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Romane

Shuggie Bain

4,2(483)
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Über das Buch

»Shuggie Bain hat mein Herz gestohlen.« Berardine Evaristo

Shuggie ist anders, zart, fantasievoll und feminin, und das ausgerechnet in der Tristesse und Armut einer Arbeiterfamilie im Glasgow der 80er-Jahre. Sein Herz gehört der Mutter, Agnes, die ihn versteht und der grauen Welt energisch ihre Schönheit entgegensetzt, Trost jedoch immer mehr im Alkohol sucht. Sie zu retten ist Shuggies Mission, eine Aufgabe, die er mit absoluter Hingabe Jahr um Jahr erfüllt, bis er schließlich daran scheitern muss. Ein großer Roman über das Elend der Armut und die Beharrlichkeit der Liebe, tieftraurig und zugleich von ergreifender Zärtlichkeit.

»Eine Milieustudie, die unter die Haut geht.« ZDF aspekte

Editionen (5)

ISBN9783492317924
VerlagPiper
Erscheinungsdatum23.02.23
Seitenzahl496

Rezensionen & Bewertungen

483 Bewertungen

100 Rezensionen

4,2

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  • benjischwenki
    benjischwenki

    904 Follower

    5,0

    Das ist sicher ein Buch, das man nicht vergisst. Man liest die tragische Geschichte einer Familie, in der es stetig bergab geht und deren Leidtragenden vor allem die Kinder sind. Sie müssen schnell selbständig werden, da die Mutter dem Alkohol verfällt und der Vater gewalttätig ist und irgendwann keine Rolle mehr spielt. Sie leben in unvorstellbarer Armut und ihr Leben ist für mich kaum zu ertragen gewesen. Man leidet mit ihnen und einige Male war ich kurz davor, das Buch abzubrechen,da es kaum auszuhalten ist. Ich weiß darum nicht, ob ich eine Leseempfehlung dafür geben möchte.

    7. März 2026

  • luzifer
    luzifer

    359 Follower

    4,0

    „Wenn Musik lief, war sie weniger einsam. Shuggie stellte sich aufs Bett und legte ihr die Arme auf die Schultern. So schunkelten sie eine Weile. Sie küsste seine Nase. Er küsste ihre Nase. Beim nächsten Song sah Shuggie seiner Mutter zu, wie sie mit der Bierdose durchs Zimmer tanzte.“

    „Shuggie Bain“ ist niederschmetternd, offensichtlich sehr schonungslos beobachtet und literarisch trotz der vielen eher hässlichen Themen wunderschön und eindrucksvoll. Wahrscheinlich ist es vor allem auch im Original sehr lohnenswert, mich hat aber die Übersetzung schon komplett überzeugt. Leider habe ich eine Weile gebraucht, um in das Buch hineinzufinden und war lange Zeit nur sehr frustriert von dem Verhalten und den Entscheidungen der Figuren, was natürlich ein essenzieller Teil der Geschichte und der geschilderten Lebensrealität ist, dann hat mich das Buch aber umso mehr berührt und mit einer unbeschreiblichen Wucht getroffen. Sogar ein Schmunzeln haben mir Shuggie, Agnes und der Tratsch zwischen den Frauen im Viertel hin und wieder, trotz all der Abgründe und Tristesse, entlockt. Danke, Shuggie! 🩶

    „Wenn Musik lief, war sie weniger einsam. Shuggie stellte sich aufs Bett und legte ihr die Arme auf die Schultern. So schunkelten sie eine Weile. Sie küsste seine Nase. Er küsste ihre Nase. Beim nächsten Song sah Shuggie seiner Mutter zu, wie sie mit der Bierdose durchs Zimmer tanzte.“

    1. Feb. 2026

  • jessie.liest
    jessie.liest

    175 Follower

    5,0

    Sehr traurig. Sehr gut. Und sehr lange nachwirkend.

    Dieses Buch hat fast wehgetan. Still. Konstant. Ohne große Gesten. Zu lesen, wie der kleine Shuggie immer wieder versucht, seine Mutter aus der Alkoholsucht zu retten, war zutiefst berührend. Diese unerschütterliche Loyalität. Dieses kindliche Verantwortungsgefühl. Dieses „Ich schaffe das für uns“, obwohl er selbst noch gerettet werden müsste. Man möchte ihn in den Arm nehmen. Und weiß beim Lesen die ganze Zeit: Es wird nicht reichen. Die Sprache ist klar, präzise, ohne Pathos. Gerade deshalb trifft es so hart. Kein Mitleidskitsch, keine Überdramatisierung. Nur ein Junge, der zu früh erwachsen sein muss.

    Sehr traurig. Sehr gut. Und sehr lange nachwirkend.

    17. Feb. 2026

3 von 100 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Douglas Stuart

Douglas Stuart, geboren und aufgewachsen in Glasgow, studierte am Royal College of Art in London. Nach seinem Abschluss zog er nach New York, wo er als Modedesigner arbeitete. Für seinen ersten Roman, Shuggie Bain, der in 40 Ländern erschien und zum Weltbestseller wurde, erhielt er den Booker Preis 2020.

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