Blick ins Buch

Romane

Alles ist erleuchtet

3,8(102)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

»Ein Debüt, wie es lange keines gegeben hat: In seinem Roman Alles ist erleuchtet vollbringt Jonathan Safran Foer das Wunder der erfundenen Erinnerung.« Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung Man lacht und weint und ist hingerissen vom Talent eines jungen Autors. Er erzählt die phantastische Geschichte eines jüdischen Schtetls, das Schicksal seiner Familie während des Holocaust und die Abenteuer eines jungen Amerikaners, der aufgebrochen ist, um die Vergangenheit zu suchen. Ein junger Amerikaner kommt in die Ukraine. Er heißt zufällig Jonathan Safran Foer. Im Gepäck hat er das vergilbte Foto einer Frau namens Augustine. Sie soll gegen Ende des 2. Weltkrieges seinen Großvater vor den Nazis gerettet haben. Jonathan will Augustine finden und Trachimbrod, den Ort, aus dem seine Familie stammt. Sein Reiseführer ist ein alter Ukrainer mit einem noch älteren klapprigen Auto, sein Dolmetscher dessen Enkel Alex, ein unglaubliches Großmaul und ein Genie im Verballhornen von Sprache. Mit von der Partie ist noch Sammy Davis jr. jr., eine neurotische Promenadenmischung mit einer Leidenschaft für Jonathan, der Angst vor Hunden hat. Die Reise führt durch eine verwüstete Gegend und in eine Zeit des Grauens. Alex berichtet in seiner unnachahmlichen Sprache von den Abenteuern und irrsinnigen Missverständnissen während dieser Fahrt, Jonathan erzählt die phantastische Geschichte Trachimbrods bis zum furchtbaren Ende, und der alte Ukrainer begegnet den Gespenstern seiner Vergangenheit. Alex und Jonathan aber sind zum Schluss der Reise Freunde geworden. Übersetzungsrechte in fast 20 Sprachen vergeben.

Editionen (5)

ISBN9783462304886
VerlagE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum04.07.11
Seitenzahl384

Rezensionen & Bewertungen

102 Bewertungen

15 Rezensionen

3,8

Tippen zum Filtern

  • 3,0

    Eine eigentlich ernste Geschichte mit einem wichtigen Thema – verpackt in Skurrilität, Humor und einer künstlerischen Note und erzählt in einem eher speziellen Stil.

    Jonathan, ein jüdischer Amerikaner, reist in die Ukraine, um eine Frau zu finden, die als Mädchen die Nazi-Zeit überlebt und dabei seinen Großvater gerettet hat. Begleitet wird er von Alex, einem jungen Ukrainer mit einer „Vorliebe“ für schräges Englisch, sowie dessen „blinden“ Großvater und einem ziemlich verrückten Hund. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Art Roadtrip voller Missverständnisse, die immer wieder zu absurd witzigen, aber auch tiefgründigen Dialogen führen. Durch Zeitsprünge erfährt man nach und nach, mehr über die Vergangenheit von den Großeltern – Puzzlestücke, die sich langsam zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Am Ende kommt es dann noch zu überraschenden Wendungen und unerwarteten Emotionen. ABER: Durch den sehr speziellen Schreibstil, fiel es mir persönlich, trotz der humorvollen Art, echt schwer reinzukommen. Auch wenn ich zwischendurch der Geschichte folgen konnte und wollte, kam ich immer wieder raus. Trotzdem haben mich die skurrilen Charakteren und ihre kuriosen Dialoge immer wieder zum Schmunzeln gebracht – und die Rückblenden in die Vergangenheit der Großeltern, zum Nachdenken angeregt. Da ich die Geschichte auf eine unbeschreibliche Art und Weise doch ganz gut fand und wissen wollte, wie die Geschichte aus geht, wechselte ich zwischendurch dafür auch auf das Hörspiel. Ich bin gespannt, ob hier, ausnahmsweise der Film besser sein wird als das Buch…was ja eigentlich nie so ist…

    Eine eigentlich ernste Geschichte mit einem wichtigen Thema – verpackt in Skurrilität, Humor und einer künstlerischen Note und erzählt in einem eher speziellen Stil.

    15. März 2025

  • _bookvibesonly_
    _bookvibesonly_

    106 Follower

    3,0

    Versuche immer so zu leben, dass du immer die Wahrheit sagen kannst

    Da ich „Extrem laut und unglaublich nah“ sehr mochte, habe ich mich auf „Alles ist erleuchtet“ sehr gefreut, vor allem, weil ich es im Buddyread gelesen habe. Das Buch liest sich aber leider nicht so einfach. Eigentlich gibt es im Buch vier Erzählstränge, die munter durcheinander erzählt werden, so dass ich vor allem am Anfang, ob der vielen Namen und Schauplätze ein wenig überfordert war. Ein Zeitstrahl oder auch Stammbaum hätte geholfen. Erzählt wird von dem Autor Jonathan Safran Foer, der sich auf einen wahnwitzigen Roadtrip durch die Ukraine begibt, auf der Suche nach der Frau, die einst seinem Großvater das Leben gerettet hat. Mit dabei ist der ukrainische Dolmetscher Alex, dessen Englisch verbesserungsfähig ist, sowie dessen „blinder“ Großvater, der als Fahrer engagiert wird, nebst Blindenhund. Allein diese Kombination entwickelt absurde und komische Situationen. In Rückblenden erfahren wir, wie das jüdische Schtetl, in dem sein Großvater aufgewachsen ist, zu seinem Namen gekommen ist und folgen der Geschichte des Mädchens Brod ab dem Jahr 1791. In anderen Rückblenden erfahren wir mehr über das Leben des Großvaters und über das Schicksal des Schtetls während des zweiten Weltkriegs. Dies beinhaltet erschütternde menschliche Tragödien, die von Foer mit besonderem erzählerischem Stilmittel eindrucksvoll und beklemmend beschrieben werden. Der vierte Erzählstrang sind Briefe, die Alex an Jonathan schreibt, in denen er wohl das uns vorliegende Buch Korrektur liest und seine Anmerkungen bezüglich des Inhalts mitteilt. Das Buch ist mit viel Humor und Augenzwinkern geschrieben. An anderen Stellen beschreibt er sehr ergreifend die Tragik des Holocausts. Besonders in der Geschichte um Brod wendet er aber auch eine unnötig obszöne Sprache an, beschreibt misogyne und übergriffige Handlungen sehr deutlich und abstoßend. Alex gesteht an einer Stelle: „Es gab Teile, die ich nicht verstanden habe…“ Mir ging es ähnlich. Ich habe auch manches nicht verstanden und manche Personen blieben mir leider bis zum Ende verschlossen. Die historischen und familiären Geschichten haben mich sehr angesprochen, aber die herausfordernde, überspitzende Erzählweise war meinem Lesevergnügen nicht zuträglich.

    11. März 2026

  • taenja
    taenja

    56 Follower

    1,0

    Das habe ich nur zu Ende gelesen, weil es ein Buddyread war. Total misogyn und unnötig se×ualisiert. Geht gar nicht!

    Das habe ich nur zu Ende gelesen, weil es ein Buddyread war. Total misogyn und unnötig se×ualisiert. Geht gar nicht!

    23. Feb. 2026

3 von 15 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Jonathan Safran Foer

Jonathan Safran Foer gehört zu den profiliertesten amerikanischen Autoren der Gegenwart. Seine Romane »Alles ist erleuchtet«, »Extrem laut und unglaublich nah« und »Hier bin ich« wurden mehrfach ausgezeichnet und in 36 Sprachen übersetzt. Sein Sachbuch »Tiere essen« war ebenfalls ein internationaler Bestseller. Foer lebt in Brooklyn, New York.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick