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Harte Kriegsrealität. Schonungslos und erschütternd.
29. Aug. 2025
Harte Kriegsrealität. Schonungslos und erschütternd.
29. Aug. 2025
Blick ins Buch
Die Erlebnisse Ernst Jüngers vom Januar 1915 bis zum August 1918 an der Westfront spiegeln sich in den »Stahlgewittern« wieder: vom Grabenkrieg in der Champagne und der Schlacht bei Cambrai bis hin zu den Stoßtruppunternehmen in Flandern und zuletzt der Verleihung des Ordens Pour le mérite nach seiner Verwundung.
»›In Stahlgewittern‹ machte ihn zum Helden einer Generation junger Offiziere, die alles gegeben hatten und am Ende bestenfalls das Eiserne Kreuz davontrugen. Gide pries es als ›das schönste Kriegsbuch, das ich je las.‹ Tatsächlich ähnelt es keinem anderen Buch der damaligen Zeit – keine Spur von den pastoralen Meditationen eines Siegfried Sassoon oder Edmund Blunden, kein Anflug von Feigheit wie bei Hemingway, kein Masochismus wie bei T. E. Lawrence und kein Mitleid wie bei Remarque.«
Bruce Chatwin
Der Text dieser Ausgabe folgt Ernst Jüngers Fassung letzter Hand in den Sämtlichen Werken in 22 Bänden.
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9 Rezensionen
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29. Aug. 2025
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18. Jan. 2024
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Das Buch liest sich schwerer, als „Im Westen nichts Neues“ was eventuell an seiner schonungslosen Ehrlichkeit liegt. Jünger beschreibt emotionslos die Gräul des Krieges der Westfront von 1915 bis zu seiner Verwundung kurz vor der Kapitulation 1918. Jünger selbst glorifiziert seinen und den Kampf seiner Kameraden, nicht ohne aber auch Kritik an den Entscheidern zu lassen. Seine vielen Orden die er erhält, sind nicht mehr als Blech am Revers. Durch einige Passagen musste ich mich quälen, während andere mich in den Bann zogen. Unvorstellbar muss das Leid des Krieges gewesen sein, um Menschen so zu entmenschlichen. Der Hurra-Patriotismus wird mit Verletzungen und Verstümmelungen am eigenen Körper bestraft, wenn nicht sogar mit dem eigenen Leben. Verrückt muss man sein, wer sich Krieg wünscht.
11. Feb. 2024
Das Buch liest sich schwerer, als „Im Westen nichts Neues“ was eventuell an seiner schonungslosen Ehrlichkeit liegt. Jünger beschreibt emotionslos die Gräul des Krieges der Westfront von 1915 bis zu seiner Verwundung kurz vor der Kapitulation 1918. Jünger selbst glorifiziert seinen und den Kampf seiner Kameraden, nicht ohne aber auch Kritik an den Entscheidern zu lassen. Seine vielen Orden die er erhält, sind nicht mehr als Blech am Revers. Durch einige Passagen musste ich mich quälen, während andere mich in den Bann zogen. Unvorstellbar muss das Leid des Krieges gewesen sein, um Menschen so zu entmenschlichen. Der Hurra-Patriotismus wird mit Verletzungen und Verstümmelungen am eigenen Körper bestraft, wenn nicht sogar mit dem eigenen Leben. Verrückt muss man sein, wer sich Krieg wünscht.
11. Feb. 2024
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Autorin / Autor
Ernst Jünger, am 29. März 1895 in Heidelberg geboren. 1901–1912 Schüler in Hannover, Schwarzenberg, Braunschweig u. a. 1913 Flucht in die Fremdenlegion, nach sechs Wochen auf Intervention des Vaters entlassen 1914–1918 Kriegsfreiwilliger 1918 Verleihung des Ordens »Pour le Mérite«. 1919–1923 Dienst in der Reichswehr. Veröffentlichung seines Erstlings »In Stahlgewittern«. Studium in Leipzig, 1927 Übersiedlung nach Berlin. Mitarbeit an politischen und literarischen Zeitschriften. 1936–1938 Reisen nach Brasilien und Marokko. »Afrikanische Spiele« und »Das Abenteuerliche Herz«. Übersiedlung nach Überlingen. 1939–1941 im Stab des Militärbefehlshabers Frankreich. 1944 Rückkehr Jüngers aus Paris nach Kirchhorst. 1946–1947 »Der Friede«. 1950 Übersiedlung nach Wilflingen. 1965 Abschluß der zehnbändigen »Werke«. 1966–1981 Reisen. Schiller-Gedächtnispreis. 1982 Goethe-Preis der Stadt Frankfurt/Main.1988 Mit Bundeskanzler Kohl bei den Feierlichkeiten des 25. Jahrestags des Deutsch-Französischen Vertrags. 1993 Mitterrand und Kohl in Wilflingen. 1998 Ernst Jünger stirbt in Riedlingen.
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