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Romane

After Dark

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Über das Buch

In „Afterdark“ erzählt Haruki Murakami die Geschichte einer Nacht wie durch das Auge einer Kamera. Sie beginnt exakt um 23.56 Uhr und endet in der morgendlichen Dämmerung um 6.52 Uhr. In diesen knapp sieben Stunden kreuzen sich die Wege mehrerer Personen, die miteinander in geheimnisvolle Verstrickungen geraten. Das Kameraauge des Erzählers streift über das Panorama der nächtlichen Großstadt - Leuchtreklame und digitale Riesenbildschirme, Lautsprecher spucken Popmusik in die Nacht, der Zug erlebnishungriger Angestellter und Teenager strömt durch die Vergnügungsviertel der Stadt - und wechselt zwischen den einzelnen Szenen der Nacht. Wie mit einem Zoom beobachten wir die Orte nächtlicher Geschichten, die sich dramatisch verbinden und entfalten. Ein Nachtcafé: Die 19-jährige Mari sitzt allein mit ihrem Buch an einem Tisch. Der gleichaltrige Takahashi, der auf dem Weg zu einer Posaunenprobe ist, setzt sich zu ihr und es entspinnt sich eine Unterhaltung, die mit Unterbrechungen bis zum Morgengrauen andauert. Ein Stundenhotel: Die Geschäftsführerin des „Love Hotels“ sucht einen Übersetzer, weil eine chinesische Prostituierte von ihrem Freier misshandelt wurde. Ein Bürogebäude: Ein Angestellter wimmelt seine Frau am Telefon ab und arbeitet bis tief in die Nacht. Ein Supermarkt: Derselbe Angestellt deponiert das Handy der chinesischen Prostituierten in einem Kühlregal. Das Zimmer von Maris Schwester: Eri liegt seit zwei Monaten in einem tiefen, scheinbar endlosen Schlaf. Der Hörer erfährt nicht, warum. Am Ende der sich überstürzenden und mysteriösen Ereignisse in „Afterdark“ schickt uns Haruki Murakamis beunruhigende Prosa in den Tag zurück, doch die Nacht bleibt voller Geheimnisse.

Editionen (3)

ISBN9783829116107
VerlagUniversal Music
Erscheinungsdatum31.03.06

Rezensionen & Bewertungen

218 Bewertungen

29 Rezensionen

3,9

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  • readzilla
    readzilla

    146 Follower

    4,0

    Zwischen Neonlicht und Einsamkeit

    "After Dark" fühlt sich an wie ein stiller Spaziergang durch Tokio nach Mitternacht. Murakami fängt diese besonderen Stunden bis zum Sonnenaufgang ein, in der die Welt langsamer wird und Menschen einander begegnen, die tagsüber keinen Platz haben. Die Figuren wirken verloren und gleichzeitig nah, als würde man ihnen zufällig in einem Café oder vor einem Love Hotel über den Weg laufen. Mich hat vor allem diese ruhige Melancholie berührt – das Gefühl, dass selbst in der Nacht eine leise Verbindung zwischen Fremden entstehen kann. Sehr empfehlenswert für alle, die Murakamis emotionale, (nächtlichen) Geschichten lieben.

    Zwischen Neonlicht und Einsamkeit

    30. Jan. 2026

  • 4,0

    Starke, einzigartige Charaktere, eine verrückte Storyline und kurze bizzare Momente. Ach, wie lieb ich Murakamis Bücher, sie ziehen dich in den Bann und du beginnst durch die fein gestreuten Anekdoten nachzudenken. In diesem Büchlein, begleiten wir die Protagonisten eine Nacht lang in ihrem Lebenssituationen, die sich wie Filmszenen anfühlen. Klare Leseempfehlung für Afterdark.

    5. Feb. 2025

  • minkabelle
    minkabelle

    15 Follower

    4,0

    Aus der Perspektive eines Kurzfilmzuschauers lässt Murakami den Leser auf eine Nacht in Tokyo blicken. Die Geschichte ist sehr kurz, aber trotzdem mangelt es ihr an nichts. Hier entsteht eine perfekte Melage aus filmischen Bildern, die wie von selbst im Kopf entstehen und düsterem Tiefgang zwischen den Zeilen. Ein GROSSER kleiner Roman!

    15. Juli 2025

3 von 29 Rezensionen

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