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Zum Leuchtturm

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Über das Buch

Das Ehepaar Ramsay, ihre acht Kinder und mehrere Hausgäste verbringen den Sommer in ihrem Landhaus auf der schottischen Isle of Skye. James, der Jüngste, wünscht sich nichts sehnlicher, als mit dem Boot zum Leuchtturm hinauszufahren. »Natürlich, wenn es schön wird«, versichert Mrs Ramsay. »Aber es wird nicht schön«, erklärt Mr Ramsay - und macht alle Hoffnung des Sechsjährigen erbarmungslos zunichte. Zehn Jahre und der ganze Erste Weltkrieg vergehen, bis die Fahrt stattfinden kann.

In Zum Leuchtturm zeichnet Virginia Woolf auf meisterhafte Weise das innere Erleben von einer Handvoll Figuren an wenigen Tagen in den Jahren 1910 und 1920 nach, erforscht Machtverhältnisse in Familienbeziehungen und zwischen den Geschlechtern und nähert sich ihren eigenen Kindheitserinnerungen.

Editionen (12)

ISBN9783311704461
VerlagKampa Verlag
Erscheinungsdatum22.06.23
Seitenzahl304

Rezensionen & Bewertungen

94 Bewertungen

11 Rezensionen

3,6

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  • nancyspencer
    nancyspencer

    42 Follower

    5,0

    Ein glitzerndes, schillerndes Juwel von einem Buch!

    Dieser Roman stand lange ungelesen bei mir im Regal. Kühn mutet uns Virginia Woolf schon auf den ersten Seiten die sperrigsten Sätze zu. Beinahe hätte ich direkt am Anfang aufgegeben. Doch dann mit einem groben Wissen um das Setting (Ferienhaus auf einer hebridischen Insel, Familie Ramsay mit sage und schreibe 8 Kindern plus Personal und noch zahlreichen Freunden der Familie, das Meer, der ersehnte Ausflug zum Leuchtturm) ließ ich den Anspruch los, alles sofort verstehen und deuten zu können und ließ mich auf ihren berühmten Stream of Consciousness ein. Und dann schwebte ich wundersam getragen von ihrer erfrischenden, lebendigen, assoziativen Sprache mitten in der Geschichte. Mal den Gedanken der einen, mal denen der anderen Figur folgend. Im Mittelpunkt Mrs Ramsay und ihr leicht übellauniger Mann, drum herum die Kinder und Gäste. Handlung und Plot stehen nicht im Vordergrund. Eher Gedanken über das Leben, menschliche Beziehungen und deren Ambivalenzen und typisch weibliches und männliches in der Gesellschaft. Zart, frisch und liebevoll beobachtet, poetisch, feministisch, stellenweise witzig, klug, bildhaft und philosophisch. Ich wollte Virginia Woolfs Romane immer toll finden, hatte mich aber bisher nicht rangetraut oder war doch mehrfach am Experimentellen ihres Stils gescheitert (Orlando, The Waves). Ich dachte, das wunderbar tolle ist doch zu enigmatisch für mich. Doch „To The Lighthouse“ hat sich mir nun doch überraschend gut und leicht erschlossen und ich bin sehr froh einen Zugang zur literarischen Welt dieser Schriftstellerin gefunden zu haben. Ich empfehle jedem einen Versuch!

    9. Jan. 2026

  • subhakosarrh
    subhakosarrh

    1 Follower

    5,0

    To the lighthouse

    …und wie selbst die unscheinbarsten Momente plötzlich eine kaum zu ertragende Schwere entwickeln, nachdem Schicksalsschläge alles zuvor Selbstverständliche in ein Erinnerungsfragment verwandeln Großartig!

    28. Juni 2026

  • palomita
    palomita

    4 Follower

    4,0

    Es braucht ein bisschen, damit warm zu werden, aber es lohnt sich

    Anfangs war es recht schwierig, in das Buch einzusteigen, dem Schreibstil und den Perspektivwechseln zu folgen, gerade auf Englisch. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch daran und entdeckt die wunderbare, poetische und nachdenkliche Welt der Charaktere, ihre Gedankengänge und die kleinen, alltäglichen Probleme, Ärgernisse, Wünsche und Sehnsüchte. Der Fokus liegt oftmals auf der Innenwelt der Charaktere und ihren eigenen Überlegungen zu der Welt und den Personen um sie herum. Viel Zeit wird für teils banal erscheinende "Kleinigkeiten" angewandt, weshalb sich das Buch hauptsächlich auf zwei Tage sowie den diese verbindende Zeitabschnitt von mehreren Jahren fokussiert.

    25. Juni 2026

3 von 11 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Virginia Woolf

Virginia Woolf (1882–1941) gilt als Englands größte Autorin der Moderne. Ihre Romane werden in einem Atemzug mit James Joyce und Marcel Proust genannt, zudem verfasste sie zahllose Essays und hinterließ umfangreiche Tagebücher. Obwohl Tochter einer wohlhabenden Intellektuellen-Familie – Thomas Hardy und Henry James gingen in ihrem Elternhaus ein und aus – hat sie nie eine Schule, geschweige denn eine Universität besucht. 1917 gründete sie gemeinsam mit ihrem Mann Leonard den Verlag The Hogarth Press, in dem auch »Ein Zimmer für sich allein« erschien. Als Opfer sexuellen Missbrauchs in der Familie, litt sie zeitlebens unter wiederkehrenden schweren Depressionen. Am 28. März 1941 fand ihr Mann einen Brief auf dem Kaminsims, der mit den Zeilen begann: »Liebster, ich fühle deutlich, dass ich wieder verrückt werde ...« Virginia Woolfs Leiche wurde in einem nahegelegenen Fluss entdeckt.

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