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25 Frauen 2025 - Buch 11: Eins ist klar: ich werde definitiv weitere Romane von Charlotte Gneuß lesen! In ihrem Debütroman "Gittersee" begleiten wir Karin, eine Jugendliche, die in Paul verliebt und mit ihm zusammen ist. Die Handlung spielt in den 1970ern in der DDR. Paul will einen Wochenendausflug machen und Karin mitnehmen, aber sie muss auf ihre kleine Schwester aufpassen. Als Paul nicht nach Hause zurückkehrt, kommt die Handlung ins Rollen. Obwohl vordergründig gar nicht so viel passiert, tut sich in Karins Leben doch so einiges. Gneuß gelingt es, den Alltag in der DDR zu zeigen, ohne explizit zu bewerten. Stattdessen nutzt sie unser Wissen über die DDR und die Methoden der Stasi, um eine permanente bedrohliche Stimmung zu schaffen. Zudem schafft sie durch die erste Seite eine Spannung, die sich durch den gesamten Roman zieht und bis zum Ende aufrechterhalten wird. Mir hat auch der Stil von Gneuß gefallen. Ihr gelingt es, die Dialoge nach realer Alltagssprache klingen zu lassen. Karins Tendenz, immer wieder über Paul und die Geschehnisse nachzudenken, bildet sie passend über einen assoziativen Stil ab. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich mir Karin nicht so richtig warm geworden bin. Allerdings habe ich persönlich immer Probleme damit, wenn Hauptfiguren eher blass - also ohne besondere Charaktereigenschaften - bleiben bzw. oft unentschlossen oder passiv sind. Am Ende des Romans wird dies teilweise aufgehoben, aber das war für mein Leseerlebnis etwas zu spät. Insgesamt kann ich den Roman nur empfehlen!
7. Apr. 2025
25 Frauen 2025 - Buch 11: Eins ist klar: ich werde definitiv weitere Romane von Charlotte Gneuß lesen! In ihrem Debütroman "Gittersee" begleiten wir Karin, eine Jugendliche, die in Paul verliebt und mit ihm zusammen ist. Die Handlung spielt in den 1970ern in der DDR. Paul will einen Wochenendausflug machen und Karin mitnehmen, aber sie muss auf ihre kleine Schwester aufpassen. Als Paul nicht nach Hause zurückkehrt, kommt die Handlung ins Rollen. Obwohl vordergründig gar nicht so viel passiert, tut sich in Karins Leben doch so einiges. Gneuß gelingt es, den Alltag in der DDR zu zeigen, ohne explizit zu bewerten. Stattdessen nutzt sie unser Wissen über die DDR und die Methoden der Stasi, um eine permanente bedrohliche Stimmung zu schaffen. Zudem schafft sie durch die erste Seite eine Spannung, die sich durch den gesamten Roman zieht und bis zum Ende aufrechterhalten wird. Mir hat auch der Stil von Gneuß gefallen. Ihr gelingt es, die Dialoge nach realer Alltagssprache klingen zu lassen. Karins Tendenz, immer wieder über Paul und die Geschehnisse nachzudenken, bildet sie passend über einen assoziativen Stil ab. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass ich mir Karin nicht so richtig warm geworden bin. Allerdings habe ich persönlich immer Probleme damit, wenn Hauptfiguren eher blass - also ohne besondere Charaktereigenschaften - bleiben bzw. oft unentschlossen oder passiv sind. Am Ende des Romans wird dies teilweise aufgehoben, aber das war für mein Leseerlebnis etwas zu spät. Insgesamt kann ich den Roman nur empfehlen!
7. Apr. 2025








