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Romane

Alle meine Mütter

3,8(49)
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Über das Buch

Tiefste Liebe, Zweifel, ganz verschiedene Formen von Glück – in der ersten Bindung unseres Lebens tritt der ganze Kosmos menschlicher Beziehungen zutage. Dieses Buch geht alle an.

Alle meine Mütter erzählt von einer besonderen, oft lebenslang komplexen Beziehung und auch davon, welche Mütter wir selbst zu sein versuchen. Wie wir manchmal scheitern, zweifeln, stolpern. Welche Ängste uns begleiten. Was uns bindet und prägt, was uns abhält. Was es heißt, ungewollt Mutter oder nicht Mutter zu sein, ein Kind anzunehmen, zu verlieren oder nicht loslassen zu können.

«Mütter prägen uns, auch wenn wir es nicht wollen», schreibt Lena Gorelik, «sie nisten sich in unseren Köpfen und Herzen ein, flüstern uns zu, schimpfen, trösten, tun es auch noch, wenn sie verstorben sind, tun es selbst dann, wenn wir sie nicht oder kaum kannten. Wir setzen unsere Schritte auf das, was wir dank oder trotz unserer Mütter wurden. Tragen sie darin für immer mit uns.»

«Tief bewegend, brutal ehrlich: einfach wunderbar.» Doris Dörrie

Editionen (1)

ISBN9783498007621
VerlagRowohlt
Erscheinungsdatum13.03.26
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

49 Bewertungen

11 Rezensionen

3,8

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  • entropie
    entropie

    131 Follower

    3,0

    Kluge und poetische Gedanken über die erste große Beziehung im Leben

    Lena Gorelik wirft in ihrem Roman ‚Alle meine Mütter’ einen warmherzigen, klugen und oft poetischen Blick auf die erste tragende Beziehung im Leben und hat mir dabei auch viele Erinnerungsmomente an die eigene Kindheit beschert. Das Hörbuch lässt mich trotzdem zwiegespalten zurück: Der Roman ist eine Collage mit autobiographischen Elementen, ein Springen zwischen Leben und Szenen, oft eine essayistische Betrachtung. Das macht es ihr einerseits möglich in viele Mutter/Tochter/Großmutterbeziehungen hineinzuspüren. Andererseits sind diese Sprünge beim Hören öfter verwirrend gewesen und ab der Mitte habe ich mit Abbruchgedanken gekämpft. Der Rahmen des Romans sind die autobiographischen Elemente, aber durch das Springen zwischen den losen Szenen fehlt der Spannungsbogen. Die Erzählstimme ist angenehm zu hören aber nicht herausragend. Deshalb nur 3 Sterne, obwohl ich das Buch als bereichernd empfunden habe.

    Kluge und poetische Gedanken über die erste große Beziehung im Leben

    1 Tage vor

  • wurm_kathi
    wurm_kathi

    277 Follower

    4,0

    Ein Buch über und für Mütter💕💕

    Das Buch ist kein klassischer Roman, sondern eine Ansammlung an Erzählungen und Gedanken rund um das Mutter sein. Ich persönlich habe sogar manchmal schmunzeln müssen, da mir die Sätze so bekannt vorkamen. Das Buch wird in verschiedenen Sichten geschildert und das macht es auch so einzigartig. Ein wirklich gelungenes Buch über das Mutter sein und von mir eine klare Leseempfehlung🩷💕🩷💕

    Ein Buch über und für Mütter💕💕

    5. Mai 2026

  • wildeskopfkino
    wildeskopfkino

    147 Follower

    4,5

    Zwischen Liebe, Zweifel und Familienchaos

    Man schlägt dieses Buch auf und merkt ziemlich schnell: Hier wird nichts beschönigt. Lena Gorelik schreibt über Mütter und plötzlich sitzt man da und denkt an die eigene. An Sätze aus der Kindheit, an Augenrollen am Küchentisch, an Momente, die man längst vergessen glaubte. Schon verrückt, wie schnell einen so ein Buch erwischt. Alle meine Mütter ist kein klassischer Roman, eher eine sehr persönliche Reise durch Mutterschaft, Erwartungen und diese merkwürdige Mischung aus Liebe, Druck, Nähe und Distanz. Gorelik schreibt brutal ehrlich, manchmal fast schon entwaffnend offen. Beim Lesen hatte ich mehr als einmal das Gefühl, bei Gedanken zuzuhören, die man selbst kennt, aber selten laut ausspricht. Besonders stark ist, wie viele verschiedene Formen von Mutterschaft hier auftauchen. Gewollt, ungewollt, voller Zweifel, voller Sehnsucht. Da wird nichts idealisiert. Stattdessen stolpert man gemeinsam durch Ängste, Hoffnungen und diese ewige Frage, ob man eigentlich alles richtig macht. Und während man liest, merkt man plötzlich: Dieses Buch handelt nicht nur von Müttern. Es handelt davon, wie sehr uns Menschen prägen, auch wenn wir längst erwachsen sind. Manche Seiten haben mich zum Schmunzeln gebracht, andere waren überraschend still und nachdenklich. Am Ende bleibt ein warmes, leicht melancholisches Gefühl. Wie nach einem langen Gespräch über Familie, bei dem man viel gelacht hat und am Ende doch kurz schlucken muss. Genau solche Bücher bleiben im Kopf.

    Zwischen Liebe, Zweifel und Familienchaos

    16. März 2026

3 von 11 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Lena Gorelik

Lena Gorelik, 1981 in St. Petersburg geboren, kam 1992 mit ihren Eltern nach Deutschland. Ihr Roman «Hochzeit in Jerusalem» (2007) war für den Deutschen Buchpreis nominiert, «Mehr Schwarz als Lila» (2017) für den deutschen Jugendliteraturpreis. 2021 erschien ihr Roman «Wer wir sind» und wurde begeistert besprochen. Regelmäßig schreibt Lena Gorelik Essays zu gesellschaftlichen Themen, u.a. für die Süddeutsche Zeitung oder Die Zeit. 2024 wurde sie mit dem Heinrich-Mann-Preis für Essayistik ausgezeichnet, 2026 mit dem Preis der Literaturhäuser. Im selben Jahr erschien «Alle meine Mütter», ein neuer Roman.

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