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Romane

Vom Aufstehen

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Über das Buch

Ein Jahrhundertleben – verwandelt in Literatur
Drei Heldentaten habe sie in ihrem Leben vollbracht, erklärt Helga Schuberts Mutter ihrer Tochter: Sie habe sie nicht abgetrieben, sie im Zweiten Weltkrieg auf die Flucht mitgenommen und sie vor dem Einmarsch der Russen nicht erschossen. Helga Schubert erzählt in kurzen Episoden und klarer, berührender Sprache ein Jahrhundert deutscher Geschichte – ihre Geschichte, sie ist Fiktion und Wahrheit zugleich. Mehr als zehn Jahre steht sie unter Beobachtung der Stasi, bei ihrer ersten freien Wahl ist sie fast fünfzig Jahre alt. Doch erst nach dem Tod der Mutter kann sie sich versöhnen: mit der Mutter, einem Leben voller Widerstände und sich selbst.

Editionen (6)

ISBN9783839818954
VerlagArgon
Erscheinungsdatum24.03.21

Rezensionen & Bewertungen

116 Bewertungen

14 Rezensionen

3,6

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  • 2,5

    Nicht so ganz meins

    Hmmmm... es fällt mir nicht ganz leicht das Buch zu bewerten. Ich kann den einzelnen kleinen Geschichten die in kurzen Abschnitten erzählt werden auf jeden Fall etwas abgewinnen, leider hält es mich aber nicht genug fest um das Buch zu Ende zu lesen. Vielleicht bin ich zu jung, vielleicht kann ich mich einfach zu wenig mit der Lebensrealität der Autorin identifizieren, vielleicht bin ich auch zu ungeduldig und brauche ein bisschen mehr Spannung, Witz, Charisma, was auch immer es sein mag. Es sind eben einfach Erzählungen, genau wie auch auf dem Cover benannt. Vielleicht schließe ich das Buch auch irgendwann einmal ab wenn mir nach etwas entschleunigterem Lesestoff ist 🙂

    Nicht so ganz meins

    4 Tage vor

  • anni227
    anni227

    49 Follower

    5,0

    Kein Roman, eher Episoden

    Ich mag einfach ihre Art zu schreiben… In unzusammenhängenden Episoden erzählt sie von ihrem Leben, dem schwierigen Verhältnis zu ihrer Mutter, dem Leben auf der Flucht, dann in der DDR, und schließlich die Wiedervereinigung. Ergreifend war für mich, die Episode, in der sie das Gefühl der Freiheit beschreibt, nun reisen zu dürfen, Spargel und Erdbeeren selbst kaufen und essen zu dürfen, die Fähre sehen und wissen, man dürfte jetzt tatsächlich auch selbst mitfahren, an der Ostsee am Strand stehen ohne Wachmänner und Zäune.

    7. Juni 2026

  • ankeliest
    ankeliest

    63 Follower

    5,0

    "Etwas erzählen, was nur ich weiss. Und wenn es jemand liest, weiss es jemand für die wenigen Minuten, in denen er die Geschichte liest, in der unendlich, eisigen Welt." Das Buch wirkt als höre bei einem Strandspaziergang einer Freundin zu. Der sonnige Wind weht die Erinnerung auf: eine lieblose Mutter , einen Diktatur Schaden, alt sein, Pfleger, die Sorge um Diäten und das Aufstehen, wenn derjenige der Frühstück machte, nicht mehr aufstehen kann und das Ende im Altweibersommer. Aber am Schluss ist "Alles gut". Besonders berührend fand ich das Kapitel "Wahlverwandtschaften", indem die Ich Erzählerin nur in der dritten Person von sich spricht, so viel sprachliche Distanz zur Mutter, die sie nicht lieben kann und von der sie nicht geliebt wird.

    29. Mai 2025

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Helga Schubert

Helga Schubert, geboren 1940 in Berlin, arbeitete als Psychotherapeutin und freie Schriftstellerin in der DDR. Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen zog sie sich aus der literarischen Öffentlichkeit zurück, bis sie 2020 mit der Geschichte Vom Aufstehen den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann. Der gleichnamige Erzählband erschien 2021 bei dtv und war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

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