
96 Follower
Eine so lustige Abrechnung mit toxischer Männlichkeit, wie ich sie lang nicht mehr gelesen habe! Gesamt: ⭐️ 5/5 Schreibstil: ⭐️ 5/5 Hilfreich: ⭐️ 5/5 Humor: ⭐️10/5
In ihrem Debüt '»Ich als Feminist…« - 70 Dinge, die wir an Männern nicht mehr ertragen', rechnet Lensi Schmidt auf unglaublich humorvolle Weise mit der toxischen Männlichkeit ab. In 70 Kapiteln reagiert sie auf 70 typische Aussagen, die so gut wie jede* von uns bislang schonmal gehört hat. Sätze die wir am Stammtisch, beim Daten, in einer Beziehung oder beim Sex einfach nicht mehr hören können. Die Kapitel sind kurze Ansagen, die sich mal eben zwischen durch lesen oder (weil Achtung, Suchtpotenzial) eine nach dem anderen das Buch weg atmen lassen. Auch wenn die primäre Zielgruppe des Buches wohl Frauen* sind, richten sich die Kapitel auch an Männer und spricht diese explizit an. Also lest es denkt euch „Yes Girl, you got it!“ und gebt es dann an euren Typen zuhause weiter. Beim lesen habe ich mich endlich wahrgenommen und weniger alleine gefühlt. Der Wut die in einem schlummert, bei all dem Bullshit den man als Frau* durchmachen muss, wurde hier ein Ventil geboten. In Form von herzhaftem Lachen. Und ich habe gelacht. Fast durchgehend. Und ja, es macht die Welt kein Stück besser, fühlt sich für einen Moment aber befreiend an. Lensi Schmidt hat damit etwas geschaffen, was ich bei kaum einem anderen feministischen Buch so empfunden habe: All die Themen die mich als Frau und Feministin traurig, sprachlos und vor allem wütend machen, so humoristisch zu verpacken, dass ich mich gleichzeitig wirklich verstanden fühle, ohne mich jedoch von der Schwere des Thema erdrücken zu lassen oder sie zu bagatellisieren. Im Nachwort wurde die Stimmung dann doch kurz ernst und da floßen bei mir auch die Tränen. Mit ihren eigenen Erfahrungen veranschaulicht Lensi Schmidt, dass Humor als eine cooping Strategie herhält aber keines Wegs ausreicht um zu bewältige, was der facettenreichen Missbrauch durch Männer anrichtet. Schlussendlich hat dieses Kapitel das Buch für mich rund gemacht. Kritikpunkt? Das Buch fühlt sich an wie ein solidarischer Händedruck, aber eben eher für weiße cis-Frauen die nicht doppelte Marginalisierung erfahren. Lensi Schmidt schreibt nunmal aus ihrer Perspektive und ich bleib da bei meiner Devise, wer z.B etwas über Feminismus aus Schwarzer Perspektive lesen will, sollte auch nach einer Schwarzen Autor*in schauen. Wer etwa über Feminismus aus queerer Perspektive erfahren möchte, lässt es sich von einer queeren Autor*in erklären. Männern bietet das Buch maximal den ersten Denkanstoß, aber keineswegs Lösungsansätze. Das Buch versucht hier garnicht zu seien, was es auch nicht ist. Deswegen kann ich dem Buch nur eine ehrliche Leseempfehlung aussprechen. Für mich gehört es zu den Jahreshighlights 2025. '»Ich als Feminist…«' wird dein Leben nicht verändern, aber dich kurze Zeit auffangen falls du das brauchst. Ansonsten hilft es wunderbar dem ein oder anderen Typen das Buch um die Ohren zu hauen. Verbal, versteht sich. Anzeige | Rezensionsexemplar über NetgalleyDE

6. Mai 2025
Eine so lustige Abrechnung mit toxischer Männlichkeit, wie ich sie lang nicht mehr gelesen habe! Gesamt: ⭐️ 5/5 Schreibstil: ⭐️ 5/5 Hilfreich: ⭐️ 5/5 Humor: ⭐️10/5
In ihrem Debüt '»Ich als Feminist…« - 70 Dinge, die wir an Männern nicht mehr ertragen', rechnet Lensi Schmidt auf unglaublich humorvolle Weise mit der toxischen Männlichkeit ab. In 70 Kapiteln reagiert sie auf 70 typische Aussagen, die so gut wie jede* von uns bislang schonmal gehört hat. Sätze die wir am Stammtisch, beim Daten, in einer Beziehung oder beim Sex einfach nicht mehr hören können. Die Kapitel sind kurze Ansagen, die sich mal eben zwischen durch lesen oder (weil Achtung, Suchtpotenzial) eine nach dem anderen das Buch weg atmen lassen. Auch wenn die primäre Zielgruppe des Buches wohl Frauen* sind, richten sich die Kapitel auch an Männer und spricht diese explizit an. Also lest es denkt euch „Yes Girl, you got it!“ und gebt es dann an euren Typen zuhause weiter. Beim lesen habe ich mich endlich wahrgenommen und weniger alleine gefühlt. Der Wut die in einem schlummert, bei all dem Bullshit den man als Frau* durchmachen muss, wurde hier ein Ventil geboten. In Form von herzhaftem Lachen. Und ich habe gelacht. Fast durchgehend. Und ja, es macht die Welt kein Stück besser, fühlt sich für einen Moment aber befreiend an. Lensi Schmidt hat damit etwas geschaffen, was ich bei kaum einem anderen feministischen Buch so empfunden habe: All die Themen die mich als Frau und Feministin traurig, sprachlos und vor allem wütend machen, so humoristisch zu verpacken, dass ich mich gleichzeitig wirklich verstanden fühle, ohne mich jedoch von der Schwere des Thema erdrücken zu lassen oder sie zu bagatellisieren. Im Nachwort wurde die Stimmung dann doch kurz ernst und da floßen bei mir auch die Tränen. Mit ihren eigenen Erfahrungen veranschaulicht Lensi Schmidt, dass Humor als eine cooping Strategie herhält aber keines Wegs ausreicht um zu bewältige, was der facettenreichen Missbrauch durch Männer anrichtet. Schlussendlich hat dieses Kapitel das Buch für mich rund gemacht. Kritikpunkt? Das Buch fühlt sich an wie ein solidarischer Händedruck, aber eben eher für weiße cis-Frauen die nicht doppelte Marginalisierung erfahren. Lensi Schmidt schreibt nunmal aus ihrer Perspektive und ich bleib da bei meiner Devise, wer z.B etwas über Feminismus aus Schwarzer Perspektive lesen will, sollte auch nach einer Schwarzen Autor*in schauen. Wer etwa über Feminismus aus queerer Perspektive erfahren möchte, lässt es sich von einer queeren Autor*in erklären. Männern bietet das Buch maximal den ersten Denkanstoß, aber keineswegs Lösungsansätze. Das Buch versucht hier garnicht zu seien, was es auch nicht ist. Deswegen kann ich dem Buch nur eine ehrliche Leseempfehlung aussprechen. Für mich gehört es zu den Jahreshighlights 2025. '»Ich als Feminist…«' wird dein Leben nicht verändern, aber dich kurze Zeit auffangen falls du das brauchst. Ansonsten hilft es wunderbar dem ein oder anderen Typen das Buch um die Ohren zu hauen. Verbal, versteht sich. Anzeige | Rezensionsexemplar über NetgalleyDE
6. Mai 2025







