Blick ins Buch

Romane

Jeder stirbt für sich allein

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Über das Buch

Der Roman von 1947 basiert auf dem authentischen Fall des Ehepaars Otto und Elise Hampel, das 1940 bis 1942 in Berlin Postkarten-Flugblätter gegen Hitler ausgelegt hatte und denunziert worden war. Fallada schrieb den Roman Ende 1946 in knapp vier Wochen; am 5. Februar 1947 starb er. Die Romanfiguren, Schreinermeister Otto Quangel und seine Frau Anna wohnen in Berlin. Im selben Haus wohnen ein Denunziant und Gelegenheitsdieb, linientreue Nazis und die Jüdin Rosenthal und der pensionierte Richter Fromm. Ins Haus kommt die Briefträgerin Eva Kluge mit einem Feldpostbrief, in dem den Quangels mitgeteilt wird, dass ihr einziger Sohn Otto im Westfeldzug gefallen ist. Es wird berichtet, wie erste Karten in Berlin auftauchen und was sie bewirken: Schrecken beim jeweiligen Finder. Die Ex-Schwiegertochter Trudel hat geheiratet und ist schwanger und wird mit ihren Mann Karl später in den Fall Quangel hineingezogen. In der Verhandlung vor dem Volksgerichtshof werden die Quangels zum Tode verurteilt, Otto wird hingerichtet und Anna kommt in ihrer Zelle bei einem Bombenangriff ums Leben.

Editionen (22)

ISBN9783756541645
Verlagepubli
Erscheinungsdatum26.10.22
Seitenzahl496

Rezensionen & Bewertungen

146 Bewertungen

23 Rezensionen

4,5

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  • herz
    herz

    361 Follower

    4,0

    #Histo-Liebe💛

    Hans Fallada beschreibt in seinem Buch ehrlich und klar wie das NS-Regime mit Menschen umgegangen ist, die das Regime und den Krieg hinterfragt haben und von innen heraus bekämpfen wollten. Beachtlich ist dabei, dass dieses Buch nichtmal 2 Jahre nach Kriegsende erschienen ist. So zeitlos, dass es noch heute absolut lesenswert ist.

    18. Mai 2026

  • buchwuppi
    buchwuppi

    1 Follower

    5,0

    Wenn ich könnte, würde ich diesem bedeutenden Buch 10 Sterne geben, in dem eine sehr bewegende Geschichte über Macht und Moral in Zeiten einer brutalen Diktatur erzählt wird. Absolut und unbedingt lesenswert. Ein Schatz in meinem Bücherregal.

    18. Jan. 2026

  • leosbuecherregal
    leosbuecherregal

    16 Follower

    4,5

    Wichtiger denn je!

    Fallada erzählt die Geschichte eines Ehepaars, das sich auf seine Art versucht gegen das NS-Regime aufzulehnen und andere zum Umdenken anzuregen. Er schreibt eindrücklich, ungeschönt und nah an den Figuren. Der Roman hat teilweise seine Längen, ist aber trotzdem fesselnd und sehr bewegend. Kurz: Ein Roman, den gerade jetzt jede*r lesen (oder wie in meinem Fall hören) sollte. 🫶🏽

    31. Jan. 2026

3 von 23 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Hans Fallada

Hans Fallada, eigentlich Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen wurde am 21. Juli 1893 in Greifswald geboren und starb am 5. Februar 1947 in Berlin. Er war ein deutscher Schriftsteller. Bereits mit dem ersten, 1920 veröffentlichten Roman Der junge Goedeschal verwendete Rudolf Ditzen das Pseudonym Hans Fallada. Es entstand in Anlehnung an zwei Märchen der Brüder Grimm. Der Vorname bezieht sich auf den Protagonisten von Hans im Glück und der Nachname auf das sprechende Pferd Falada aus Die Gänsemagd: Der abgeschlagene Kopf des Pferdes verkündet so lange die Wahrheit, bis die betrogene Prinzessin zu ihrem Recht kommt.

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