Blick ins Buch

Jugendbücher

Totenbraut

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Über das Buch

1731, in den Wäldern Serbiens: Für eine Handvoll Gold wird die junge Jasna von ihrem Vater an einen reichen Gutsbesitzer verkauft. Dieser verheirat sie mit seinem Sohn Danilo. Schnell stellt die junge Braut fest, dass ein schrecklicher Fluch auf der Familie lastet. Gibt es in Danilos Familie wirklich einen Vampir, wie im Dorf gemunkelt wird?

Editionen (6)

ISBN9783473583935
VerlagRavensburger Verlag GmbH
Erscheinungsdatum01.02.12
Seitenzahl448

Rezensionen & Bewertungen

145 Bewertungen

24 Rezensionen

4,0

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  • libro_92
    libro_92

    44 Follower

    3,0

    Leider hat es mich nicht so gepackt wie die Beschreibung vermuten lässt.

    1731, in den Wäldern Serbiens: Für eine Handvoll Gold wird die junge Jasna von ihrem Vater an einen reichen Gutsbesitzer verkauft. Der rätselhafte Fremde nimmt das Mädchen mit auf seinen Hof an der Grenze zum Osmanischen Reich. Dort wird Jasna mit seinem Sohn Danilo verheiratet. Schnell stellt die junge Braut fest, dass ein Fluch auf der Familie lastet. Die Dorfbewohner schließen sie aus der Gemeinschaft aus, der Priester lässt sie nicht über die Schwelle treten. Man munkelt, dass Danilos verstorbene Mutter eine Hexe war und als Wiedergängerin immer noch eine Bedrohung darstellt. Auch Jasna scheint von ihr heimgesucht zu werden und entdeckt blutige Male am Hals ihres Pferdes. Als sich plötzlich mysteriöse Todesfälle im Dorf häufen, richtet sich der Verdacht schnell gegen Jasna und ihre Familie.

    1 Tage vor

  • mateicee
    mateicee

    322 Follower

    3,0

    Totenbraut hat mich über weite Strecken wirklich gepackt. Der Schreibstil ist flüssig, atmosphärisch dicht und trägt mühelos durch die Handlung. Die folkloristischen Motive rund um Strigoi, dörfliche Strukturen und unausgesprochene Schuld sind spannend gewählt, der Schauplatz wirkt lebendig und glaubwürdig, und ich war durchgehend interessiert daran, wie sich die Geschichte entfaltet. Gerade in der ersten Hälfte gelingt es dem Buch, eine unheimliche, leise Bedrohung aufzubauen. Vieles bleibt lange im Unklaren, Andeutungen wirken stärker als Erklärungen, und die Idee eines familiären wie gesellschaftlichen Systems, das dunkle Wahrheiten trägt und verwaltet, hat großes erzählerisches Potenzial. Leider kann das Ende diese Fallhöhe nicht halten. Die Auflösung verlagert die zuvor breit angelegte, strukturelle Schuld zunehmend auf eine einzelne Figur und ein persönliches Rachemotiv. Damit wird vieles, was zuvor komplex und moralisch unbequem war, deutlich vereinfacht. Einige Entwicklungen wirken rückblickend konstruiert oder logisch nicht ganz überzeugend, und manche Figuren – besonders Bela – bleiben trotz interessanter Anlage deutlich unter ihren Möglichkeiten. Auch die Liebesgeschichte nimmt im letzten Drittel viel Raum ein, ohne für mich wirklich etwas zum zentralen Thema beizutragen. Hier wird spürbar, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, das auf ein versöhnliches, sicheres Ende zusteuert. Das ist grundsätzlich legitim, fühlte sich aber angesichts der zuvor aufgebauten Schwere und Ambivalenz zu glatt an. Totenbraut ist kein schlechtes Buch – im Gegenteil: Stil, Atmosphäre und Grundidee sind stark. Umso bedauerlicher ist es, dass die Geschichte sich am Ende nicht traut, die eigenen Fragen konsequent auszuhalten. Ein ehrlicheres, weniger entlastendes Ende hätte dem Roman gutgetan. 3 Sterne – für einen fesselnden Einstieg, eine dichte Stimmung und spannende Motive, aber mit Abzügen für eine Auflösung, die hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt.

    14. Feb. 2026

  • mara.hh
    mara.hh

    124 Follower

    4,0

    Von Leichen im Vamyprstande und anderen Schrecken

    Dies ist keine typische Fantasy Geschichte, sondern ein Roman der stark von historisch dokumentierten Fällen von "Vampirismus" im 18. Jahrhundert inspiriert wurde (großes Lob an die Autorin für die tolle Hintergrund Recherche) Die Vorstellungen und Ängste dieser Zeit über Untote und Hexen haben kaum was mit moderner Romantasy zu tun, wer sowas sucht ist hier also falsch. Stattdessen wird hier sehr anschaulich gezeigt wie sehr Furcht und Unwissen die Wahrnehmung beeinflussen können. Dabei begleiten wir Jasna, die (aus heutiger Sicht) erschreckend jung als Braut in die Fremde verkauft wurde und nur zu schnell erkennen muss, dass ihre neue Familie wohl möglich nicht zu Unrecht von den Dörflern gefürchtet und gemieden wird... Ein faszinierender Roman mit Sogwirkung. Empfehlung an alle die sich für die südosteuropäischen Ursprünge des Vampirmythos interessieren

    Von Leichen im Vamyprstande und anderen Schrecken

    12. Mai 2026

3 von 24 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 9021%
muddi_liest_wieder
muddi_liest_wieder9. März 2026

Mmh, was ich schon mal mag, die ganze mystische Stimmung. Auch, dass der Text schnell zu lesen ist. Womit ich es momentan sehr schwer habe, dass der Funke noch nicht überspringen mag. Ich gebe dem Buch aber noch eine Chance!

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