeitig wird man dadurch gezwungen, genau zu lesen. Und das lohnt sich. Das Thema ist wirklich fesselnd. Ruth hat vor wenigen Jahren ihren Mann verloren und bekommt auf einmal komische Nachrichten, in denen sie beschimpft und diffamiert wird. Sie versucht den Urheber, dieser Nachrichten zu finden und kommt dabei immer wieder in einen Zwiespalt: Wie tief soll sie in diese Nachrichten eintauchen? Kann sie sie einfach ignorieren? Wie geht sie in ihrem Freundeskreis damit um? Gleichzeitig behandelt die Autorin die Trauer von Ruth, die gleichzeitig Wut ist, da ihr Mann ihr fremdgegangen ist. Sie hadert mit der Trauer ihres jüngeren Sohnes, macht sich Gedanken um ihre Stieftochter, die schwanger ist und nicht sagen will von wem und sie hat eine On/Off Beziehung, die ihr meist mehr Kraft raubt als gibt. Gleichzeitig wird deutlich, wie tief Worte treffen und das ganze Leben einer Person oder sogar ihres ganzen Bekannten-/ Freundeskreises beeinflussen können. Ein tolles Buch, dass die Beziehungen der einzelnen Charaktere gut darstellt. Es passiert gar nicht so viel und doch wieder eine Menge!
13. Apr. 2026

102 Follower
Ich muss gestehen das ich anfangs noch nicht sofort verstanden habe wo die Autorin Doris Knecht mit ihrem Roman 'Die Nachricht' hin möchte und einfach mal drauf los gelesen habe. Aber auf einmal wird es einem klar und ich war voll drin und hatte es ruck zuck durch. Es geht um die Drehbuchautorin Ruth und wie sie ihr Leben nach dem herben Verlust ihres Mannes Ludwig gestaltet und lebt. Einer Ihrer zwei Söhne lebt und bei ihr und besucht die Schule, der andere ist schon aus dem Haus. Ruth hat viele gute Freunde und Bekannte in ihrem Leben und trotz ihrer geselligen Art, liebt und sucht sie auch stark die Ruhe und Abgeschiedenheit in ihrem Alltag. Der Tod ihres Mannes ist nun vier Jahre her und Ruth wagt sich ans Dating und das mit keinem Unbekannten. Simon, der Kinderpsychologe, der ihren jüngeren Sohn nach dem Tod seines Vaters betreut hat kann ihr Herz gewinnen und die zwei starten eine On/Off Beziehung. Gleichzeitig fängt der Terror mit den Nachrichten an. Ruth und nach und nach jeder den sie kennt bekommt meist sehr private, intime und vulgäre Nachrichten über Ruth und ihr Leben Diese Art des Stalking zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch und spätestens da fällt einem der feministische Kern des Romans auf und ich muss sagen das habe ich sehr gemocht. Hoch interessant und extrem traurig wie einige aus dem Umfeld von Ruth auf diese Nachricht reagieren. Da wird das angesprochen was uns Frauen recht oft suggeriert wird...stell dich nicht so an...das musst du aushalten... Musst du definitiv nicht!!! Ein gutes Buch welches Victim blaming/ Täter-Opfer-Umkehr anspricht und einem mal wieder aufzeigt wie rasch es dazu kommen kann.

20. Apr. 2024
Ich muss gestehen das ich anfangs noch nicht sofort verstanden habe wo die Autorin Doris Knecht mit ihrem Roman 'Die Nachricht' hin möchte und einfach mal drauf los gelesen habe. Aber auf einmal wird es einem klar und ich war voll drin und hatte es ruck zuck durch. Es geht um die Drehbuchautorin Ruth und wie sie ihr Leben nach dem herben Verlust ihres Mannes Ludwig gestaltet und lebt. Einer Ihrer zwei Söhne lebt und bei ihr und besucht die Schule, der andere ist schon aus dem Haus. Ruth hat viele gute Freunde und Bekannte in ihrem Leben und trotz ihrer geselligen Art, liebt und sucht sie auch stark die Ruhe und Abgeschiedenheit in ihrem Alltag. Der Tod ihres Mannes ist nun vier Jahre her und Ruth wagt sich ans Dating und das mit keinem Unbekannten. Simon, der Kinderpsychologe, der ihren jüngeren Sohn nach dem Tod seines Vaters betreut hat kann ihr Herz gewinnen und die zwei starten eine On/Off Beziehung. Gleichzeitig fängt der Terror mit den Nachrichten an. Ruth und nach und nach jeder den sie kennt bekommt meist sehr private, intime und vulgäre Nachrichten über Ruth und ihr Leben Diese Art des Stalking zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch und spätestens da fällt einem der feministische Kern des Romans auf und ich muss sagen das habe ich sehr gemocht. Hoch interessant und extrem traurig wie einige aus dem Umfeld von Ruth auf diese Nachricht reagieren. Da wird das angesprochen was uns Frauen recht oft suggeriert wird...stell dich nicht so an...das musst du aushalten... Musst du definitiv nicht!!! Ein gutes Buch welches Victim blaming/ Täter-Opfer-Umkehr anspricht und einem mal wieder aufzeigt wie rasch es dazu kommen kann.
20. Apr. 2024

3 von 39 Rezensionen
Autorin / Autor
Doris Knecht, geboren in Vorarlberg, ist Kolumnistin (u.a. beim Falter und den Vorarlberger Nachrichten) und Schriftstellerin. Ihr erster Roman "Gruber geht" war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschienen "Besser", "Wald", "Alles über Beziehungen" und "weg". Sie erhielt den Literaturpreis der Stiftung Ravensburger und den Buchpreis der Wiener Wirtschaft. Doris Knecht lebt mit Familie und Freunden in Wien und im Waldviertel.
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