Blick ins Buch

Romane

Auf der Straße heißen wir anders

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Über das Buch

In Karlas Familie wissen alle, wie es sich anfühlt, nicht dazuzugehören. Karla erlebt es als Kind in Bremen-Nord. Ihr Vater Avi in einer Klosterschule in Jerusalem. Die Großmutter Maryam als Gastarbeiterin in Deutschland. Die Urgroßmutter Armine auf den Straßen von Istanbul. Einfühlsam und mit feinem Humor fächert Laura Cwiertnia die verzweigten Pfade einer armenischen Familie auf, deren Erfahrungen so tiefgreifend sind, dass sie noch Generationen später nachhallen.

Die Kinder aus der Hochhaussiedlung in Bremen-Nord kennen die Herkunftsorte ihrer Familien genau: Türkei, Russland, Albanien. Nur bei Karla ist alles etwas anders. Sie weiß zwar, dass die Großmutter in den 60ern als Gastarbeiterin aus Istanbul nach Deutschland kam, und auch, dass die Familie armenische Wurzeln hat, doch gesprochen wird darüber nicht. Als Karlas Großmutter stirbt, taucht der Name einer Frau auf, Lilit, samt einer Adresse in Armenien. Karla gelingt es, ihren Vater zu einer gemeinsamen Reise zu überreden – in eine Heimat, die beide noch nie betreten haben. Eindrücklich und bewegend erzählt Laura Cwiertnia davon, wie es sich anfühlt, am Rand einer Gesellschaft zu stehen. Und davon, wie es ist, keine Geschichte zu haben, die man mit anderen teilen kann.

Editionen (3)

ISBN9783608998894
VerlagKlett-Cotta
Erscheinungsdatum15.07.23

Rezensionen & Bewertungen

75 Bewertungen

12 Rezensionen

4,1

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  • alenawunderkind
    alenawunderkind

    75 Follower

    3,0

    Mich konnte das Buch leider nicht ganz überzeugen. Die angesprochenen Themen interessieren mich sehr: Vater-Tochter-Beziehung, Völkermord an den Armeniern, Generationstrauma, Gastarbeiter in DE, Heimat. Allerdings finde ich wurden all diese Themen nur angeschnitten und nicht zu einem großen Ganzen zusammengefasst. Evtl. lag es an den verschiedenen Sichtweisen, aus denen die Kapitel erzählt werden und an den Zeitsprüngen.

    Mich konnte das Buch leider nicht ganz überzeugen. Die angesprochenen Themen interessieren mich sehr: Vater-Tochter-Beziehung, Völkermord an den Armeniern, Generationstrauma, Gastarbeiter in DE, Heimat. Allerdings finde ich wurden all diese Themen nur angeschnitten und nicht zu einem großen Ganzen zusammengefasst. Evtl. lag es an den verschiedenen Sichtweisen, aus denen die Kapitel erzählt werden und an den Zeitsprüngen.

    11. März 2024

  • booknapping.de
    booknapping.de

    80 Follower

    5,0

    Ich habe so viel gelernt. Über die Verfolgung der Armenier*innen. Über das Leben von Gastarbeiter*innen. Und alles inklusive Vibes aus meiner eigenen Hood Bremen-Nord. Wundervolles Buch!

    21. Sept. 2022

  • junanuj
    junanuj

    30 Follower

    4,5

    Ruhige Familiengeschichte mit intensivem Inhalt

    Erzählt wird die Geschichte einer armenischen Familie, aufgewachsen an unterschiedlichsten Orten: in Bremen-Nord, in Istanbul, in Jerusalem. Verbinden tut alle das Gefühl, nicht dazuzugehören, nicht dazugehören zu dürfen. Laura Cwiertnia erzählt ruhig aus verschiedenen Perspektiven, es gibt viele Zeitsprünge und Erinnerungen. Die Handlung wird sehr langsam aufgerollt, vielmehr geht es um die Gefühle und Erfahrungen, die unterschiedliche Mitglieder der Familien machen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Vor allem zum Ende hin konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Bis zur Hälfte jedoch konnte ich noch nicht ganz greifen, worum es in dem Buch geht. Es ist schockierend zu lesen, was in Armenien und den Armeniern passiert ist, deswegen klare Leseempfehlung!

    Ruhige Familiengeschichte mit intensivem Inhalt

    20. März 2025

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Laura Cwiertnia

Laura Cwiertnia, 1987 als Tochter eines armenischen Vaters und einer deutschen Mutter in Bremen geboren, ist stellvertretende Ressortleiterin bei der ZEIT. »Auf der Straße heißen wir anders« ist ihr literarisches Debüt.

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