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"Seit du da bist, bin ich einsam." "Heute kann ich dich nicht mehr wegschicken, aber morgen gehst du, und du kommst nicht wieder." "Ich habe mich vom Großvater ins Tal schleppen lassen und vom Peter nach Wien. Ich war dort, wo man mich eingepflanzt hat, wie ein Ziergewächs in einem Topf. Jetzt bin ich hier und wuchere. Und niemand mehr da, der mich stutzt. Aber auch niemand, der mir Wasser gibt." "Es war so schön im Sturm, denk ich. Es war so schön, ein Spielball zu sein und selbst nichts entscheiden zu müssen. So schön einfach, vom Berg zu fallen, federleicht und vom Aufwind hochgehoben, irgendwie ganz frei." "Reden war ganz sinnlos für Johanna, weil Antworten, die man dringend braucht, die kriegt man nicht durchs Fragen. Wozu also was sagen wollen? Wozu in Kontakt treten mit den Menschen?" Marie flüchtet aus Wien zu ihrer Cousine Johanna, die wie ein Emerit einsam auf einer kleinen Hütte auf einer Alm lebt. Man spürt die Ablehnung von Johanna gegenüber Marie in dem Verhalten und den wenigen Sätzen gegenüber Marie. Ablehnung, die auf Vorfälle aus ihrer gemeinsamen Kindheit basieren. Durch Rückblicke offenbart sich ihre Vergangenheit und man kann das Verhalten der beiden zum Großteil nachvollziehen. Ich war ab der ersten Seite in der Geschichte angekommen und teile die allgemeine Begeisterung für dieses atmosphärische Buch. Deswegen gibt's von mir eine ganz klare Leseempfehlung ⭐
4. Aug. 2025
"Seit du da bist, bin ich einsam." "Heute kann ich dich nicht mehr wegschicken, aber morgen gehst du, und du kommst nicht wieder." "Ich habe mich vom Großvater ins Tal schleppen lassen und vom Peter nach Wien. Ich war dort, wo man mich eingepflanzt hat, wie ein Ziergewächs in einem Topf. Jetzt bin ich hier und wuchere. Und niemand mehr da, der mich stutzt. Aber auch niemand, der mir Wasser gibt." "Es war so schön im Sturm, denk ich. Es war so schön, ein Spielball zu sein und selbst nichts entscheiden zu müssen. So schön einfach, vom Berg zu fallen, federleicht und vom Aufwind hochgehoben, irgendwie ganz frei." "Reden war ganz sinnlos für Johanna, weil Antworten, die man dringend braucht, die kriegt man nicht durchs Fragen. Wozu also was sagen wollen? Wozu in Kontakt treten mit den Menschen?" Marie flüchtet aus Wien zu ihrer Cousine Johanna, die wie ein Emerit einsam auf einer kleinen Hütte auf einer Alm lebt. Man spürt die Ablehnung von Johanna gegenüber Marie in dem Verhalten und den wenigen Sätzen gegenüber Marie. Ablehnung, die auf Vorfälle aus ihrer gemeinsamen Kindheit basieren. Durch Rückblicke offenbart sich ihre Vergangenheit und man kann das Verhalten der beiden zum Großteil nachvollziehen. Ich war ab der ersten Seite in der Geschichte angekommen und teile die allgemeine Begeisterung für dieses atmosphärische Buch. Deswegen gibt's von mir eine ganz klare Leseempfehlung ⭐
4. Aug. 2025









