Blick ins Buch

Romane

Acht Berge

4,0(350)
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Über das Buch

Eine Geschichte vom Aufbrechen und vom Wiederkehren

Wagemutig erkunden Pietro und Bruno als Kinder die verlassenen Häuser des Bergdorfs, streifen an endlosen Sommertagen durch schattige Täler, folgen dem Wildbach bis zu seiner Quelle. Als Erwachsene trennen sich die Wege der beiden Freunde: Der eine wird das Dorf nie verlassen und versucht die Käserei seines Onkels wiederzubeleben, den anderen drängt es in die weite Welt hinaus, magisch angezogen von immer noch höheren Gipfeln. Das unsichtbare Band zwischen ihnen bringt Pietro immer wieder in die Heimat zurück, doch längst sind sie sich nicht mehr einig, wo das Glück des Lebens zu finden ist. Kann ihre Freundschaft trotzdem überdauern?

Editionen (6)

ISBN9783641290917
VerlagPenguin
Erscheinungsdatum16.08.21
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

350 Bewertungen

54 Rezensionen

4,0

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  • readzilla
    readzilla

    146 Follower

    3,5

    Die Wege, die uns prägen ⛰️

    „Acht Berge“ ist kein lautes Buch. Es lebt nicht von großen Wendungen, dramatischen Enthüllungen oder spektakulären Ereignissen. Seine Stärke liegt vielmehr in den stillen Momenten: in Freundschaft, Natur, Familie und der Frage, welchen Weg man im Leben einschlagen möchte. Im Mittelpunkt stehen Pietro und Bruno, zwei Jungen, die in den Bergen zueinander finden und deren Freundschaft sich über Jahrzehnte hinweg verändert, vertieft und auf die Probe gestellt wird. Paolo Cognetti erzählt diese Geschichte mit einer Ruhe und Klarheit, die fast etwas Meditatives hat. Jeder Satz wirkt bewusst gesetzt, jeder Bergpfad und jede Hütte werden so lebendig beschrieben, dass man meint, selbst die dünne Höhenluft zu spüren. Besonders beeindruckend ist, wie das Buch von unterschiedlichen Lebensentwürfen erzählt. Während manche Menschen hinaus in die Welt ziehen, bleiben andere an dem Ort, den sie lieben. Cognetti wertet keinen dieser Wege. Stattdessen zeigt er, dass Glück und Erfüllung viele Gesichter haben können. „Acht Berge“ ist dabei nicht nur eine Geschichte über Freundschaft, sondern auch über Väter und Söhne, über Verlust, Erinnerung und die Orte, die uns ein Leben lang begleiten. Gerade seine Zurückhaltung macht das Buch so berührend. Es drängt sich nie auf und entfaltet seine Wirkung oft erst lange nach der letzten Seite. Die Erkenntnis, dass nicht jeder Mensch denselben Gipfel erreichen muss blieb bei mir hängen. Manche erkunden die Welt, andere verwurzeln sich an einem einzigen Ort – und beide Wege können gleichermaßen wertvoll sein. Ein ruhiger, poetischer Roman über Freundschaft, Heimat und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Ein Buch, das nicht laut beeindruckt, sondern leise nachhallt.

    Die Wege, die uns prägen ⛰️

    1. Juni 2026

  • philippeg
    philippeg

    382 Follower

    4,0

    Metapher der acht Berge bildlich erklärt

    Im Buch erzählt ein alter nepalesischer Sherpa die Legende: • In der Mitte der Welt steht ein hoher Berg. • Um diesen herum liegen acht Berge, die man umrunden und besteigen kann. • Manche Menschen verbringen ihr Leben damit, alle acht Berge zu erkunden. • Andere aber steigen den einen zentralen Berg hinauf und lernen nur diesen einen wirklich kennen. Die Metapher stellt einen Gegensatz zwischen zwei Lebenswegen dar: 1. Der Weg der acht Berge • immer weiterziehen • möglichst viel erleben • die Welt in ihrer Breite erfahren • Vielfalt, Abenteuer, Veränderung Dieser Weg steht für Menschen, die neugierig sind und ständig neue Perspektiven suchen. 2. Der Weg des einen Berges • an einem Ort bleiben • in die Tiefe gehen • Geduld, Verwurzelung, Hingabe • das Wesentliche im Bekannten entdecken Dieser Weg steht für Menschen, die ihr Leben auf eine Sache oder einen Ort konzentrieren und darin zu großer innerer Kenntnis gelangen. Zentrale Frage des Romans Welcher Weg führt zu einem erfüllteren Leben: die Welt in ihrer Breite zu erkunden oder in die Tiefe zu gehen? Der Roman zeigt, dass keine der beiden Weisen „richtiger“ ist – sie sind Ausdruck unterschiedlicher Temperamente und Lebensentscheidungen. Zwei Freunde leben je einen Weg. Freunde bleiben sie bis zum Tod. Cognettis bildhafte Sprache erleichtert das Eintauchen in die Welten der beiden Freunde. Manchmal zieht sich das Buch in die Länge und das Ende ist etwas abrupt. Bis der Sherpa die Metapher erklärt, ist nicht so klar, worauf Cognetti hinaus will. Dann bekommt die Geschichte Tiefgang, oder besser gesagt: dann erkennt man, dass das Buch von Anfang an Tiefgang hat,

    30. Nov. 2025

  • mai.lieee
    mai.lieee

    334 Follower

    5,0

    Still. Heilend. Schön.

    „Acht Berge“ lag ewig auf meinem SUB – und jetzt wünsch ich mir, ich hätte es viel früher gelesen. Ich hab’s vor ca. 2,5 Jahren gebraucht gekauft wegen des wunderschönen Covers . Das Buch ist still, langsam und traurig – aber auch friedlich, heilend und voller Natur 🌿. Die Beschreibungen der Berge und der Natur haben mich komplett abgeholt. Der Protagonist kehrt immer wieder dorthin zurück, aber auch als er in Nepal, Tibet und generell im Himalaya-Gebirge unterwegs ist, spürt er seine tiefe Verbindung zu den Bergen 🗻. In den Bergen hat er viel von den Menschen und ihrem einfachen Leben gelernt ✨. Dieses Buch war für mich wie Prosa – sanft, weise und berührend 📖. Am Ende gab’s noch eine Leseprobe aus seiner Biografie – die fand ich richtig stark und jetzt will ich unbedingt mehr von ihm lesen ❤️. An die Verlage: Bitte mehr Leseproben in Romanen!

    Still. Heilend. Schön.

    1. Mai 2025

3 von 54 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 19476%
leni1999
leni199928. Feb. 2026

Anfangs hat mir das Buch besser gefallen, mittlerweile langweilt es mich etwas…

Seite 258100%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Paolo Cognetti

Paolo Cognetti, 1978 in Mailand geboren, verbringt seine Zeit am liebsten im Hochgebirge, und seine Erlebnisse in der kargen Bergwelt inspirieren den Mathematiker und Filmemacher zum Schreiben. Für seinen internationalen Bestseller »Acht Berge« , der ins Aostatal führt, erhielt er u. a. den renommiertesten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega. »Das Glück des Wolfes« ist sein neuester Roman, der erneut in über 20 Ländern erscheint.

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