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Romane

Mein sanfter Zwilling

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Über das Buch

Die Geschichte einer Liebe zwischen zwei Menschen, die sich unmöglich lieben können - wegen des Schicksalsschlags, der sie zusammen gebracht hat. Eine fatale Liebe zwischen zwei Menschen die sich nur übereinander definieren können und doch immer wieder versuchen, ihren eigenen Weg zu gehen. Ivo und Stella, Wahlverwandte und Schicksalsgenossen seit frühester Kindheit, sind in leidenschaftlicher und destruktiver Liebe miteinander verbunden. Jeder Versuch ohne einander zu leben, sich dem Reigen wilder erotischer Begegnungen und hasserfüllter Streits zu entziehen, scheitert. Es ist eine namenlose Gier, die die beiden immer wieder zueinander treibt und ein tief verborgener Groll, der sie hindert, je miteinander glücklich zu sein. Haratischwilis Roman erzählt die Geschichte dieser großen Liebe und fatalen Leidenschaft und enthüllt dabei, Schritt für Schritt, Schicht für Schicht ein Familiendrama, das Stella und Ivo wie Zwillinge für immer aneinander kettet. In Rückblenden erzählt Stella die Geschichte ihrer Familie, ab dem Moment, in dem Ivo in ihr Leben tritt. Von der Affäre ihres Vaters Frank mit Ivos Mutter. Von den Nachmittagen in dem abgeschiedenen Haus am Hafen, wo sich das Paar trifft und die Kinder zusammen spielen und die Erwachsenen beim Liebesspiel beobachten. Über ihre Eltern kommen sich Ivo und Stella näher und versuchen deren Geheimnis, so gut es geht, vor der Außenwelt zu hüten, in der es Ivos Vater und Stellas Mutter und Schwester gibt. Die Affäre endet mit einem Schlag, als Ivos Vater eines Nachmittags überraschend von einer Geschäftsreise nach Hause kommt. Mein sanfter Zwilling erzählt sprachgewaltig, melancholisch, gravitätisch wie die herbstliche See und mit scharfem Blick für die Abgründe und Unwägbarkeiten der menschlichen Natur von einem erschütternden Familiendrama, einer verlorenen Kindheit, und einer großen Liebe, die in dieser Welt keinen Ort findet.

Editionen (3)

ISBN9783627021757
VerlagFrankfurter Verlagsanstalt
Erscheinungsdatum01.09.11
Seitenzahl380

Rezensionen & Bewertungen

60 Bewertungen

7 Rezensionen

4,1

Tippen zum Filtern

  • madamebiscuit15
    madamebiscuit15

    160 Follower

    5,0

    Ein weiteres Buch der Autorin und ein weiteres Mal auf ganzer Linie überzeugt. Zwei Menschen, die nicht ohne, aber auch nicht miteinander können. Viel tiefer wurzelt aber das Schuldgefühl, das ihr gesamtes Leben bestimmt.

    9. Apr. 2026

  • fraukasimir
    fraukasimir

    45 Follower

    2,5

    In der Endlosschleife gefangen

    Stella und Ivo- zwei Liebende (?), die weder mit noch ohne einander können, sind die Protagonisten im Roman von Nino Haratischwili. Eigentlich sind sie als Geschwister aufgewachsen, da Ivo als Adoptivsohn nach einem schrecklichen Vorfall in Stellas Familie aufgenommen wird. Seit ihrer Jugend führen die beiden nun eine On-Off-Beziehung, die man heute als „toxisch“ bezeichnen würde. Nach 7 Jahre Pause taucht Ivo plötzlich wieder auf und bringt Stellas geordnetes Familienleben durcheinander. Der Roman beinhaltet die gegenwärtige Zeitebene, aber auch Rückblenden auf die gemeinsame Vergangenheit. Die beiden sind in einer Endlosschleife von ungesundem Verhalten - Anziehung und Abstoßung gefangen. Als Leser hing ich auch in dieser Schleife, die zwar in so einer Beziehung realistisch ist, aber beim Lesen für mich sehr zäh war. Ich hatte oft das Gefühl, als würde ich Textstellen mehrfach lesen, ohne etwas Neues zu erfahren, weil es immer die gleichen Muster der beiden waren (hier hätte man raffen können, ich hatte es schon beim ersten Mal verstanden). Die Episode in Georgien hat sich für mich wie ein Fremdkörper angefühlt und diese Parallelisierung der zwei Geschichten hätte ich gar nicht gebraucht. Lieber hätte ich auf eine andere Art einen Progress in Stellas Entwicklung erlebt. Das Ende hat mich leider auch kalt gelassen und es war für mich die billigste Methode, um die Geschichte enden zu lassen. Insgesamt leider eine Enttäuschung , eine nicht enden wollende Geschichte.

    6. Nov. 2025

  • kath26
    kath26

    80 Follower

    5,0

    Ein großartig erzähltes Buch, eine Geschichte, die weh tut, die einem das Herz zerquetscht, die kaum auszuhalten ist

    „Mein sanfter Zwilling“ ist inzwischen der fünfte Roman von Nino Haratischwili und leider, leider, leider muss ich mich jetzt gedulden, bis ich wieder etwas von meiner Lieblingsautorin lesen kann – es sei denn ich lege Re-Reads ein, denn eine Neuerscheinung ist aktuell meines Wissens noch nicht in Aussicht gestellt. Und was soll ich sagen, ein Re-Read ihrer Romane ist nun wirklich nicht auszuschließen. Es ist inzwischen ein Dreiviertel Jahr her, dass ich die Geschichte von Stella und Ivo gelesen habe, aber als ich das Buch vorhin in die Hand nahm, um mich endlich an die Rezension zu wagen, bin allein durch die von mir markierten Stellen schon wieder komplett in der Geschichte und von Nino Haratischwilis Erzählkunst und Sprache gefangen, die ich – da bin ich mir sicher – aus tausenden Erzählstimmen heraushören würde. Dabei ist die Geschichte von Ivo und Stelle wirklich heftig, harter Tobak, teilweise kaum auszuhalten. Es ist sicherlich kein Buch für jeden und wenn sich jemand aufgrund meiner Meinung an das Buch heranwagen sollte, dann bitte nur, wenn ihr bereit seid und schwere Kost aktuell nicht abschreckt. Ich war kurz davor, das Buch als Wanderbuch in meine Wanderbuchrunde zu schicken, aber das Buch sollte man „freiwillig“ lesen und nicht, weil es auf Wanderschaft durch unser Forum geht, zumal auch die Charaktere schwierig sind. Man hadert so sehr mit manchen Entscheidungen, Handlungen. Wie oft wollte ich in das Buch reinspringen und vor allem Stella durchschütteln, anschreien, aber auch so oft in den Arm nehmen und festhalten. Und auch wenn Stella als ProtagonistIN des Romans auch extrem weit von mir und meinem Leben weg ist und wir wirklich nicht viel gemeinsam haben, ihr Handeln nicht nachvollziehen nicht gut heißen konnte, so, war ich trotzdem extrem nah an ihr dran, habe gefühlt, was sie gefühlt hat, habe gelitten, war entsetzt, wütend, verzweifelt. Neben der Sprachgewalt liegt die Kunst der Autorin eindeutig in der Zeichnung und Charakterisierung der handelden Figuren, der Haupt- aber auch der Nebenfiguren. Die sind einfach so echt, so tief, so komplex, auch wenn sie nicht immer sympathisch sind. Ein Roman mit absoluter Sogwirkung und einer explosiven Atmosphäre und der heftigsten toxischen Beziehung, die ich je lesender Weise „miterlebt“ habe. Es ging mir an die Substanz, war aber auch dank der wunderbaren Leserunde ein absolutes Lesehighlight!

    23. Sept. 2025

3 von 7 Rezensionen

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