Blick ins Buch

Romane

Botanik des Wahnsinns

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Über das Buch

Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Wie hat es so weit kommen können? Der Erzähler blickt auf die Biografie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: Eine Kindheit im Münchner Arbeiterviertel. Die frühe Angst, verrückt zu werden. Die Flucht vor der Familie ins entfernte New York. Jahre in Wien mit Freud im Kaffeehaus. Und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe. Bei der Arbeit mit den Patienten lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren. Vor allem aber muss er sich bald die Frage stellen, was das sein soll: ein normaler Mensch. Eine aus dem Ruder gelaufene Familienanamnese? Ein Schelmenroman? Ein Lehrstück in Empathie? Leon Englers Debüt ist all das und mehr, ein zärtlicher Befreiungsschlag, die Geschichte einer Versöhnung. Lieblingsbuch des Schweizer Buchhandels 2026. Nominiert für den ZDF-aspekte-Literaturpreis 2025. »Ein fantastisches Buch – abgrundtief und doch tröstend. Hab’s verschlungen.« DORIS DÖRRIE »Unwiderstehlich. Leichtfüßig und ernst, zärtlich und brutal, ironisch und ehrlich.« SIRI HUSTVEDT

Editionen (3)

ISBN9783755800538
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum12.08.25
Seitenzahl208

Merkmale

15 Bewertungen

GlaubwürdigNachdenklichInformativVielschichtigTraurigEntwickelnd

Rezensionen & Bewertungen

998 Bewertungen

209 Rezensionen

3,9

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  • i_heart_books
    i_heart_books

    123 Follower

    5,0

    Botanik des Wahnsinns handelt von der Familie des Protagonisten, in der Eltern wie Großeltern an psychischen Problemen und Erkrankungen leiden, von Alkoholsucht über Depressionenen bis hin zur Schizophrenie. Parallel dazu schildert der Protagonist seine Lebensgeschichte, die ihn schließlich als Psychologen in eine psychiatrische Klinik führt. Mich hat dieses Buch sehr berührt, vor allem die Familiengeschichte mit Selbstmordversuchen, Psychiatrieaufenthalten oder auch "nur" unschönen Lebensumständen - aber auch die Passagen, in denen vom Arbeitsalltag in der Psychiatrie berichtet wird, von den Patienten und ihren Erkrankungen. Das alles wird in vielen kurzen Kapiteln erzählt, in einem teils nüchternen, teils poetischen Stil und mit vielen Zitaten aus Literatur und psychologischen Fachbüchern. Ich kann für dieses Buch definitiv eine Leseempfehlung aussprechen, allerdings schadet ein gewisses Interesse an Psychologie bzw. psychischen Krankheiten sicher nicht.

    8 Stunden vor

  • domi1012
    domi1012

    614 Follower

    3,0

    Als Hörbuch gekauft. Fand es ein sehr interessantes Thema. Der Autor hat es sehr gut geschafft die verschiedenen Krankheitsgeschichten der ganzen Familienangehörigen des Protagonisten aufzuzeigen. Es ist sehr flüssig geschrieben, was man auch sehr gut beim Hörbuch heraushört. Der Sprecher macht ebenfalls einen sehr guten Job. Ein Buch dass möglicherweise aber nicht für jeden etwas ist, da die ganzen Krankheiten wirklich gut beschrieben sind und es für manche Lesende zu nah gehen kann. Dennoch ein empfehlenswerter Roman.

    29. März 2026

  • ro_ke
    ro_ke

    483 Follower

    5,0

    Der Spaziergang durch den verwilderten Garten im Kopf zeigt, dass „Wahnsinn“ und Menschlichkeit ganz nah beinander liegen - klug und aufblühend erzählt!

    5. Mai 2026

3 von 209 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 199%
la_zick
la_zick31. März 2026

„Ich betrachte, was geschieht, wenn nichts geschieht.“ das Buch verwirrt mich und zieht mich mit in den Wahnsinn 😅🙈 bin gespannt wohin es geht…

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Autorin / Autor

Über Leon Engler

LEON ENGLER wuchs in München auf und studierte Theater-, Film-, Medien-, Kulturwissenschaft und Psychologie in Wien, Paris und Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele und Kurzgeschichten und wurde 2022 mit dem 3sat-Preis beim Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnet. Er ist tätig als Autor, Psychologe und Dozent für Psychologie und Literarisches Schreiben. ›Botanik des Wahnsinns‹ ist sein Debütroman, mit dem er auf der Shortlist für den aspekte-Literaturpreis stand.

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