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Ein Coming-of-age Roman der fesselt und über einem hinweg fegt, wie ein heißer Wind. Lesenswert.
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Die 12-jährige Astrid lebt mit ihrer Mutter, der Schriftstellerin Ingrid, die unkonventionell, aber auch selbst selbstbezogen und manipulativ ist, in Los Angeles. Als Ingrid ihren Freund Barry umbringt, nachdem er sie betrogen hat, wird sie zu lebenslänglich Gefängnis verurteilt, während Astrid bei verschiedenen Pflegefamilien landet, von der Ex-Strippperin Starr und deren Freund Ray, über die rassistische Marvel, die Astrid wegen ihrer Freudschaft mit der Schwarzen Nachbarin Olivia rausschmeißt, Amalie, die ihre Pflegetöchter hungern lässt, bis Astrid in der erfolglosen Schauspielerin Claire endlich eine liebevolle Pflegemutter findet. Doch auch dieses Glück ist nicht von Dauer, und Astrid landet irgendwann fast volljährig bei der russischen Emigrantin Rena, die sie bei ihrem Flohmarktbusiness unterstützen muss. Allerdings strebt Ingrid auch eine Wiederaufnahme ihres Prozesses an, um ihre vermeintliche Unschuld zu beweisen, was zu Spannungen zwischen Astrid und Ingrid führt, da Ingrid quasi eine Falschaussage von Astrid erwartet und Astrid sich das ganze komplizierte Mutter-Tochter-Verhältnis vor Augen führt. Insgesamt fand ich dieses Buch okay bis gut, auch wenn Astrid gefühlt von einer schlimmen Situation in die nächste gerät. Auch wenn ich erahne, dass hier vermutlich die Resilienz Astrids dargestellt werden soll, war mir das teilweise ein bisschen drüber. Recht gelungen fand ich auch die Darstellung des komplizierten Verhältnisse von Astrid und Ingrid. Insgesamt wäre ich wohl bei 4 Sternen gelandet, aber ich ziehe aus zwei Gründen einen ab: - Der Schreibstil war mir teilweise etwas sehr metapherngeschwängert. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass die Autorin die reichliche Verwendung von Metaphern als Zeichen von Intellekt und Anspruch ansieht und darum damit so großzügig war. - Mit 14 fängt Astrid eine sexuelle Beziehung mit Ray, dem Freund ihrer Pflegemutter an - wobei man hier wohl eher von sexuellem Missbrauch sprechen muss und Rays Verhalten auch in Richtung Grooming geht. Allerdings wird das alles auf eine Weise (ich bin fast geneigt zu sagen spicy) beschrieben, bei der ich mich direkt unwohl gefühlt habe. Vielleicht sollte so Astrids Verhalten angesichts ihrer miserablen Lage nachvollziehbar werden, und natürlich darf man eine Beschreibung eines Vorgangs durch einen Autor nicht als Befürwortung deuten, aber diese Stellen haben bei mir einen komischen Nachgeschmack hinterlassen.
14. Mai 2026
Die 12-jährige Astrid lebt mit ihrer Mutter, der Schriftstellerin Ingrid, die unkonventionell, aber auch selbst selbstbezogen und manipulativ ist, in Los Angeles. Als Ingrid ihren Freund Barry umbringt, nachdem er sie betrogen hat, wird sie zu lebenslänglich Gefängnis verurteilt, während Astrid bei verschiedenen Pflegefamilien landet, von der Ex-Strippperin Starr und deren Freund Ray, über die rassistische Marvel, die Astrid wegen ihrer Freudschaft mit der Schwarzen Nachbarin Olivia rausschmeißt, Amalie, die ihre Pflegetöchter hungern lässt, bis Astrid in der erfolglosen Schauspielerin Claire endlich eine liebevolle Pflegemutter findet. Doch auch dieses Glück ist nicht von Dauer, und Astrid landet irgendwann fast volljährig bei der russischen Emigrantin Rena, die sie bei ihrem Flohmarktbusiness unterstützen muss. Allerdings strebt Ingrid auch eine Wiederaufnahme ihres Prozesses an, um ihre vermeintliche Unschuld zu beweisen, was zu Spannungen zwischen Astrid und Ingrid führt, da Ingrid quasi eine Falschaussage von Astrid erwartet und Astrid sich das ganze komplizierte Mutter-Tochter-Verhältnis vor Augen führt. Insgesamt fand ich dieses Buch okay bis gut, auch wenn Astrid gefühlt von einer schlimmen Situation in die nächste gerät. Auch wenn ich erahne, dass hier vermutlich die Resilienz Astrids dargestellt werden soll, war mir das teilweise ein bisschen drüber. Recht gelungen fand ich auch die Darstellung des komplizierten Verhältnisse von Astrid und Ingrid. Insgesamt wäre ich wohl bei 4 Sternen gelandet, aber ich ziehe aus zwei Gründen einen ab: - Der Schreibstil war mir teilweise etwas sehr metapherngeschwängert. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass die Autorin die reichliche Verwendung von Metaphern als Zeichen von Intellekt und Anspruch ansieht und darum damit so großzügig war. - Mit 14 fängt Astrid eine sexuelle Beziehung mit Ray, dem Freund ihrer Pflegemutter an - wobei man hier wohl eher von sexuellem Missbrauch sprechen muss und Rays Verhalten auch in Richtung Grooming geht. Allerdings wird das alles auf eine Weise (ich bin fast geneigt zu sagen spicy) beschrieben, bei der ich mich direkt unwohl gefühlt habe. Vielleicht sollte so Astrids Verhalten angesichts ihrer miserablen Lage nachvollziehbar werden, und natürlich darf man eine Beschreibung eines Vorgangs durch einen Autor nicht als Befürwortung deuten, aber diese Stellen haben bei mir einen komischen Nachgeschmack hinterlassen.
14. Mai 2026

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10. Jan. 2024
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