Blick ins Buch

Sci-Fi

Die Maschine steht still

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Über das Buch

In E. M. Forsters Dystopie leben die Menschen in einer unterirdischen, abgekapselten Welt mit allem Komfort: Das ganze Leben ist durch die Dienstleistungen der »Maschine« perfekt geregelt. Die Menschen haben kein Bedürfnis mehr nach persönlichen Begegnungen, man kommuniziert nur über die Maschine, die über allem wacht. Ihr Handbuch ist zu einer Art Bibel geworden, die Menschen sind gefangen in ihrer absoluten Abhängigkeit von der Technik, die sie nicht mehr kontrollieren können. Doch nach und nach geht das Wissen, das hinter der Maschine steckt, verloren und das System wird anfällig für Pannen ... E. M. Forsters visionäres Werk wirft Fragen auf, die von großer Aktualität sind: Wie kann der Mensch seine Selbstbestimmung wahren gegenüber Maschinen, die immer stärker unser Leben bestimmen?

Editionen (2)

ISBN9783455814040
VerlagHoffmann und Campe
Erscheinungsdatum14.10.16
Seitenzahl96

Rezensionen & Bewertungen

80 Bewertungen

18 Rezensionen

4,2

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  • cloudjumper
    cloudjumper

    1397 Follower

    4,5

    Dystopie von 1909 in der alle Menschen isoliert und verbunden zugleich sind und alles von einer Maschine gelenkt wird. Ein sehr schmales Buch, welches laut Klappentext die treffendste und früheste literarische Vorwegnahme des Internets ist. Dies würde ich nach der Lektüre bestätigen, wobei es vor allem eine treffende Ahnung der Social Media ist. Die entstehenden Bubbles, ohne echte Berührung der menschlichen, komplexen Persönlichkeiten, abseits des Themas, die stetige Suche nach Motiven und Stories für das Profil (hier als Idee bezeichnet) und die Gewohnheit an den (fragwürdigen) Luxus. Das Ende ist konsequent (was in modernen Dystopien nicht oft vorkommt), nur ist das Erscheinungsjahr in der abschließenden Erklärung deutlich zu erkennen (Mensch als Zentrum, statt Maschine), während heute die Technik als Mittel essenziell ist, um den (einzelnen) Mensch zum Zentrum (seiner eigenen Lebensspanne) zu machen. Für Fans von Dystopien und/oder früher Literatur mit Dystopiebezug.

    2. März 2025

  • fynnhill77
    fynnhill77

    28 Follower

    4,0

    Kurz, bündig und…zutreffend? Und das nach über 100 Jahren😳

    Was wenn die Menschheit nur noch durch eine unterstützende Maschine lebt? Eine Maschine, die Kommunikation ermöglicht, die Unterhaltung bereitstellt, die alles, was nur gewünscht wird, bereitstellen kann. Treffende Metapher für das Internet, wie wir es heutzutage kennen, was für sich schon gruselig ist. Doch was, wenn die „Maschine“ eines Tages ausfällt? 🫠 Wie auch immer Forster auf diese Idee kam, er hatte keine Ahnung, wie akkurat sie eines Tages sein würde. Gerade aufgrund der überschaubaren Länge von 80 Seiten kann man nichts verkehrt machen🔥

    14. Okt. 2025

  • heibi
    heibi

    191 Follower

    4,0

    Nur 4 Sterne, weil ich gerne weitergelesen hätte. 1909 wurde Forsters Text erstmalig veröffentlicht. Es ist ein dystopischer Text, der sich darauf bezieht, dass in einer fernen Zukunft Menschen keine persönlichen Beziehungen mehr miteinander pflegen und nur noch durch eine Art sozialer Medien kommunizieren. Menschen, die außerdem durch eine Art künstlicher Intelligenz gesteuert werden. Mich hat es echt sprachlos gemacht, wie wenig weit entfernt dieser Text von unserer heutigen Gesellschaft entfernt ist. Hat mich sehr zum Nachdenken angeregt…..

    28. Dez. 2024

3 von 18 Rezensionen

Autorin / Autor

Über E. M. Forster

E. M. Forster (1879–1970) gehört zu Englands bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts, Romane wie Wiedersehen in Howards End oder Zimmer mit Aussicht sind Klassiker der Moderne. In seinem Roman Maurice behandelte er das zu damaliger Zeit tabuisierte Thema der Homosexualität. Forster hielt den Roman, der erst postum erschien, fast ein halbes Jahrhundert geheim. Seine dystopische Erzählung Die Maschine steht still ist erst vor kurzem im englischsprachigen Raum von Lesern wiederentdeckt worden.

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