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Die Singuläre Frau

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Über das Buch

Sie ist die Frau, der man nachsagt, dass sie kein Glück in der Liebe hat. Diejenige, die ihr Leben allein regelt: Die Frau ohne Begleitung. Als die Autorin feststellt, dass auch sie so eine geworden ist – ein weiblicher Langzeit-Single – ist die Erkenntnis ein Schock. Dann eine Befreiung. Und ein Ansporn, nicht nur für eine schonungslose Selbsterkundung, sondern auch für eine überfällige Spurensuche. Welche Zeugnisse hat die Frau ohne Begleitung in Literatur und Pop hinterlassen? Und wie könnte ihre Zukunft aussehen? Leidenschaftlich und eigensinnig führt Katja Kullmann uns zu einer radikalen Neubewertung der alleinstehenden Frau. Ungekürzte Lesung mit Anna Maria Mühe 1 MP3-CD | ca. 0 h 0 min

Editionen (4)

ISBN9783742422996
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum16.03.22

Rezensionen & Bewertungen

54 Bewertungen

7 Rezensionen

4,1

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  • laroute
    laroute

    131 Follower

    3,5

    Viele neue Erkenntnisse habe ich nicht gewonnen, aber einen ganz guten Überblick erhalten. Es mischen sich eigene Erfahrungen der Autorin mit zahlreichen Querverweisen in Geschichte, Literatur, Musik, Theater... Davon habe ich mindestens so viel mitgenommen, dass ich mir ein weiteres Buch bestellt habe, von dem ich denke, dass es zu meinem eigenen Erleben passt. Ein Teil des Buches widmet sich der Begriffsfindung, die Frau ohne Partner*in, alleinstehend, Single - wird zur Singulären Frau. Weitere besprochene Aspekte, an die ich mich auch nach dem Zuschlagen des Buches erinnere, sind: Karriere, Selbstbewusstsein, erneute Versuche, zukünftige Lebensformen. Alles wird eher angerissen als vollständig ausformuliert. Aber es taugt zum Weiterdenken und sich Wiederfinden.

    7. Okt. 2024

  • allesisterleuchtet
    allesisterleuchtet

    199 Follower

    5,0

    Faszinierendes Porträt über alleinstehende Frauen in der Gesellschaft

    Dieses Buch widmet sich ganz dem Thema der singulären also allein lebenden Frau. Kullmann beschreibt die historische Entwicklung allein lebender Frauen und ihre Rolle in der Gesellschaft und macht Mut für diese Lebensform erhobenen Haupts einzustehen - egal in welcher Lebensphase.

    7. Feb. 2024

  • _felicitas_
    _felicitas_

    12 Follower

    5,0

    Letzte Woche habe ich Katja Kullmann auf einer Veranstaltung gesehen, mich aber nicht getraut, sie anzusprechen. Das hat mich aber inspiriert, noch einmal "Die Singuläre Frau" (2022) zu lesen. Darin schreibt Kullmann über das Alleinleben als Frau - ihr eigenes, aber auch das von Romanfiguren, Autor*innen etc. - und über die alleinlebende Frau. Für letztere führt Kullmann den Begriff "singuläre Frau" ein, da existierende Begriffe (single, solo, alleinstehend) ihrer Ansicht nach verschiedene Konnotationen haben, die die Begriffe unzureichend machen. Mit dem Begriff lehnt sie sich an die "Gesellschaft der Singularitäten" von Andreas Reckwitz an. Die singuläre Frau ist laut Kullmann schon lange unter uns, wurde aber bisher oft übersehen. Auch historisch betrachtet gab es Zeiten, in denen viele Frauen alleine lebten - etwa als "Neue Frauen" in den 1920/30ern oder als "Trümmerfrauen" in den 1940ern. Heute jedoch sind die Voraussetzungen dafür so gut wie noch nie. Kullmann propagiert nicht das Alleineleben, sondern berichtet vor allem von ihren eigenen Erfahrungen. Sie betont, dass das Leben alleine nicht besser, aber eben auch nicht schlechter ist als das Leben in einer Paarbeziehung - und gleichermaßen ein komplettes Leben. Es geht ihr vor allem um die Stigmatisierung, das Mitleid, die Abwertung, die Frauen (insbesondere ab ihren 40ern) erfahren, wenn sie singulär sind. Daran zeigt sich, wie starr unsere gesellschaftlichen Vorstellungen davon, wie ein gelungenes (insbesondere weibliches) Leben aussieht, immer noch sind. Als ich das "Kinderfrage"-Seminar bei Sarah Diehl und Anna Schmutte besucht habe, hat eine andere Teilnehmerin "Die Singuläre Frau" erwähnt und gesagt, sie habe es noch nicht gelesen, weil sie Angst habe, es würde sie deprimieren. Genau das Gegenteil war für mich der Fall: ich finde es unglaublich ermutigend, wie bunt und schön und voll Kullmanns Leben wirkt. Natürlich auch mit Momenten der Einsamkeit und Zweifel, aber die gehören ja eh zum Menschsein dazu. Ich habe selten ein Leben beschrieben bekommen und mir dabei so sehr gewünscht, dass mein Leben einmal so aussieht.

    28. Juni 2025

3 von 7 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Katja Kullmann

Katja Kullmann schreibt Erzählungen, Essays, und journalistische Texte, insbesondere mit Fokus auf Klassen- und Geschlechterfragen. Ihr Debüt »GENERATION ALLY – Warum es heute so kompliziert ist, eine Frau zu sein« wurde mit dem Deutschen Buchpreis in der Kategorie Sachbuch ausgezeichnet. Seit Oktober 2017 ist sie die Themenchefin der taz und schreibt freiberuflich u.a. für die FAZ und Emma. An Universitäten, Instituten, und in Literaturforen in ganz Deutschland ist sie regelmäßig als Moderatorin und Speakerin zu diversen kulturell-politischen Themen tätig.

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