Blick ins Buch

Sci-Fi

Die Maschine steht still

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Über das Buch

Die Menschen leben in winzigen sechseckigen Waben tief unter der Erde, genießen jedoch allen Komfort. Ihr Alltag ist durch die »Maschine« perfekt geregelt. Ohne das Bedürfnis nach persönlichen Begegnungen kommunizieren sie über elektronische Hilfsmittel, die maximal miteinander vernetzt sind. Das Handbuch der Maschine ist zu ihrer Bibel geworden, wer nicht maschinenkonform denkt und handelt, wird verstoßen. Als der rebellische Kuno entdeckt, dass die Maschine langsam versagt, wagt er einen folgenschweren Ausbruch. Die aufrüttelnde Hörspielproduktion zeigt eindrucksvoll, dass Forsters Dystopie längst in der Gegenwart angekommen ist. Hörspiel mit Achim Buch, Susanne Sachsse, Rafael Stachowiak 1 CD | ca. 1 h 14 min

Editionen (2)

ISBN9783742409737
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum23.08.19

Rezensionen & Bewertungen

80 Bewertungen

18 Rezensionen

4,2

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  • cloudjumper
    cloudjumper

    1400 Follower

    4,5

    Dystopie von 1909 in der alle Menschen isoliert und verbunden zugleich sind und alles von einer Maschine gelenkt wird. Ein sehr schmales Buch, welches laut Klappentext die treffendste und früheste literarische Vorwegnahme des Internets ist. Dies würde ich nach der Lektüre bestätigen, wobei es vor allem eine treffende Ahnung der Social Media ist. Die entstehenden Bubbles, ohne echte Berührung der menschlichen, komplexen Persönlichkeiten, abseits des Themas, die stetige Suche nach Motiven und Stories für das Profil (hier als Idee bezeichnet) und die Gewohnheit an den (fragwürdigen) Luxus. Das Ende ist konsequent (was in modernen Dystopien nicht oft vorkommt), nur ist das Erscheinungsjahr in der abschließenden Erklärung deutlich zu erkennen (Mensch als Zentrum, statt Maschine), während heute die Technik als Mittel essenziell ist, um den (einzelnen) Mensch zum Zentrum (seiner eigenen Lebensspanne) zu machen. Für Fans von Dystopien und/oder früher Literatur mit Dystopiebezug.

    2. März 2025

  • fynnhill77
    fynnhill77

    28 Follower

    4,0

    Kurz, bündig und…zutreffend? Und das nach über 100 Jahren😳

    Was wenn die Menschheit nur noch durch eine unterstützende Maschine lebt? Eine Maschine, die Kommunikation ermöglicht, die Unterhaltung bereitstellt, die alles, was nur gewünscht wird, bereitstellen kann. Treffende Metapher für das Internet, wie wir es heutzutage kennen, was für sich schon gruselig ist. Doch was, wenn die „Maschine“ eines Tages ausfällt? 🫠 Wie auch immer Forster auf diese Idee kam, er hatte keine Ahnung, wie akkurat sie eines Tages sein würde. Gerade aufgrund der überschaubaren Länge von 80 Seiten kann man nichts verkehrt machen🔥

    14. Okt. 2025

  • heibi
    heibi

    191 Follower

    4,0

    Nur 4 Sterne, weil ich gerne weitergelesen hätte. 1909 wurde Forsters Text erstmalig veröffentlicht. Es ist ein dystopischer Text, der sich darauf bezieht, dass in einer fernen Zukunft Menschen keine persönlichen Beziehungen mehr miteinander pflegen und nur noch durch eine Art sozialer Medien kommunizieren. Menschen, die außerdem durch eine Art künstlicher Intelligenz gesteuert werden. Mich hat es echt sprachlos gemacht, wie wenig weit entfernt dieser Text von unserer heutigen Gesellschaft entfernt ist. Hat mich sehr zum Nachdenken angeregt…..

    28. Dez. 2024

3 von 18 Rezensionen

Autorin / Autor

Über E. M. Forster

E. M. Forster (1879–1970) gehört zu Englands bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts, Romane wie »Wiedersehen in Howards End« oder »Zimmer mit Aussicht« sind Klassiker der Moderne. In seinem Roman »Maurice« behandelte er das zu damaliger Zeit tabuisierte Thema der Homosexualität. Forster hielt den Roman, der erst postum erschien, fast ein halbes Jahrhundert geheim. Seine dystopische Erzählung »Die Maschine steht still« ist erst vor kurzem im englischsprachigen Raum von Lesern wiederentdeckt und 2016 ins Deutsche übertragen worden.

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