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Romane

Wild wuchern

4,1(1014)
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Über das Buch

»Katharina Köller erzählt beherzt, feinsinnig und abgründig. Ein soghaftes Alpen-Kammerspiel.« Daniela Dröscher

Marie rennt panisch einen Berg hinauf. Auf der Flucht vor einer Welt, in der vieles aus dem Lot geraten ist, sucht sie Schutz bei ihrer Cousine Johanna. Ausgerechnet bei Johanna, die seit Jahren wie eine Eremitin auf einer entlegenen Tiroler Alm lebt. Marie und Johanna, sie könnten nicht unterschiedlicher sein: die scharfzüngige Wienerin, Luxusgeschöpf aus einer Luxuswelt, zugleich verwöhnt und verachtet von Ehemann Peter – und das »wilde Tier im Körper von einem Menschen« (Marie über Johanna), das beim Erwachsenwerden scheinbar die Sprache verloren und die Gesellschaft hinter sich gelassen hat. Für die beiden Frauen beginnt ein ungewöhnliches Kräftemessen, ein Ringen um ihr Selbstverständnis, aber auch um einen gemeinsamen Weg.

In ihrem so poetischen wie politischen Roman, Märchen, Parabel und pulsierende Zivilisationskritik in einem, feiert Katharina Köller zwei Frauen und ihren eigensinnigen Aufbruch ins Leben.

»Ich war dort, wo man mich hingepflanzt hat, wie ein Ziergewächs in einem Topf. Jetzt bin ich hier und wuchere.«

»Kann man noch weiblicher, noch österreichischer, noch besser schreiben? Ich denke nicht!« Mareike Fallwickl

Buchcover Award: Gewinner Belletristik 2025

Editionen (3)

ISBN9783328603924
VerlagPenguin
Erscheinungsdatum26.02.25
Seitenzahl208

Merkmale

16 Bewertungen

EntwickelndGlaubwürdigAnschaulichNachdenklichVielschichtigSympathisch

Rezensionen & Bewertungen

1014 Bewertungen

226 Rezensionen

4,1

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  • klaraa
    klaraa

    25 Follower

    5,0

    Wütend, kraftvoll

    »Vor der Kraft in mir selbst hab ich ja vielleicht noch viel mehr Angst als vor der Kraft, die von außen auf mich einwirkt. Die kenn ich nämlich noch gar nicht, diese Kraft. Und ständig überrascht die mich. Ist viel größer als ich dachte.« S.199

    5 Stunden vor

  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Follower

    5,0

    "Seit du da bist, bin ich einsam." "Heute kann ich dich nicht mehr wegschicken, aber morgen gehst du, und du kommst nicht wieder." "Ich habe mich vom Großvater ins Tal schleppen lassen und vom Peter nach Wien. Ich war dort, wo man mich eingepflanzt hat, wie ein Ziergewächs in einem Topf. Jetzt bin ich hier und wuchere. Und niemand mehr da, der mich stutzt. Aber auch niemand, der mir Wasser gibt." "Es war so schön im Sturm, denk ich. Es war so schön, ein Spielball zu sein und selbst nichts entscheiden zu müssen. So schön einfach, vom Berg zu fallen, federleicht und vom Aufwind hochgehoben, irgendwie ganz frei." "Reden war ganz sinnlos für Johanna, weil Antworten, die man dringend braucht, die kriegt man nicht durchs Fragen. Wozu also was sagen wollen? Wozu in Kontakt treten mit den Menschen?" Marie flüchtet aus Wien zu ihrer Cousine Johanna, die wie ein Emerit einsam auf einer kleinen Hütte auf einer Alm lebt. Man spürt die Ablehnung von Johanna gegenüber Marie in dem Verhalten und den wenigen Sätzen gegenüber Marie. Ablehnung, die auf Vorfälle aus ihrer gemeinsamen Kindheit basieren. Durch Rückblicke offenbart sich ihre Vergangenheit und man kann das Verhalten der beiden zum Großteil nachvollziehen. Ich war ab der ersten Seite in der Geschichte angekommen und teile die allgemeine Begeisterung für dieses atmosphärische Buch. Deswegen gibt's von mir eine ganz klare Leseempfehlung ⭐

    4. Aug. 2025

  • fruggielicious
    fruggielicious

    2612 Follower

    5,0

    Hat mich tief berührt 🤍

    ✨Rezensionsexemplar✨ 🤍Zitat🤍 „Weil ich bin jetzt auch nicht mehr dieser fanatische People Pleaser, der ich noch vor Kurzem war. Ich hab mich selbst aus meinem Blumentopf gerissen und begonnen, wild zu wuchern.“ (Seite 159) Das war mein erstes Buch der Autorin und es hat mir sehr gut gefallen: Marie flüchtet sich von ihrem gewalttätigen Ehemann auf die Almhütte ihrer Cousine Johanna. Die beiden Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein. Tatsächlich kann man dieses Buch kaum beschreiben, denn es ist sehr ungewöhnlich und die Besonderheit liegt definitiv in der Sprache. Katharina Köller schreibt so toll, so österreichisch und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Musste ich auch nicht, wir haben ca. 200 Seiten, geschrieben als ein Kapitel und eine Geschichte, die sich aus Erinnerungen von Marie und der Gegenwart flechtet. Ich habe mehrfach versucht, weitere Zitate rauszuschreiben, aber ehrlich, das ganze Buch ist ein Zitat. Ich werde es auf den jeden Fall wieder lesen und bis dahin täglich darüber nachdenken. Ich habe mich dann noch für diesen kleinen Ausschnitt entschieden, den ich unbedingt mit Euch teilen möchte, damit Ihr einen Eindruck vom wunderbaren Schreibstil der Autorin gewinnen könnt. 🤍 Zitat 🤍 „Ich werd also den Strick schön in der Truhe lassen und ausharren wie eine Zecke im Unterholz. Ich werd mich hier festbeißen und nicht mehr loslassen, und ich werd warten, wie Zecken warten, bis meine Zeit gekommen ist, in der ich wieder eine neue Bewegung machen kann.“ Das Buch hat mich sehr bewegt! Große Leseempfehlung! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️❤️

    Hat mich tief berührt 🤍

    19. März 2025

3 von 226 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 4019%
loreia
loreia22. Okt. 2025

Wow da hab ich gestaunt 94 Seiten in der eBook Version aber die Geschichte knallt ab Zeile 1 🙊

Seite 4421%

1 Kommentar verdeckt

Seite 6531%

1 Kommentar verdeckt

Seite 6732%

1 Kommentar verdeckt

Seite 8440%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Katharina Köller

Katharina Köller wurde 1984 in Eisenstadt, Österreich geboren, hat Philosophie und Schauspiel studiert und ist seit 2011 freiberuflich als Autorin, Schauspielerin und Theatermacherin tätig. 2020 erschien ihr Debütroman »Was ich im Wasser sah«, der mit dem Phantastikpreis der Stadt Wetzlar ausgezeichnet wurde. Ihr zweiter Roman »Wild wuchern« wurde mit dem Puchheimer Literaturpreis 2025 ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Evangelischen Buchpreises 2026. Katharina Köller lebt mit ihrer Familie in Wien und Innsbruck.

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