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Romane

Der Doppelgänger

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Über das Buch

„Der Doppelgänger“ zählt zu den frühen und bekanntesten Werken Dostojewskis. Der zurückhaltende Kanzleibeamte Goljadkin findet sich eines Nachts unerwartet seinem Doppelgänger gegenüber, ein unheimliches Ebenbild seine selbst, das ihm überall hin folgt und ihn aus seinem Leben zu drängen sucht. Nach und nach nimmt sein Widersacher seine Stelle ein, gesellschaftlich und beruflich. Die Situation spitzt sich zu, als Goljadkin erkennt, dass seine Liebe zur Klara Olsuf'evna nicht erwidert wird.

Editionen (24)

ISBN9783750293960
Verlagepubli
Erscheinungsdatum17.03.20
Seitenzahl244

Rezensionen & Bewertungen

38 Bewertungen

7 Rezensionen

3,6

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  • nikiread
    nikiread

    17 Follower

    5,0

    Das Buch war ein eindrucksvoller Roman über den Doppelgänger eines einfachen Kanzleibeamten, der ihm nach und nach das Leben wegnimmt. Anfangs war mir der Doppelgänger noch sympathisch, doch mit fortschreitender Handlung wurde er zutiefst unsympathisch und hinterlistig. Der Protagonist ist schüchtern und zurückhaltend, häufig in Gedanken verloren, wohingegen sein Doppelgänger das komplette Gegenteil davon ist. Ich war sehr beeindruckt wie gut Dostojewski es geschafft die Gefühle und Gedanken des Protagonisten zu porträtieren. Eine absolute Weiterempfehlung.

    Das Buch war ein eindrucksvoller Roman über den Doppelgänger eines einfachen Kanzleibeamten, der ihm nach und nach das Leben wegnimmt. Anfangs war mir der Doppelgänger noch sympathisch, doch mit fortschreitender Handlung wurde er zutiefst unsympathisch und hinterlistig. Der Protagonist ist schüchtern und zurückhaltend, häufig in Gedanken verloren, wohingegen sein Doppelgänger das komplette Gegenteil davon ist. Ich war sehr beeindruckt wie gut Dostojewski es geschafft die Gefühle und Gedanken des Protagonisten zu porträtieren. Eine absolute Weiterempfehlung.

    2. Dez. 2025

  • berni
    berni

    87 Follower

    3,5

    Der frühe Dostojewski

    Hier ist natürlich noch einiges an Luft nach oben. Auch die Übersetzung ist vielleicht hier und da etwas antiquiert. Aber die Grundlage, die Figurenführung und die Fähigkeit auch über den Text die inhaltliche Stimmung zu transportieren sind hier bereits angelegt. Wenn man etwas leichter und ausgereifter einsteigen will ist aber „der Spieler“ oder „Weise Nächte“ das bessere Go to.

    6. Juni 2026

  • suat
    suat

    134 Follower

    4,0

    In Der Doppelgänger erzählt Dostojewski die Geschichte eines Beamten namens Golyadkin, der eines Tages seinem eigenen Doppelgänger begegnet. Dieser sieht genauso aus wie er, ist aber ganz anders: selbstbewusst, beliebt und scheinbar überall dort erfolgreich, wo Golyadkin scheitert. Was wie ein merkwürdiger Zufall beginnt, wird schnell zu einem Albtraum. Der Doppelgänger nimmt Golyadkin Stück für Stück das Leben weg seine Stellung, seinen Ruf, sein Selbstbild. Golyadkin wird immer verzweifelter und weiß bald nicht mehr, was wirklich ist und was er sich nur einbildet. Dostojewski zeigt in diesem Buch, wie sehr ein Mensch unter inneren Konflikten leiden kann vor allem dann, wenn er sich selbst nicht annehmen kann. Gleichzeitig übt er Kritik an einer Gesellschaft, in der es mehr um Fassade als um echtes Menschsein geht. Was man aus dem Buch mitnehmen kann: ▶️ Wenn man sich selbst nicht liebt, kann einen das von innen auffressen. ▶️ Nicht jeder, der lächelt, ist ehrlich und nicht jeder, der ehrlich ist, wird akzeptiert. ▶️ Manchmal ist die größte Bedrohung nicht von außen, sondern in uns selbst. ▶️ Es ist wichtig, einen Platz in der Welt zu finden aber noch wichtiger, bei sich selbst zuhause zu sein. Ein intensiver Roman über Identität, Einsamkeit und den Wunsch, gesehen zu werden. Nicht leicht zu verstehen, aber umso wirkungsvoller. Daher nehmt euch doch gern die Zeit dafür.

    12. Apr. 2025

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Fjodor Dostojewski

Fjodor Michailowitsch Dostojewski, geboren am 11. November 1821 in Moskau, gestorben am 09. Februar 1881 in Petersburg, war ein russischer Schriftsteller. Er besuchte von 1838 bis 1843 die Ingenieurschule der Petersburger Militärakademie, wo er Technik sowie französische und russische Literatur studierte. Schon sein erster Roman, „Arme Leute“ (1846), wurde ein enormer Erfolg. Wegen revolutionärer Tätigkeit verhaftete man ihn 1849 und verurteilt ihn zum Tode. Die Hinrichtung wurde jedoch als Scheinhinrichtung inszeniert und kurz vor der Erschießung eine Begnadigung des Zaren verlautbart. Stattdessen wurde er nach Sibirien zu Zwangsarbeit in Festungshaft gesandt. Zu seinen wichtigsten Werken zählen „Schuld und Sühne“ (1866), „Der Idiot“ (1869) und „Die Brüder Karamasow“ (1880).

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