»Versteht mich nicht falsch, Jungs: Toll, dass ihr Feministen seid. Aber was geht mich das an?«
Lensi Schmidt ist eine Meisterin darin, das sonderbare Verhalten von Männern humorvoll und gleichzeitig kritisch zu beleuchten. Feministisches Empowerment trifft auf eine große Portion Selbstironie. Denn Lensi weiß aus eigener Erfahrung, dass man genau den Dude, den man gerade in die Wüste geschickt hat, am nächsten Tag schon wieder daten will. Tipps und Tricks, wie Frauen diesen Spagat meistern, klare Grenzen setzen und trotzdem auf ihre Kosten kommen, liefert Lensi inklusive.
Ein befreiender, böser und wahnsinnig komischer Blick auf den Alltag mit toxischer Männlichkeit – unverzichtbar für alle Frauen, die sich von nichts und niemandem unterkriegen lassen wollen!
Lensi Schmidt schreibt über zahlreiche typische Situationen, in denen Frauen „Scheinfeminismus“ bemühter Männer begegnen können. Ich hatte das Gefühl, neben dem Humor auch ein intimes Buch mit einem ordentlichen Paket Selbstoffenbarung zu hören. Ein Augenöffner mit einer wichtigen Nachricht: „Sei nicht wie Jonas, Thomas oder Jakob.“
Ich habe es gerne gehört und habe mich gut unterhalten gefühlt. Gleichzeitig bleibt es eher an der Oberfläche, den Transfer gilt es selbst zu leisten. Eine gute Anregung zur eigenen Reflektion für mich.
6. Sept. 2025
3,5
Lensi Schmidt schreibt über zahlreiche typische Situationen, in denen Frauen „Scheinfeminismus“ bemühter Männer begegnen können. Ich hatte das Gefühl, neben dem Humor auch ein intimes Buch mit einem ordentlichen Paket Selbstoffenbarung zu hören. Ein Augenöffner mit einer wichtigen Nachricht: „Sei nicht wie Jonas, Thomas oder Jakob.“
Ich habe es gerne gehört und habe mich gut unterhalten gefühlt. Gleichzeitig bleibt es eher an der Oberfläche, den Transfer gilt es selbst zu leisten. Eine gute Anregung zur eigenen Reflektion für mich.
Rezensionsexemplar
Ich habe das Buch jetzt zu Ende gelesen und finde: Es ist wichtig, witzig und sehr zugänglich – aber für mich persönlich kein Gamechanger.
Das Buch versammelt eine Reihe kurzer, pointierter Textabschnitte, die sich mit patriarchalen Strukturen, Dating-Dynamiken, moderner Männlichkeit, Körperbildern und Machtverhältnissen beschäftigen. Viele der Kapitel greifen Alltagssituationen auf, die vor allem Frauen nur allzu gut kennen: übergriffige Kommentare, vermeintlich „feministische“ Männer, ungleiche Beziehungen, Grenzüberschreitungen im Dating oder das ständige Kleinreden weiblicher Emotionen.
Stilistisch arbeitet die Autorin stark mit Humor, Zuspitzung und Ironie. Die Texte sind leicht zugänglich, direkt und oft sehr unterhaltsam. Gerade darin liegt eine große Stärke des Buches: Es liest sich flüssig, ist witzig und schafft es, ernste Themen so zu verpacken, dass sie niedrigschwellig verständlich bleiben. Viele Passagen eignen sich gut zum Wiedererkennen, Nicken und innerlichen „Ja, genau so“-Denken.
Inhaltlich sind die angesprochenen Themen ohne Frage wichtig und relevant. Das Buch macht patriarchale Mechanismen sichtbar und benennt sie klar. Besonders für jüngere Leser:innen oder Menschen, die sich gerade erst intensiver mit Feminismus, Beziehungsdynamiken und Selbstabgrenzung auseinandersetzen, kann es ein Anstoß sein, eigene Erfahrungen einzuordnen und zu reflektieren.
Für mich persönlich blieb jedoch vieles auf einer Ebene, die mir bereits vertraut war. Die Texte liefern eher Denkanstöße als vertiefende Analysen. Themen werden häufig zugespitzt dargestellt, kurz kommentiert und dann wieder verlassen, ohne tiefer in psychologische, gesellschaftliche oder strukturelle Zusammenhänge einzutauchen. Dadurch entsteht mit der Zeit ein gewisser Wiederholungseffekt: Die Botschaft ist nachvollziehbar, überrascht aber kaum.
Unabhängig davon hat mir der Humor der Autorin sehr gefallen. Die Beobachtungen sind scharf, der Ton selbstbewusst und pointiert, ohne trocken zu wirken. Gerade diese Mischung aus Ernst und Ironie macht das Buch zugänglich und dürfte vielen Leser:innen Mut geben, eigene Grenzen klarer zu sehen und zu benennen.
Fazit:
Ein wichtiges, unterhaltsames Buch mit klarer Haltung und hohem Wiedererkennungswert. Für mich persönlich bot es wenig neue Impulse, da viele Inhalte bereits bekannt waren. Für jüngere Leser:innen oder Menschen am Anfang ihrer feministischen Auseinandersetzung kann es jedoch ein wertvoller Einstieg und Denkanstoß sein – und genau darin liegt seine Stärke.
15. Jan. 2026
3,0
Rezensionsexemplar
Ich habe das Buch jetzt zu Ende gelesen und finde: Es ist wichtig, witzig und sehr zugänglich – aber für mich persönlich kein Gamechanger.
Das Buch versammelt eine Reihe kurzer, pointierter Textabschnitte, die sich mit patriarchalen Strukturen, Dating-Dynamiken, moderner Männlichkeit, Körperbildern und Machtverhältnissen beschäftigen. Viele der Kapitel greifen Alltagssituationen auf, die vor allem Frauen nur allzu gut kennen: übergriffige Kommentare, vermeintlich „feministische“ Männer, ungleiche Beziehungen, Grenzüberschreitungen im Dating oder das ständige Kleinreden weiblicher Emotionen.
Stilistisch arbeitet die Autorin stark mit Humor, Zuspitzung und Ironie. Die Texte sind leicht zugänglich, direkt und oft sehr unterhaltsam. Gerade darin liegt eine große Stärke des Buches: Es liest sich flüssig, ist witzig und schafft es, ernste Themen so zu verpacken, dass sie niedrigschwellig verständlich bleiben. Viele Passagen eignen sich gut zum Wiedererkennen, Nicken und innerlichen „Ja, genau so“-Denken.
Inhaltlich sind die angesprochenen Themen ohne Frage wichtig und relevant. Das Buch macht patriarchale Mechanismen sichtbar und benennt sie klar. Besonders für jüngere Leser:innen oder Menschen, die sich gerade erst intensiver mit Feminismus, Beziehungsdynamiken und Selbstabgrenzung auseinandersetzen, kann es ein Anstoß sein, eigene Erfahrungen einzuordnen und zu reflektieren.
Für mich persönlich blieb jedoch vieles auf einer Ebene, die mir bereits vertraut war. Die Texte liefern eher Denkanstöße als vertiefende Analysen. Themen werden häufig zugespitzt dargestellt, kurz kommentiert und dann wieder verlassen, ohne tiefer in psychologische, gesellschaftliche oder strukturelle Zusammenhänge einzutauchen. Dadurch entsteht mit der Zeit ein gewisser Wiederholungseffekt: Die Botschaft ist nachvollziehbar, überrascht aber kaum.
Unabhängig davon hat mir der Humor der Autorin sehr gefallen. Die Beobachtungen sind scharf, der Ton selbstbewusst und pointiert, ohne trocken zu wirken. Gerade diese Mischung aus Ernst und Ironie macht das Buch zugänglich und dürfte vielen Leser:innen Mut geben, eigene Grenzen klarer zu sehen und zu benennen.
Fazit:
Ein wichtiges, unterhaltsames Buch mit klarer Haltung und hohem Wiedererkennungswert. Für mich persönlich bot es wenig neue Impulse, da viele Inhalte bereits bekannt waren. Für jüngere Leser:innen oder Menschen am Anfang ihrer feministischen Auseinandersetzung kann es jedoch ein wertvoller Einstieg und Denkanstoß sein – und genau darin liegt seine Stärke.
Ein Buch, das viele feministische Themen anspricht und sich dabei wie ein lautes, wütendes Gespräch mit einer guten Freundin anfühlt. Perfekt für den Rage-Modus – wenn man einfach mal alles rauslassen und sich verstanden fühlen will. In vielen Kapiteln habe ich mich wiedergefunden, genickt, geschmunzelt, den Kopf geschüttelt – und war dankbar für die klaren Worte.
Aber: Nicht alles hat mich abgeholt. Was mir gefehlt hat, war eine gewisse Weiterentwicklung. Ein Rat, ein Lichtblick, ein „Und was jetzt?“ nach dem berechtigten Frust. Es reicht mir nicht, nur zu benennen, was alles schiefläuft – ich hätte mir an manchen Stellen mehr Differenzierung oder positive Impulse gewünscht. Denn so berechtigt die Wut ist: Ich will nicht in ihr steckenbleiben.
Teilweise wirkt das Buch sehr einseitig. Probleme werden zugespitzt dargestellt – verständlich, aber manchmal zu sehr auf „Mann schlecht, Frau gut“ vereinfacht. Und genau das greift für mich zu kurz. Denn: Viele Dinge, die wir an toxischen Männern kritisieren, will ich auch nicht bei Frauen akzeptieren. Feminismus muss mehr können als nur Spiegel zurückwerfen.
Trotzdem gibt es Passagen, die stark sind – die treffen, inspirieren oder einfach gut formuliert sind. Die Mischung aus Emotion, Analyse und persönlichen Erfahrungen ist kraftvoll, auch wenn nicht alles für mich rund war.
Fazit: Ein wütendes, ehrliches Buch mit wichtigen Themen – nicht perfekt, aber ein Einstieg, der ins Gespräch bringt. Besonders für Leser*innen, die gerade Dampf ablassen wollen – und Lust haben, Feminismus roh und ungefiltert zu lesen.
30. Juli 2025
2,5
Ein Buch, das viele feministische Themen anspricht und sich dabei wie ein lautes, wütendes Gespräch mit einer guten Freundin anfühlt. Perfekt für den Rage-Modus – wenn man einfach mal alles rauslassen und sich verstanden fühlen will. In vielen Kapiteln habe ich mich wiedergefunden, genickt, geschmunzelt, den Kopf geschüttelt – und war dankbar für die klaren Worte.
Aber: Nicht alles hat mich abgeholt. Was mir gefehlt hat, war eine gewisse Weiterentwicklung. Ein Rat, ein Lichtblick, ein „Und was jetzt?“ nach dem berechtigten Frust. Es reicht mir nicht, nur zu benennen, was alles schiefläuft – ich hätte mir an manchen Stellen mehr Differenzierung oder positive Impulse gewünscht. Denn so berechtigt die Wut ist: Ich will nicht in ihr steckenbleiben.
Teilweise wirkt das Buch sehr einseitig. Probleme werden zugespitzt dargestellt – verständlich, aber manchmal zu sehr auf „Mann schlecht, Frau gut“ vereinfacht. Und genau das greift für mich zu kurz. Denn: Viele Dinge, die wir an toxischen Männern kritisieren, will ich auch nicht bei Frauen akzeptieren. Feminismus muss mehr können als nur Spiegel zurückwerfen.
Trotzdem gibt es Passagen, die stark sind – die treffen, inspirieren oder einfach gut formuliert sind. Die Mischung aus Emotion, Analyse und persönlichen Erfahrungen ist kraftvoll, auch wenn nicht alles für mich rund war.
Fazit: Ein wütendes, ehrliches Buch mit wichtigen Themen – nicht perfekt, aber ein Einstieg, der ins Gespräch bringt. Besonders für Leser*innen, die gerade Dampf ablassen wollen – und Lust haben, Feminismus roh und ungefiltert zu lesen.
30. Juli 2025
3 von 18 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Lensi Schmidt
Lensi Schmidt, geboren 1991 in Ludwigshafen am Rhein, ist Soziologin, Podcasterin und bekannt für ihre provokanten feministischen Beiträge auf Instagram. Mit ihrem klaren Standpunkt und scharfsinnigen Analysen polarisiert sie in den sozialen Medien und regt wichtige Diskussionen rund um das Thema Geschlechtergerechtigkeit an. Neben ihrer Arbeit als Onlineredakteurin im Bundestag engagiert sie sich aktiv in der linken Politik und setzt sich für die Rechte von Frauen und marginalisierten Gruppen ein.