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Romane

Wald

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Über das Buch

Eine Frau, ein Haus und der Wald – ein fesselnder Roman über Verlust und Neuanfang. Verfilmt fürs Kino mit Brigitte Hobmeier, Gerti Drassl und Johannes Krisch.


Eine Frau allein in einem abgelegenen Haus in den Voralpen: Marian hat alles verloren. Die Krise und eigene Fehler trieben sie in den Bankrott, zum völligen Rückzug. Aber auch ihr Versuch, im geerbten Haus wieder zu sich zu finden, wird zum Überlebenskampf. Mühsam lernt Marian, sich zu versorgen, sie fischt, wildert, stiehlt Hühner, und dann ist da Franz …
Eine starke, gefallene Frau mit dem Willen zum Neuanfang, und das Landleben als Spiegel einer brüchigen bürgerlichen Welt – Doris Knecht erzählt mit unverwechselbarem Ton und auf mitreißende Weise davon, wie es ist, wenn man sein schönes Leben auf einen Schlag verliert.

Editionen (3)

ISBN9783499267871
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum24.06.16
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

52 Bewertungen

10 Rezensionen

3,8

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  • lese_locke
    lese_locke

    86 Follower

    4,0

    Die 42-jährige Marian zieht nach einer Krise und nicht ganz freiwillig auf’s Land. Dort lernt sie ein hartes, unbequemes Leben kennen und auch worauf es ankommt, um zu (über)leben. In gedanklichen Rückblenden hinterfragt sie dabei ihre früheren Werte und ihren Alltag als Modedesignerin. Marian entdeckt neue, ungewohnte Seiten an sich. Etwa, dass sie gerne Wollsocken trägt oder unter freiem Himmel übernachtet. Sie eignet sich verschiedene Fähigkeiten an, um sich selber zu versorgen. Ihr neuer Alltag ist geprägt vom Fischen, Kräuter und Pilze sammeln, Gemüse anbauen und Sauerteig Brot backen. Mehrmals stiehlt sie bei der Nachbarin ein Henndl (Hühnchen) und schlachtet es eigenhändig, um über die Runden zu kommen. Ich fand es sehr eindrücklich mitzuerleben, wie Marian in ihren neuen Alltag hineinwächst. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch Bauer Franz. Die beiden lernen sich zufällig im Wald kennen, als Marian in einer misslichen Lage steckt. Nach und nach entwickelt sich daraus eine interessante Beziehung. Mein erstes Buch von Doris Knecht - und ich freue mich auf weitere!

    3. Mai 2026

  • allesisterleuchtet
    allesisterleuchtet

    199 Follower

    4,0

    Ein neues Leben im Wald

    Mariann war eine erfolgreiche Unternehmerin aber hat Alles verloren. Jetzt hat sie sich in ein altes Haus im Wald zurück gezogen und lebt größtenteils als Selbstversorgerin. Dabei reflektiert sie über ihr Leben und vor allem die Männer in ihrem Leben. Das aktuelle Buch von Doris Knecht "Eine unvollständige Liste aller Dinge die ich vergessen habe" hatte mich begeistert, aber mit diesem Buch habe ich mich streckenweise schwer getan. Marians Gedanken sind oft düster, hart und verbittert. Sie ist frustriert und fühlt sich ausgeliefert. Zeitweilig fand ich das schwer ertragbar und auch zeitweise nicht nachvollziehbar, warum sie dieses Leben lebt, das ihr offenbar nicht gefällt. Ich wollte das Buch schon weglegen aber es hat zum Glück noch mal die Kurve gekriegt. Denn zu Ende des Buches passt Marian sich an ihr neues Leben im Wald an und fasst wieder Hoffnung. Da war ich doch froh bis zum Ende gelesen zu haben. Ein eindrucksvolles Buch mit Höhen und verzweifelten Tiefen. Nicht immer schön zu lesen.

    30. Mai 2024

  • ivyliestalles
    ivyliestalles

    157 Follower

    4,5

    Intensiv

    Eigentlich passiert nicht viel in dem Buch und eigentlich doch alles. Denn wir begleiten eine Frau, die sich auf den Weg zu sich selbst macht. Wir begleiten eine Frau, deren Leben sich von null auf 100 komplett verändert und ihr im Grunde die Lebensgrundlage entzogen wird. Und doch, trotz all dieser, augenscheinlichen, Annehmlichkeiten, die ihr verloren gehen, findet gerade dieses zurückbesinnen auf das Wesentliche zu einer Wandlung im Denken und Handeln unserer Protagonistin. Ich habe mich ihr so nahe gefühlt. Ich konnte sie so, so gut verstehen. Ihr Handeln, ihre Gedanken. Plötzlich ist der Luxus aus ihrem Leben verschwunden und nun wird z.B. das backen von Brot zu einem Bestandteil des Überlebens. Das Leben reduziert sich. Aber was als anfängliche Katastrophe daherkommt, entpuppt sich als ganz große Chance. Unsere Protagonistin beginnt in ihren Erinnerungen zu hinterfragen, ob das Leben, dass sie kannte, wirklich ein gutes Leben war. Ob all der Luxus und all die Oberflächlichkeiten ein wirklich lebenswertes Leben war. Und ob unsere Protagonistin wirklich glücklich war. Ich mag wie Doris Knecht ihre Geschichten erzählt. Völlig unaufgeregt, immer auch mit einem kleinen Augenzwinkern und mit einer Tiefe, die mir erst richtig nach beenden des Buches bewusst wird. Dieses Buch lädt die Leser*innen zum reflektieren ein. Sehr eindrucksvoll hat die Autorin die Dinge angesprochen, die wirklich wichtig sind im Leben. Zum Beispiel richtigen Hunger zu spüren und dann etwas Essen zu können. Nicht das High Tech Sushi, sondern eine Scheibe selbst gebackenes Brot mit Butter. Gerade diese Szenen liebe ich an dem Buch. Ganz einfach und schlicht, tragen sie doch so viel in sich. Doris Knecht hat ein Gespür für Momente und Worte. Man muss sich auf diese Art des Erzählens einlassen, dann wird man einer tiefgründigen Geschichte belohnt, die sich so richtig erst nach dem Lesen entfaltet und lange nachhallt.

    Intensiv

    1. Juli 2026

3 von 10 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 265100%
nina___tok
nina___tok25. März 2025

Eine Frau verliert ihren ganzen Besitz und ihre Peergroup und startet in der Abgeschiedenheit neu. Ging mir irgendwie nahe.

Autorin / Autor

Über Doris Knecht

Doris Knecht geboren in Vorarlberg, ist Kolumnistin («Standard», «Falter») und Schriftstellerin. Ihr erster Roman, «Gruber geht» (2011), war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde fürs Kino verfilmt. Zuletzt erschienen die vielgelobten Romane «Wald» (2015) und «Alles über Beziehungen» (2017); letzterer wurde für den Österreichischen Buchpreis nominiert. Doris Knecht lebt in Wien und im Waldviertel.

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