Blick ins Buch

Romane

Vierundzwanzig Türen

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Über das Buch

»Ein Buch, so rätselhaft wie ein Adventskalender« Der Spiegel. Im Haus des Erzählers geht es in der Vorweihnachtszeit turbulent zu. Seine beiden Töchter kommen langsam in das Alter, in dem Weihnachtswünsche teuer werden und Familienrituale an Kraft verlieren. Doch der Adventskalender, den die Mutter von einem alten Mann geschenkt bekommt, fesselt die Aufmerksamkeit der ganzen Familie. Er erzählt auf vierundzwanzig Bildern eine faszinierende Geschichte aus der Nachkriegszeit: Drei Männer stehlen ein Worpsweder Gemälde, um damit den Kauf von Heizmaterial und Lebensmitteln zu finanzieren. Ein Schneesturm zwingt sie zur Einkehr in einem einsamen Gehöft, wo eine junge Frau in den Wehen liegt. Meisterlich kontrastiert Klaus Modick die satte Welt der Gegenwart mit einer ebenso behutsam wie anrührend erzählten Weihnachtsgeschichte, in der es um Liebe, Hoffnung und ein Verbrechen geht.

Editionen (6)

ISBN9783462317657
VerlagE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum04.10.18
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

46 Bewertungen

5 Rezensionen

3,1

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  • 4,0

    Ich will endlich mal meinen Berg angefangener Bücher abbauen. Darum laß ich das Adventskalender-Buch im Herbst zu Ende. Macht aber eigentlich nix, denn die Geschichte ist immer fesselnd. Sprachlich hat Herr Modick einiges drauf (ja, darauf lege ich persönlich immer viel Wert), spannend war es ebenso, aber moderat. Würde es weiterempfehlen. Gerne mehr davon.

    15. Sept. 2025

  • 3,0

    Leise und zugleich spannend: Pro Weihnachtsstimmung 🎅🏻

    Das Buch ist aufgebaut wie ein Adventskalender und für jeden Tag bis Weihnachten gibt es ein Kapitel. Mit „Vierundzwanzig Türen“ eine Version der Weihnachtsgeschichte, die die Erfahrung mehrerer Generationen verbindet. Hinter jeder Tür stecken eine Episode aus der Adventszeit der späten Neunziger Jahre und eine Fortsetzung der Nachkriegsgeschichte. Klaus Modick schafft eine Atmosphäre zwischen Realität und Wunder. Ehrlicherweise gefiel mir die Erzählweise um die Geschichte der Nachkriegszeit ein wenig besser, da ich besseren Zugang fand. Dennoch: Ein leises und spannendes Buch, um sich durchaus in Weihnachtsstimmung zu bringen. 🎄

    22. Dez. 2024

  • 3,5

    Der Roman welcher, wie ein Adventskalender, in 24 Kapitel unterteilt ist, wird in zwei Erzählsträngen dargestellt. Der eine Strang beschreibt einen Vater zweier Mädchen in der Pubertät und die daher unterschiedlichen Betrachtungsweisen, der gemalten Bilder hinter den Türchen eines geschenkten Adventskalenders. Der zweite berichtet von einem Kunstraub und der Not der frühen Nachkriegszeit. Dieser Strang hat mich besonders abgeholt und hat mir richtig gut gefallen. Insgesamt gab es einige Textabschnitte deren Findigkeit von Beschreibungen mir richtig gut gefallen haben. Dann gab es allerdings auch Teile, in denen ich die Konzentration verloren habe und ich gedanklich völlig abgedriftet bin. Der Spannungsbogen über das Ende der Adventskalender-Geschichte war allerdings immer gegeben, so daß ich auf die Auflösung sehr gespannt war und mich das Ende auch überraschen konnte.

    25. Dez. 2023

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Klaus Modick

Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach diversen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg. Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Nicolas-Born-Preis, dem Bettina-von-Arnim-Preis, dem Rheingau Literatur Preis und zuletzt dem Hannelore-Greve-Preis. Zudem war er Stipendiat der Villa Massimo sowie der Villa Aurora. Zu seinen erfolgreichsten Romanen zählen »Der kretische Gast« (2003), »Sunset« (2011), »Konzert ohne Dichter« (2015) und »Keyserlings Geheimnis« (2018). Zuletzt erschien »Leonard Cohen« (2020) und der Roman »Fahrtwind« (2021) sowie (mit Bernd Eilert) »Nachlese. Hundert Bücher – Ein Jahrhundert« (2024).

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