Blick ins Buch

Romane

Der Schneesturm

3,4(50)
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Über das Buch

Garin, ein Landarzt, will so schnell wie möglich in den Ort Dolgoje, um die Menschen dort gegen eine rätselhafte Krankheit zu impfen, die jeden Infizierten zum Zombie macht. Doch es herrscht Schneesturm, und Garins Pferde sind erschöpft. Also heuert er den einfältigen Brotkutscher Kosma an, dessen Schneemobil von fünfzig winzigen Pferdchen angetrieben wird. Und damit beginnen die Merkwürdigkeiten erst: Auf seiner Reise durch das Schneetreiben begegnet das ungleiche Paar Zwergen und Riesen, es gibt ein Radio mit "lebendigen" Bildern, eine Paste, die Filz "wachsen" lässt, eine pyramidale Wunderdroge und vieles mehr - eine Märchenwelt mit Ingredienzien einer Hochtechnologie-Gesellschaft. Was beginnt wie eine Erzählung aus dem 19. Jahrhundert, entpuppt sich als fantastische Irrfahrt durch das ländliche Russland einer nahen Zukunft. Ein überraschend zartes Buch des bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellers Russlands - meisterhaft interpretiert von Stefan Kaminski.

Editionen (3)

ISBN9783732450978
Verlagargon
Erscheinungsdatum18.11.15

Rezensionen & Bewertungen

50 Bewertungen

10 Rezensionen

3,4

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  • kiwilein
    kiwilein

    203 Follower

    2,0

    Irrfahrt im Schneesturm

    Die Geschichte wird derzeit bei den Salzburger Festspielen aufgeführt und ich hätte mir das Stück gerne angesehen. Alternativ habe ich am Salzburger Bahnhof das Buch dazu gekauft. Die Geschichte fand ich spannend. Ein Arzt soll in ein Dorf fahren, in dem die Pest ausgebrochen ist und dort die Bevölkerung impfen. So weit, so gut. Allerdings tobt ein Schneesturm übers Land. Er heuert einen Kutscher an, der ihn mit seinem Gefährt und den Kleinpferden ans Ziel bringen soll. Auf der Reise ereignen sich einige Hindernisse. Sprachlich hat mich das Buch nicht angesprochen. Es wird sehr antiquiert formuliert und dadurch entstehen Längen, die dem Inhalt etwas im Wege stehen.

    16. Aug. 2025

  • bookish.lor
    bookish.lor

    58 Follower

    3,0

    Der Klappentext klang ganz gut nach einem kritischen Buch, das einen Arzt begleitet bei der Bekämpfung einer eigenartigen Epidemie. Die Begleitung war aber rund um den Weg dorthin. Ein Schneesturm wütet, doch der Arzt Garin, so stur er auch war, musste in die Stadt, wo die Epidemie wartete. Dabei wurde er durch einen Kutscher Krächz begleitet. Auf der kapitellosen Reise gab es nebst viel Schnee und Kälte auch ungewöhnliche Charakter. Beim genaueren Hinsehen stellen eben diese Charakter gesellschaftliche Hürden dar. Während technologisch ein Fortschritt erzielt wird, scheinen die Menschen barbarischer zu werden bei der Suche nach Rausch und Ablenkung. Garin scheint nur ein gutmütiger Mensch zu sein. Er will Leben retten und riskiert dabei seins. Doch mit der Reise merkt man, wie trügerisch man sich selbst betrachten kann. Sorokin hat seine Kritik/ Aussagen sehr gut in die Geschichte verarbeitet. Es dauerte, bis ich die kritischen Aussagen verstand. Doch nun ist das Buch umso bereichernder und ich bin froh, das Buch beendet zu haben. Der Schreibstil macht es nicht leicht. Einige Wörter sind alt, kaum in Gebrauch wie z.B. „verbumfiedelt“. Und ja, es ist tatsächlich ein Wort. Hättet ihr es gewusst? Doch nebst dem Wortschatz kam mir die Übersetzung irgendwie sehr komisch vor („Radio sehen“?). Ich denke in Originalsprache ist es sicherlich ein viel besseres Leseerlebnis. Trotz allem bleibt es eine spezielle, eigenartige Reise.

    22. Jan. 2026

  • bencepetzi
    bencepetzi

    4 Follower

    0,5

    Absolut entbehrlich. Selten so ein unnötiges Stück Literatur gelesen.

    31. Jan. 2026

3 von 10 Rezensionen

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