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Der Mythos des Sisyphos

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Über das Buch

Ein philosophisches Meisterwerk über den Sinn des Lebens und die Absurdität der menschlichen Existenz.

In seinem berühmten Essay « Der Mythos des Sisyphos » setzt sich Albert Camus mit der zentralen Frage auseinander, ob das Leben trotz seiner scheinbaren Sinnlosigkeit lebenswert ist. Der französische Philosoph und Literaturnobelpreisträger entwickelt hier seine Philosophie des Absurden - dem Spannungsverhältnis zwischen der Sinnwidrigkeit der Welt und der menschlichen Sehnsucht nach Sinnhaftigkeit.

Camus greift den Mythos der Sisyphos auf, der von den Göttern dazu verdammt wurde, unablässig einen Felsblock einen Berg hinaufzurollen, nur um ihn immer wieder hinabstürzen zu sehen. Dieses Sinnbild der menschlichen Existenz wirft Fragen nach dem Lebenssinn, Werteordnungen und dem Umgang mit dem scheinbar Absurden auf.

« Der Mythos des Sisyphos » ist eines der wichtigsten philosophischen Werke von Albert Camus und ein Klassiker der Existenzphilosophie. Diese Neuübersetzung ermöglicht es, den kraftvollen und poetischen Stil des Autors neu zu entdecken. Ein Must-Read für alle, die sich mit den großen Fragen des Lebens auseinandersetzen möchten.

Editionen (5)

ISBN9783499227653
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum02.06.00
Seitenzahl192

Merkmale

2 Bewertungen

MittelKomplexInformativVerstörendNachdenklichPoetisch

Rezensionen & Bewertungen

138 Bewertungen

18 Rezensionen

3,8

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  • ecem
    ecem

    194 Follower

    3,0

    Achtung Spoiler

    Dies war mein erster Essay generell und der erster Roma von Albert Camus. Seine Schreibweise ist sehr eigen und erfordert höchste Konzentration. Auch Kenntnisse über erwähnte Autoren sind von Vorteil, weshalb mir das Verständnis an manchen Stellen gefehlt hat. Umso verständnisvoller waren die Abschnitte von Dostojewski und Kafka, da mir diese Verfasser schon bekannt sind. Es ist für jeden Empfehlenswert, der Camus und seine Gedankengänge verstehen, aber auch frühere Autoren besser deuten will.

    3. Apr. 2026

  • cupcake_kathi
    cupcake_kathi

    130 Follower

    4,0

    Der Mensch lebt in einer sinnlosen Welt – und genau daraus folgt nicht Verzweiflung, sondern Freiheit. Camus geht von der nüchternen Einsicht aus, dass es keinen vorgegebenen Sinn, keine höhere Ordnung und keine endgültige Wahrheit gibt, die das menschliche Leiden rechtfertigt. Diese Erkenntnis erzeugt das Absurde: den unauflösbaren Konflikt zwischen dem menschlichen Bedürfnis nach Sinn und der Gleichgültigkeit der Welt. Die zentrale Frage des Buches lautet deshalb nicht abstrakt philosophisch, sondern existenziell: Ist das Leben unter diesen Bedingungen überhaupt lebenswert? Camus’ Antwort ist ein entschiedenes Ja – allerdings ohne Trost, ohne Hoffnung auf ein Jenseits und ohne Selbsttäuschung. Die Quintessenz liegt in der Revolte gegen die Sinnlosigkeit. Diese Revolte ist kein Aufstand mit Waffen, sondern eine innere Haltung: das bewusste Weiterleben, das klare Denken und das ständige Verweigern falscher Antworten. Wer das Absurde akzeptiert, darf weder fliehen noch kapitulieren. Stattdessen lebt er intensiv im Hier und Jetzt, übernimmt Verantwortung für sein Handeln und schöpft seine Freiheit gerade aus dem Fehlen eines höheren Ziels. Sisyphos steht am Ende als Sinnbild dieser Haltung. Obwohl seine Aufgabe zwecklos ist, gehört sein Schicksal ihm selbst. Indem er die Absurdität seines Daseins anerkennt und bejaht, verwandelt er Strafe in Selbstbestimmung. Die Quintessenz des Buches ist daher: Nicht der Sinn macht das Leben lebenswert, sondern das bewusste Leben selbst. Der Mensch wird nicht durch Hoffnung gerettet, sondern durch Klarheit, Trotz und die Entscheidung, trotz allem weiterzugehen.

    9. Feb. 2026

  • julianbrm07
    julianbrm07

    1 Follower

    4,0

    “Man muss sich Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen”. Einfach ein krasser Satz.

    Puh wie beschreibt man das Buch denn. Ich beziehe mich als aufbauend auf “Der Fremde” ebenfalls von Camus, welches ich vorher gelesen habe. Der Mythos des Sisyphos gefiel mir deutlich besser als “Der Fremde”. Dieser trockene und “langweilige” Schreibstil, den ich hatte, den hatte ich hier nicht. Die Sprache war sehr klar, die Gedanken allerdings echt komplex. Das Prinzip des Absurden, also die Spannung zwischen dem Sinn suchenden Wesen und seiner sinnlosen Umgebung ist sehr faszinierend. Ich finde den Bezug zu vergangen Philosophen sehr spannend und zeigt nochmal deutlich, wieso dieses Buch als Klassiker des Existenzialismus gilt. “Man muss ich sich Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen”. Am Anfang nicht verstanden, jetzt schon und es hat mich berührt und hat mir nochmal klar gezeigt, dass ich der Herr meines Lebens bin. Ich bin der, der sagt was für mich richtig ist. Ich gebe nur 4 Sterne, da ich nicht alles verstanden habe und manche Passagen durchaus komplex waren gerade mit diesen nachträglichen Ergänzungen. Insgesamt aber ein super Buch, was ich durchaus empfehlen kann.

    13. Dez. 2025

3 von 18 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Albert Camus

Albert Camus wurde am 7. November 1913 als Sohn einer Spanierin und eines Elsässers in Mondovi, Algerien, geboren. Er studierte an der Universität Algier Philosophie, 1935 trat er der Kommunistischen Partei Algeriens bei und gründete im Jahr darauf das «Theater der Arbeit». 1937 brach er mit der KP. 1938 entstand sein erstes Drama, Caligula, das 1945 uraufgeführt wurde, 1947 sein Roman «Die Pest». Neben seinen Dramen begründeten der Roman Der Fremde und der Essay Der Mythos des Sisyphos sein literarisches Ansehen. 1957 erhielt Albert Camus den Nobelpreis für Literatur. Am 4. Januar 1960 starb er bei einem Autounfall.Das Gesamtwerk von Albert Camus liegt im Rowohlt Verlag vor.

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