Blick ins Buch

Biografien

Meine Schwester

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Über das Buch

Gemeinsam erleben Bettina und ihre Schwester die Höhen und Tiefen des Aufwachsens in den 70er-Jahren: Sie machen erste Liebeserfahrungen und lernen mit den unerfüllbaren Erwartungen ihrer Eltern umzugehen. Zusammen verbringen sie glückliche Stunden mit ihren Großeltern, um den Depressionen der Mutter zu entkommen. Doch das Duo zerbricht, als Bettinas Schwester sich das Leben nimmt. Für Bettina beginnt eine Zeit der Lähmung und Verzweiflung. Dann findet sie Trost im Schreiben und wagt den mutigen Schritt, sich den Gespenstern der Vergangenheit zu stellen und von diesen zu befreien.

Editionen (4)

ISBN9783742422989
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum16.02.23

Rezensionen & Bewertungen

74 Bewertungen

7 Rezensionen

4,2

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  • bea777
    bea777

    483 Follower

    4,0

    Bewegende Trauerverarbeitung nach dem Suizid der Schwester

    Die Schwester von Bettina Flitner nimmt sich nach Jahren psychischer Erkrankungen das Leben. Bettina verarbeitet den Verlust durch das Schreiben dieses Buchrs in dem sie uns mitnimmt in ihre Kindheit und Jugend, die sie in einer engen Bindung mit ihrer Schwester verbringt. Wir erhalten Einblick in die Ehe der Eltern, die mich sehr verstört hat, in die Depressionen der Mutter und in die patriarchen Auswüchse des Großvaters. Durch Andeutungen und zwischen den Zeilen wird das seelische Ungleichgewicht der Schwester immer deutlicher. Wenn man genau hinschaut, wird es schon in der Jugend durch Selbstzweifel und Zerstörungswut deutlich. Bettina Fltner wechselt in den Zeitebnen zwischen Kindheit und hier und jetzt, dem Tag, an dem sie vom Suizid ihrer Schwester erfährt. Mit diesem Tag startet und endet das Buch und zwischendurch bewegen wir uns mit ihr auf die Katastrophe zu. Aufgrund des Themas kann ich das Buch nicht uneingeschränkt empfehlen, aber es ist sehr lesenswert. Triggerwarnung: Suizid, Essstörung, Zwangsstörungen, Tod und Trauer Zitat S. 51: Vielleicht hatte sie einen Termin mit dem Berater des Jobcenters, wie das Arbeitsamt jetzt hieß. Jobcenter, wie billig das klang, da gab es keine Arbeit mehr zu vergeben, sondern nur noch billige Jobs zu verhökern.

    6 Tage vor

  • read.and.repeat
    read.and.repeat

    77 Follower

    4,5

    Ein tief bewegendes autobiografisches Werk. Große Empfehlung!

    Bettina Flitner schreibt über den Suizid ihrer Schwester und damit verbunden über ihre gemeinsame Kindheit und das Heranwachsen, bis zu dem Verhältnis, welches die Schwestern als Erwachsene hatten. Sie schreibt darüber, wie es ist, andauernd umzuziehen, über das Auseinanderbrechen der Familie als Ganzes und das Auseinanderbrechen der Mutter und der Schwester im Einzelnen. Bettina Flitner schreibt mit unaufgeregten Worten, ganz ruhig, über das was sie erlebt hat. Ihre Sätze haben mich immer wieder inne halten lassen, ich war tief erschüttert, habe geweint und musste ein paar Seiten später wieder schmunzeln. Man spürt alle Facetten des Lebens, Tragik und Schwere, als auch Leichtigkeit und Freude.

    Ein tief bewegendes autobiografisches Werk. Große Empfehlung!

    17. Dez. 2025

  • hamburger.lesemaus
    hamburger.lesemaus

    401 Follower

    5,0

    MEINE SCHWESTER Bettina Flitner TW: Depression, Suizid „Wir waren zu zweit durch diese Wüste gegangen, meine Schwester und ich. Zu zweit gewandert durch diese erschöpfende Weite. Zu Beginn war der Winkel zwischen unseren Wegen kaum sichtbar, kaum messbar gewesen. Aber er wurde doch größer mit jedem Schritt. Mit jedem Schritt entfernten wir uns mehr voneinander. Meine Schwester wählte die Liebe, ich die Achtung“. (S. 176/177) Abends um 20 Uhr kam der Anruf: Susanne, ihre große Schwester ist tot, sie hat sich im Badezimmer erhängt. Wie kann das sein? Sie hatten sich doch damals, nach dem Freitod der Mutter geschworen, dem anderen Bescheid zu geben, sollte sich irgendwann auch mal einer von ihnen umbringen wollen. Vielleicht hatte Susanne auch Bescheid gegeben? Tinas Telefon hatte ja zuvor geklingelt und sie hatte auch den Namen ihrer Schwester auf dem Display gesehen - nur angenommen hatte sie den Anruf nicht. Sie hatte keine Zeit für ihre Schwester - für ein Gespräch das wieder mindestens eine Stunde über ihre Ängste und Depressionen dauern würde. Und jetzt war es zu spät. In Rückblicken erfahren wir die Familiengeschichte der Autorin. Lernen ihre Eltern kennen, die es mit der Aufsichtspflicht nicht immer so ganz genau nehmen und deren Affären wichtiger sind, als den Mädchen ein Abendessen zu kochen. Treffen die Großeltern, die aus ihren zugewiesenen Rollen der 70er-Jahre nicht ausbrechen können und bei denen man sich entscheiden muss, ob man Liebe oder Achtung bekommen möchte. Doch die Mädchen halten zusammen und sind ein Team, bis sich irgendwas ändert. Die autobiografische Geschichte von Bettina Flitner hat mich sehr berührt. Ich habe das Buch in 1½ Tagen gelesen und konnte es kaum zur Seite legen. Wunderschöne Sätze haben mich durch diese traurige Geschichte getragen, den Vergleich mit den Raben während der Depressionsschübe der Mutter fand ich wunderschön. Diverse Male hatte ich Flashbacks - zu schön sind diese kleinen Beschreibungen von Süßigkeiten, Zeitschriften und den typischen Lebenssituationen in den 70er-Jahren. Fazit: Ein faszinierendes Buch, das man gelesen haben muss. Traurig und wunderschön. 5/ 5

    12. Feb. 2024

3 von 7 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 320100%
doro20
doro2030. Dez. 2025

Beeindruckende Schilderung einer Geschwisterlich engen Bindung, die sich durch Emanzipation auflöst. Erwachsene, die mit sich selbst beschäftigt sind, 60er Jahre Kindheit in Westdeutschland.

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