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Romane

Zum Leuchtturm

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Über das Buch

Zehn Jahre dauert es, bis die geplante Bootsfahrt zum Leuchtturm unternommen wird. Zehn Sommer, die die Familie Ramsay mit ihren Gästen in einem Ferienhaus in Schottland verbringt. Im Mittelpunkt dieses Romans steht die schöne, von verschleierter Trauer erfüllte Mrs Ramsay, der Virginia Woolf Züge ihrer früh verstorbenen Mutter gegeben hat. Sie ist es, die die Menschen in ihrer Umgebung – ihren ichbezogenen Mann, ihre acht Kinder, die sehr unterschiedlichen Sommergäste – intuitiv versteht und miteinander in Verbindung bringt. Schließlich hat aber die Zeit Menschen und Verhältnisse verändert, und die Fahrt zum Leuchtturm findet unter ganz neuen Voraussetzungen statt.

Editionen (12)

ISBN9783596173648
VerlagFISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.01.07
Seitenzahl240

Rezensionen & Bewertungen

94 Bewertungen

11 Rezensionen

3,6

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  • nancyspencer
    nancyspencer

    41 Follower

    5,0

    Ein glitzerndes, schillerndes Juwel von einem Buch!

    Dieser Roman stand lange ungelesen bei mir im Regal. Kühn mutet uns Virginia Woolf schon auf den ersten Seiten die sperrigsten Sätze zu. Beinahe hätte ich direkt am Anfang aufgegeben. Doch dann mit einem groben Wissen um das Setting (Ferienhaus auf einer hebridischen Insel, Familie Ramsay mit sage und schreibe 8 Kindern plus Personal und noch zahlreichen Freunden der Familie, das Meer, der ersehnte Ausflug zum Leuchtturm) ließ ich den Anspruch los, alles sofort verstehen und deuten zu können und ließ mich auf ihren berühmten Stream of Consciousness ein. Und dann schwebte ich wundersam getragen von ihrer erfrischenden, lebendigen, assoziativen Sprache mitten in der Geschichte. Mal den Gedanken der einen, mal denen der anderen Figur folgend. Im Mittelpunkt Mrs Ramsay und ihr leicht übellauniger Mann, drum herum die Kinder und Gäste. Handlung und Plot stehen nicht im Vordergrund. Eher Gedanken über das Leben, menschliche Beziehungen und deren Ambivalenzen und typisch weibliches und männliches in der Gesellschaft. Zart, frisch und liebevoll beobachtet, poetisch, feministisch, stellenweise witzig, klug, bildhaft und philosophisch. Ich wollte Virginia Woolfs Romane immer toll finden, hatte mich aber bisher nicht rangetraut oder war doch mehrfach am Experimentellen ihres Stils gescheitert (Orlando, The Waves). Ich dachte, das wunderbar tolle ist doch zu enigmatisch für mich. Doch „To The Lighthouse“ hat sich mir nun doch überraschend gut und leicht erschlossen und ich bin sehr froh einen Zugang zur literarischen Welt dieser Schriftstellerin gefunden zu haben. Ich empfehle jedem einen Versuch!

    9. Jan. 2026

  • subhakosarrh
    subhakosarrh

    1 Follower

    5,0

    To the lighthouse

    …und wie selbst die unscheinbarsten Momente plötzlich eine kaum zu ertragende Schwere entwickeln, nachdem Schicksalsschläge alles zuvor Selbstverständliche in ein Erinnerungsfragment verwandeln Großartig!

    28. Juni 2026

  • palomita
    palomita

    4 Follower

    4,0

    Es braucht ein bisschen, damit warm zu werden, aber es lohnt sich

    Anfangs war es recht schwierig, in das Buch einzusteigen, dem Schreibstil und den Perspektivwechseln zu folgen, gerade auf Englisch. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch daran und entdeckt die wunderbare, poetische und nachdenkliche Welt der Charaktere, ihre Gedankengänge und die kleinen, alltäglichen Probleme, Ärgernisse, Wünsche und Sehnsüchte. Der Fokus liegt oftmals auf der Innenwelt der Charaktere und ihren eigenen Überlegungen zu der Welt und den Personen um sie herum. Viel Zeit wird für teils banal erscheinende "Kleinigkeiten" angewandt, weshalb sich das Buch hauptsächlich auf zwei Tage sowie den diese verbindende Zeitabschnitt von mehreren Jahren fokussiert.

    25. Juni 2026

3 von 11 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Virginia Woolf

Virginia Woolf wurde am 25. Januar 1882 als Tochter des Biographen und Literaten Sir Leslie Stephen in London geboren. Zusammen mit ihrem Mann, dem Kritiker Leonard Woolf, gründete sie 1917 den Verlag The Hogarth Press. Ihre Romane stellen sie als Schriftstellerin neben James Joyce und Marcel Proust.Zugleich war sie eine der lebendigsten Essayistinnen ihrer Zeit und hinterließ ein umfangreiches Tagebuch- und Briefwerk. Virginia Woolf nahm sich am 28. März 1941 in dem Fluß Ouse bei Lewes (Sussex) das Leben.

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